Die Vesterålen

Die Vesterålen sind eine Inselgruppe vor der Küste Norwegens. Sie zeichnen sich durch ihre Lage in der Nähe der Lofoten aus, die bekannter sind.

Die ersten Siedlungen auf den Vesterålen reichen bis zu 6.000 Jahre zurück. Ähnlich wie bei den Lofoten siedelten zur Anfangszeit vor allem Fischer auf den Inselgruppen. Dort mit Zunahme der Macht der norwegischen Stadt Bergen vergrößerte sich auch der Druck auf die Vesterålen. Der Stockfischhandel wurde nämlich von der Handelsstadt Bergen voran getrieben. Dies führte wiederum dazu, dass sich mehr und mehr Fischer auf den Vesterålen niederließen.

Ebenfalls einen Boom erlebten die Vesterålen um 1860. Zu dieser Zeit zogen große Heringsschwärme an den Küsten Norwegens vorbei und bescherten der Fischerei einen erneuten Aufschwung.

Während Ende des 19. Jahrhunderts die Inseln von der Vesteraalske Dampskipsselskap Reederei angefahren wurde, fahren heutzutage auch die Schiffe der Hurtigruten an dieser Inselgruppe vorbei. Vor der malerischen Landschaft, den teils altbacken wirkenden kleinen Holzhütten erleben mittlerweile die Touristen die Vesterålen auf ihre ganz persönliche Art und Weise. Der Tourismus bildet damit den zweiten wichtigen Wirtschaftszweig neben dem immer noch hoch angesehenen Fischfang.

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Bergen – die regenreiche Stadt

Bergen im Fylke Hordaland gelegen ist mit ca. 269.000 Einwohner die zweitgrößte Stadt Norwegens und dank der geographischen Lage (angeblich oder tatsächlich – wer weiß das schon) mit ca. 240 Regentagen im Jahr die „regenreichste Stadt Europas“. Von diesem „Ehrentitel“ sollte man sich aber nicht von einem Besuch in Bergen abhalten lassen.

Ich nähere mich Bergen am liebsten vom Wasser aus. Ob mit dem Segler nach einem Törn durch die Fjorde oder mit der altehrwürdigen MS Bergensfjord der Reederei Fjord Line von Hirtshals kommend, die Einfahrt in den schönen Naturhafen „Vågen“ ist immer wieder ein Erlebnis.  Wenn man als Segler Glück hat, kann man direkt am Kai gegenüber der „Tyske Bryggen“, dem alten Handelsviertel Bergens festmachen. Die Tyske Bryggen wurden von Kaufleuten der Hanse errichtet und genutzt (daher der Name) und nach Originalplänen des 12. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Seit 1979 gehören sie zum Weltkulturerbe der Unesco.

Nach dem Festmachen führt mich mein Weg zunächst Richtung Innenstadt und zum Fischmarkt der Stadt, der direkt am Ende des Hafenbeckens in unmittelbarer Nähe der Bryggen liegt. Wer es lieber historisch mag wendet sich nach links zur Festung mit Haakonhalle und Rosenkranzturm. Und auch die „Mariakirken“, die Marienkirche ist sehenswert. Doch wir bleiben noch eine Weile auf dem Fischmarkt, es gibt eine riesige Auswahl an Fischen und Schalentieren, ansprechend präsentiert aber eben auch – da der Fischmarkt eher eine Touristenattraktion denn ein Ort für den täglichen Einkauf der Norweger ist – sehr teuer. Trotzdem genieße ich dort gern einen Kaffee und ein Krabbenbrötchen mit Blick auf den Hafen.

Reiche Auswahl auf dem Fischmarkt in Bergen

Reiche Auswahl auf dem Fischmarkt in Bergen

Aus diesem starten täglich die Schiffe der Hurtigruten zur Fahrt in den Norden und auch sonst ist es einer der belebtesten Häfen des Landes. Einen wunderschönen Blick auf den Hafen und die Stadt hat man, wenn man mit der Standseilbahn auf den Fløien (ca. 320 m über NN) fährt. Die Talstation der Bahn ist nur wenige hundert Meter vom Fischmarkt entfernt und von oben genießen wir den Blick auf Hafen, Stadt und Fjorde und planen die nächsten Erkundungen in dieser schönen Stadt. Und um noch mal auf den Regen zurück zu kommen:  Ich habe herrliche Sommertage in Bergen verbracht und nur selten (dann aber heftig) den Bergenser Regen zu spüren bekommen. Doch um so schöner ist es, wenn wieder die Sonne hervorkommt. Und das tut sie doch öfter als man nach der Statistik denkt.

Heimathafen Gergen: Der Traditionssegler "Statsraad Lehmkuhl"

Heimathafen Bergen: Der Traditionssegler “Statsraad Lehmkuhl”

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