Das königliche Schloss

Das königliche Schloss

Das königliche Schloss

Das königliche Schloss am Ende der Karl Johans Gate in Oslo wurde als Residenz für König Carl Johan erbaut. Mit dem Bau des Schlosses wurde im Jahr 1824 begonnen. Die Fertigstellung hat König Carl allerdings nicht mehr erleben dürfen, er starb 1844. Erst fünf Jahre später, am 15.März 1849, wurde das königliche Schloss in Oslo fertiggestellt und am 26. Juli desselben Jahres in Anwesenheit der gesamten Königsfamilie eingeweiht.

Das Stortinget (Norwegens Parlament) bewilligte eine Bausumme  von 150.000 Dalern. Die Planungen des Baus waren sehr aufwändig und kostspielig. Das königliche Schloss sollte zunächst einen H-förmigen Grundriss bekommen. Da das Geld jedoch bald aufgebraucht war, hat man aus Kostengründen auf eine Säulenfront und auf zwei Flügel verzichtet. Das Gebäude besteht aus drei Flügeln, die insgesamt 173 Zimmer beinhalten.

1823 wurde eine Schloss-Kommission berufen, die mit Hilfe einer Staatsanleihe das Kapital für dieses Vorhaben beschaffen sollte. Während der Bauzeit sollte die Schloss-Kommission auch die Aufgaben des Bauherrn wahrnehmen. Im königlichen Schloss, das im klassizistischen Stil errichtet wurde, residiert auch heute noch der König von Norwegen. Das Schloss ist von einem sehr weitläufigen Parkgelände umgeben.

Nach dem Bezug des Schlosses 1849 wurden größere und kleinere Änderungen vorgenommen. Bevor König Håkon und Königin Maud 1905 nach Norwegen kamen, war das Schloss nur kurzzeitig benutzt worden, wenn der schwedisch-norwegische König sich in Oslo aufhielt. Das Schloss entsprach bei weitem nicht den Anforderungen an eine auf Dauer genutzte Residenz der neuen Königsfamilie. Eine neue Königswohnung wurde eingerichtet, zu der auch Badezimmer und Toiletten gehörten. In der Regierungszeit von König Olav wurden kleinere Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten ausgeführt.

Eine Besichtigung des Palastes sollten man sich auf keinen Fall entgehen lassen. In den Sommermonaten von Juni bis August werden Führungen durch das königliche Schloss angeboten. Regelmäßige Führungen in englischer Sprache werden täglich um 14 Uhr und 14.20 Uhr angeboten. Die Dauer der Führungen beträgt etwa 55 Minuten.

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Osterfestival in Kautokeino

Reindeer Racing Wolrd CupDas Osterfestival in Kautokeino hat für jeden etwas zu bieten und findet bereits seit 1990 statt. Man kann nicht nur Rentieren ganz nah kommen, sondern auch die Samische Kultur und das Leben durch viele Aktivitäten kennenlernen.

Das Festival beinhaltet den Reindeer Racing World Cup, das Sami Film Festival (welches i.d.R. in einem Kino aus Eis stattfindet), das Sami Music Festival, besser bekannt unter dem Sámi Grand Prix. Es ist das samische Gegenstück zum Eurovision Song Contest. Des weiteren gibt es ein Kinder Festival. Bei ein paar samischen Filmen, Modeschauen, Ausstellungen, Theateraufführungen, Partys und gutem Essen, können die Besucher eine großartige und lustige samische Zeit haben.

Selbst in Kautokeino, hoch im Norden Norwegens, kehrt zu Ostern langsam die Sonne wieder zurück und neben all den Konfirmationen, Hochzeiten und Taufen, machen die Samen ihre Osterwoche zu einem ganz besonderen Fest.

Der Reindeer Racing World Cup wird in zwei unterschiedlichen Klassen abgehalten: klassisch auf Ski, vorneweg ein Rentier, oder auf dem Bauch liegend auf einem Schlitten. Die Spannung bei beiden Rennen ist garantiert und man spürt wie sie in der Luft liegt. Touristen haben ebenfalls die Möglichkeit sich bei einem Rentierrennen zu versuchen, glücklicherweise sind diese Tiere etwas langsamer. Sollte das eigene Rentier nicht das schnellste gewesen sein, ist das nicht so schlimm – denn vielleicht hat man ja wenigstens das beste Kostüm.

Eine weitere Disziplin ist das Lassowerfen. Dabei wird genau so viel Leidenschaft entwickelt wie beim Rentierrennen. Wie auch beim Reindeer Racing World Cup handelt es sich beim Lassowerfen um die Weltmeisterschaft. Ziel ist es, mit einem unterschiedlichen Abstand aufgestellte Rentierhörner mit dem Lasso einzufangen. Das große Publikum macht es den Teilnehmern nicht immer leicht die Nerven zu bewahren.

Bei dem Sámi Grand Prix handelt es sich um einen Musikwettbewerb für alle Samen, die in den Disziplinen Popmusik und Joik gegeneinander antreten. Letzteres handelt um eine traditionelle Sangeskunst, und die Sänger treten mit neuen Kompositionen auf. In der Disziplin „Popmusik“ sind dagegen alle Genres vertreten. Wie das auch bei ähnlichen Veranstaltungen der Fall ist, entscheidet das Publikum. Der in samischer Sprache ausstrahlende Rundfunksender sorgt für die Ermittlung des Siegers.

Bei diesem Festival ist es möglich in kürzester Zeit viel über die Samen zu erfahren und ein Trip dort hin lohnt sich sehr.

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