Studieren in Norwegen – Der Bergenstest

Norwegischbuch-BergenstestUm an den norwegischen Universitäten zum Studium zugelassen zu werden, müsst ihr den sogenannten Bergenstest bestehen. Der formelle norwegische Titel lautet Test i norsk – høyere nivå (Norwegischtest – höheres Niveau).
Der Test wurde an der Universität in Bergen entwickelt und wird deshalb auch Bergenstest genannt. Er dient dem Nachweis der norwegischen Sprachfertigkeiten und wird in ganz Norwegen als Dokumentation der Norwegischkenntnisse anerkannt…

Der Test wird in zwei Ausführungen, die unabhängig voneinander durchgeführt werden, angeboten – mündlich und schriftlich. Für die Studienzulassung müsst ihr den schriftlichen Test absolvieren und mindestens 450 Punkte erreichen. Es ist möglich, den Test sowohl in bokmål als auch in nynorsk abzulegen. Er wird dreimal im Jahr durchgeführt. In jedem Fylke Norwegens gibt es mindestens eine Prüfstelle.

Zur Vorbereitung auf den Bergenstest können Norwegischkurse besucht werden. Die staatlichen Kurse in Norwegen sind sogar kostenlos. Es gibt auch Privatschulen, die die Vorbereitung auf den Test kostenpflichtig anbieten.
Die Anmeldung zum Test erfolgt bei der Folkeuniversitetet.
Der schriftliche Test kann zum Testtermin im April/Mai bei fristgerechter Anmeldung auch an der Königlich Norwegischen Botschaft hier in Deutschland abgelegt werden. Dazu müsst Ihr vor der Anmeldung in Norwegen ein formloses Schreiben an die Botschaft (möglichst 4 Wochen vor Ablauf der Anmeldefrist) schicken. Ihr erhaltet eine Rückmeldung, ob der Test an der Botschaft durchgeführt werden kann. Dieser findet dann in Berlin statt.
 

Weitere Infos und Anmeldung zum Test unter:
www.folkeuniversitetet.no/norsk-spraktest/
www.norwegen.no

 

 

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Hinterlasse eine Antwort

Ringve Musikmuseum

Ringve Musikmuseum

Ringve Musikmuseum

Am nördlichen Stadtrand Trondheims auf der Halbinsel Lade liegt mit dem Ringve Musikmuseum Norwegens Nationalmuseum für Musik und Musikinstrumente. Das Museum liegt inmitten eines Botanischen Gartens, welches von der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens betrieben wird.

Das Gut Ringve liegt auf einer Anhöhe und ist dem Fjord zugewandt. Erstmals wurde das Gut 1521 urkundlich erwähnt. Der Name lässt sich von dem altnordischen Wort Reynividir ableiten und bedeutet „Ebereschenwald“. Im 17. Jahrhundert hat der reiche Schiffsreder und Grundbesitzer Jan Wessel, dessen Vermögen nach seiner Eheschließung weiter wuchs, das Land und die Gebäude erworben. An einem der Nebengebäude befindet sich eine Gedenktafel für Jan Wessels Sohn, der sich besonders im Großen Nordischen Krieg gegen Schweden den Ruf eines sehr erfolgreichen Flottenkapitäns erlangt hatte. Seine Kindheit hat der Norweger in Ringve verbracht.

Die Geschichte des Ringve Musikmuseum selbst hängt aber nicht mir der Familie Wessel zusammen. 1878 hat Anton Sophus Bachke das Anwesen nach einer Versteigerung übernommen. Bachke ist damals Direktor des Kupferberkwerkes von Rørus gewesen. Sein Sohn Christian Bachke hat das Gut 1917 von seinem Vater übernommen und das Domizil als Sommersitz verwendet. Neben der Fähigkeit ebenso Geschäftstüchtig zu sein wie sein Vater, war Christian ein überaus talentierter Pianist und liebte die Musik. Seine russische Ehefrau Victoria Rosten teilte diese Leidenschaft mit ihm und sammelte Musikinstrumente. Von diesem musikalischem Fundament zehrt das Museum bis heute.

Das Ringve Musikmuseum teilt sich in zwei Gebäude: dem Herrenhaus (das Hauptgebäude) und der Ausstellung in der Scheune. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass eine Besichtigung des Herrenhauses nur im Rahmen einer Führung möglich ist und ausschließlich in der Sommersaison angeboten wird. Die 45-minütige Führung führt durch das im Stil des 19. Jahrhunderts eingerichtete Haus. Zu sehen sind hier zahlreiche Tasteninstrumente, wie z.B. ein selbstspielendes Klavier von 1917.

Die Scheune kann im Gegensatz zum Haupthaus auf eigene Faust erkundet werden. Dort werden Unmengen an verschiedenen Instrumenten ausgestellt, sowie unterschiedliche Musikrichtungen, unter anderem typisch norwegische Musik, akustisch vorgestellt.

Im Tordenskiold Café werden auf eine sehr liebevolle Art Waffeln mit Sauerrahm und Marmelade, Eis, Skandinavische Sandwiches, Kuchen, Gebäck und Heiß- und Kaltgetränke serviert. Im Museumsshop gibt es Andenken mit Bezug zur Musik, dem Botanischen Garten und dem Leben auf dem Gutshof.

© 2002 - 2018 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved