Boller

Boller sind kleine runde Backware, welche Weizenmehl, Zucker, Hefe, Eier, Milch, Wasser und häufig ebenfalls Kardamom und Hirschhornsalz beinhaltet.

Die Boller backt man entweder ohne extra Zutaten oder  mit beliebten Inhalten wie Rosinen, getrockneten Früchten, Zitronat oder Schokoladenstücken im Teig. Das Gebäck wird für gewöhnlich rund gerollt und mit gequirltem Ei bepinselt, um ihnen ihre goldbraune Farbe zu verleihen.

Boller können ganz serviert oder in der Mitte geteilt werden, um sie mit Butter und Aufschnitt oder süßem Aufstrich als Nachtisch zu servieren. Sie dienen aber auch als kleine Zwischenmahlzeit oder häufig als Gebäck zum Kaffee. Des Weiteren sind sie in der Regel, neben Kakao und Brause, auf jedem Kindergeburtstag anzufinden.

Boller sind in der norwegischen Esskultur fest etabliert. Dies führt dazu, dass sie eben nicht nur in der heimischen Küche selbst zubereitet werden, sondern auch in jedem Supermarkt, in jeder Tankstelle, jedem Kiosk und jeder Bäckerei in unterschiedlichsten Variationen zu kaufen sind. Doch sehr zu empfehlen sind die Boller bei den in einigen Regionen vertretenen Bäckereien von Fattigmann oder United Bakeries. Letzteres ist sehr individuell und detailgetreu eingerichtet. In Oslo gibt es von insgesamt zehn Filialen neun und eine direkt auf der Karl Johanns Gate. Die gemütlichste ist allerdings in der Frydenlundgate 2.

Falls aber der nächste Norwegenurlaub noch in weiter Ferne liegt, gibt es hier ein leckeres Rezept zum selber backen:

Zutaten

6 dl Milch

200 g Butter

200 g Zucker

2 Eier

1/2 Teelöffel Salz

1 Teelöffel Kardamom

100 g Hefe

ca. 1 kg Mehl

– (Zimt)

Zubereitung:

Butter zusammen mit etwas Mehl in eine Schüssel bröckeln.

Die Milch auf 40 grad erhitzen, danach in die Schüssel geben und gut mit dem Mehl und der Butter vermischen. Anschließend alle weiteren Zutaten in die Schüssel geben und ebenfalls vermischen und den Teig ca. 45 Minuten aufgehen lassen.

Nun können daraus kleine Bällchen geformt, auf ein Backblech gelegt und mit gequirltem Ei bepinselt werden. Bei 225 grad im Ofen benötigen die Böller ca. 10 Minuten.

Eine andere aber ebenfalls sehr leckere Alternative ist es, den Teig nach dem aufgehen mit einem Nudelholz auszurollen und mit etwas geschmolzener Butter zu bestreichen. Darauf wird eine gute Portion Zucker und Zimt gestreut und der zusammen gerollt. Die Rolle wird in Scheiben geschnitten und flach auf das Backblech gelegt und ebenfalls auf 225 grad für ca. 10 Minuten gebacken. Dies sind dann die bekannten und beliebten Kanelboller.

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Andøya Space Center

Eingang ASC (Quelle: Wikipedia)

Eingang ASC (Quelle: Wikipedia)

Ein Space Center in Norwegen? Ja, sogar Norwegen hat ein Space Center – das Andøya Space Center (ASC). Es liegt auf der Insel Andøya, 2 Grad nördlich vom Polarkreis, in Nordnorwegen.

Andøya hat seinen eigenen Flughafen und dieser ist in der Lage alle Flugzeuge jeder Größe zu Empfangen. Mehrmals täglich gibt es Verbindungen zwischen Bodø und Tromsø. Es ist also sehr einfach von Oslo aus auf die Insel zu gelangen.

Das Andøya Space Center ist zum Abschuss von Forschungsraketen und Ballonoperationen ausgelegt. Diese können von Andøya als auch von Svalbard gestartet werden. Die im All gesammelten Informationen laufen im ASC zusammen und werden durch entsprechende Instrumente ausgewertet. Neben dem Space Center betreibt das ASC das ALOMAR. Dabei handelt es sich um das Arctic Lidar Observatory for Middle Atmosphere Research. Diese Messstation untersucht u.a. die unterschiedlichen Schichten der Atmosphäre mithilfe von Lasertechnik. Aus vielen Gründen ist das Space Center deshalb einer der interessantesten und besten Orte für Weltraumforschung und Raketenabschüsse.

Zu den Kunden des am nördlichsten liegenden Space Centers dieser Art, gehören die NASA, ESA, JAXA und einige nationale und internationale Universitäten und Institute.

Die Mitarbeiter kommen aus den unterschiedlichsten Richtungen: Elektronik-, Brand- und Sicherheitsexperten sind neben der Administration nur einige davon. Das Ministerium für Handel, Industrie und Fischerei hält 90 % und das Kongsberg Defence Systems 10 % der Anteile an dem ASC.

Station auf Svalbard (Quelle: Wikipedia)

Station auf Svalbard (Quelle: Wikipedia)

Das NAROM AS (Norwegian Centre for Space Related Education) und das ATC AS (Andøya Test Center) sind zwei Subunternehmen, die vollständig dem ASC gehören. Das NAROM bietet Kurse und Lerneinheiten für Schüler und Studenten an. Der Lernstoff liegt dabei natürlich auf Weltraumtechnik, Weltraumphysik, der Atmosphäre sowie Umwelt. Das ATC bietet der Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie Infrastruktur für u.a. Testflüge an.

1995 sorgte eine Forschungsrakete für etwas Unruhe auf russischem Boden. Ein Team bestehend aus Norwegischen und Amerikanischen Forschern starteten vom ASC eine Black Brant XII Rakete. Sie sollte die bekannten Nordlichter in der Region von Spitzbergen erforschen. Die Russen vermuteten dahinter allerdings einen nuklearen Angriff der USA, gestartet von einem U-Boot. Der Kreml wurde zwar darüber benachrichtigt, allerdings erreichte diese Nachricht nie die entsprechende Abteilung. Die russischen Frühwarnsysteme schlugen Alarm – Russlands Präsident Boris Jelzin diskutierte bereits seine Reaktion mit der Militärführung als klar wird, dass die vermeintliche Rakete bereits fernab russischen Territoriums explodiert war. Wieder einmal schrammte die Menschheit haarscharf an einer nuklearen Katastrophe vorbei.

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