Deutsche Botschaft in Oslo

Nicht weit entfernt vom Königlichen Schloss, gerade mal drei Querstraßen dahinter in der Oscars Gate 45, hat die Deutsche Botschaft in Oslo ihren Sitz in Norwegen.

Die Oscars Gate wiederum befindet sich im gehobenen Osloer Stadtteil Frogner. Die Straße ist eine der prächtigsten in Oslo, mit freistehenden Villen, verzierten Häusern und auf beiden Seiten bebaut. Heute beherbergen viele der Häuser Unternehmen und Botschaften. Sowohl die kolumbianische, niederländische, rumänische, spanische und deutsche Botschaft, als auch die Wirtschaftsabteilung der österreichischen Botschaft und das italienische Kulturinstitut haben diesen Standort gewählt. Das Gebäude wurde 1890 von dem schwedischen Architekten Johan Anselm Liljeström entworfen und von dem Großhändler Daniel Steen erbaut. Nach seinem Tod 1898 hat seine Frau Thora Steen das Gebäude an den Kammerherr Ferdinand Julian Egeberg für 75.000 Kronen verkauft. Nach seinem Tod hat wiederum seine Witwe das Haus für 275.000 Kronen an Magdalena Eleonore Weil verkauft, die das Haus zu einem Mehrfamilienhaus umbauen ließ. Erst 1957 hat die Bundesrepublik Deutschland die Oscars Gate 45 für 650.000 Kronen erworben und nach einigen Umbaumaßnahmen am 28. Mai 1958 die Botschaft dort einziehen lassen. Die Deutsche Botschaft ist am 28. Mai 1958 in das Haus mit der Nummer 45 gezogen.

Der Botschafter Axel Berg ist in Norwegen der ranghöchste Repräsentant der Bundesrepublik Deutschland und vertritt sie in Norwegen bei offiziellen Anlässen. Es gehört zu seinen Aufgaben, die Beziehungen zwischen beiden Ländern in allen Bereichen, wie z.B. Politik, Kultur, Wirtschaft und allen Ebenen wie Gemeinden und Bundesländer zu fördern. Der Botschafter informiert die Bundesregierung in Deutschland über die kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Norwegen.

Die Deutsche Botschaft in Oslo beherbergt insgesamt fünf Abteilungen mit 22 Mitarbeitern: eine politische Abteilung, die sich mit der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Norwegen und Deutschland beschäftigt, eine Wirtschaftsabteilung, die in den Bereichen Wirtschaft, Energie, Forschung und Technologie tätig ist, die Kultur- und Presseabteilung, den Militärattachéstab, welcher unter anderem für die militärpolitischen und verteidigungstechnischen Angelegenheiten zuständig ist und natürlich die Konsularabteilung, welche deutschen Bürgern in Notfällen Beistand leistet und z.B. für das Ausstellen von Pässen verantwortlich ist.

Außer der Botschaft, gibt es in Norwegen die Honorarkonsuln in Bergen, Bodø, Kirkenes, Kristiansand, Tromsø, Ålesund, Trondheim, Stabanker und Svolvær. Sie dienen nicht nur als Anlaufstelle und Ansprechpartner für die Botschaft, sondern auch für Norweger und Deutsche in Norwegen.

Besuchszeiten der Botschaft:
Montag – Freitag 08.30 – 11.30 Uhr

Oscars Gate 45
N-0244 Oslo

Telefon:
Montag – Donnerstag 08.00 – 12.00 und 13.00 – 15.30 Uhr
Freitag 08.00 – 12.00 Uhr

Tel.: +47 23 27 54 00
Notfall Tel.: +47 90 85 08 02

E-Mail:
info@oslo.diplo.de

Passbeantragung nur nach Absprache:
Tel.: +47 23 27 54 30

 

 

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Trampe - ein Fahrradfahrstuhl in Trondheim

Trampe TrondheimDie Trampe – ein Fahrradfahrstuhl in Trondheim, ist die erste ihrer Art und sicher nicht das, was man sich unter einem gewöhnlichen Fahrstuhl vorstellt.

In hügeligen Städten ist der Fahrradverkehr in der Regel niedrig. Dass in der drittgrößten norwegischen Stadt Trondheim trotz vieler Hügel eine große Zahl von Menschen mit dem Rad unterwegs ist, liegt unter anderem am Fahrradlift Trampe. Der Lift ist seit 1993 in Betrieb und absolviert durchschnittlich 20 bis 30.000 Fahrten pro Jahr. Der 130 Meter lange Lift befördert die Radfahrer mit einer Geschwindigkeit von 2 Metern pro Sekunde nach oben und hat eine Kapazität von 300 Radfahrern pro Stunde, alle 12 Sekunden kann der nächste Radfahrer starten. Bisher hat es noch keinen einzigen Unfall gegeben.

Dieser Lift fügt sich ohne große Bauten ins Stadtbild ein, da er nur aus einer kleinen Tal- und Bergstation, sowie einer Schiene am Straßenrand einer Steilstrecke besteht. Entlang der Schiene wird eine Fußplatte gezogen, die an eine Starthilfe für Sprinter auf dem Sportplatz erinnert, auf der man sich mit dem rechten Fuß abstützt. Diese Platte drückt dann den Fahrer mit dem Fahrrad in einer angemessenen Geschwindigkeit die Steigung hinauf. Dieses System soll sich jedoch nur für kurze Strecken eignen, da das Bein sonst zu stark belastet wird.

Dieser Lift und millionenschwere Investitionen in Radverkehrswege und -infrastrukturen haben dafür gesorgt, dass von den 30000 Studenten in Trondheim 90% ihr Fahrrad als Hauptverkehrsmittel nutzen.

Aufgrund neuer Sicherheitsbestimmungen, wurde im Herbst 2012 und Frühling 2013 die Trampe ausgetauscht. Finanziert wurde der Austausch durch das Miljøpakken, einem Zusammenschluss der Kommune Trondheim, dem Verkehrsministerium und der Kommune Sør-Trøndelag. Grob zusammengefasst ist das Ziel des Miljøpakken, den CO2-Austoß zu verringern und unter Anderem, bessere Fahrradwege zur Verfügung zustellen. Die Trampe, vor der Erneuerung, wurde von der Kommune Trondheim und dem Verkehrsministerium finanziert.

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