DNT-Hütten

DNT-Hütten

DNT-Hütte, Foto: Bettina Häslich

Mehr als 490 DNT-Hütten mit über 8.000 Betten stehen über ganz Norwegen verstreut im Bereich des DNT-Wanderwegenetzes zur Verfügung. Nutzen kann sie jeder, der nach langer Wanderung einen Schlafplatz braucht. Die Hütten sind unterschiedlich groß, meistens einfach und unbewirtschaftet. Sie reichen von Katen mit 2 Pritschen bis zu großen, bewirtschafteten Berggasthöfen mit bis zu 200 Betten. Die Hütten des norwegischen Wandervereins sind für ihre lockere und gemütliche Atmosphäre bekannt…

DNT-Hütten: Kategorien

Die DNT-Hütten sind in drei Kategorien eingeteilt. Knapp 50 davon sind bewirtschaftet, etwa 170 Hütten sind mit Selbstbedienung, die anderen sind einfache, unbewirtschaftete Unterkünfte.

Hütte ohne Bewirtschaftung
(Ubetjent hytte)
Das sind kleine Hütten mit 5 – 25 Schlafplätzen. Sie sind in der Regel mit dem Standardschlüssel des DNT zu öffnen oder stehen offen. Meistens gibt es eine zusätzliche Schutzhütte, in der weitere Schlafplätze zur Verfügung stehen. Die Hütten sind ausgestattet mit Betten und Bettdecken, die in Verbindung mit einem selbst mitgebrachten Schlafsack oder Bettlakensack genutzt werden können. Auch eine Kochgelegenheit sowie Töpfe, Geschirr und Brennholz sind vorhanden.
Hütte mit Selbstbedienung
(Selvbetjent hytte)
Das sind kleine Hütten mit 5 – 25 Schlafplätzen. Sie sind in der Regel mit dem Standardschlüssel des DNT zu öffnen oder stehen offen. Meistens gibt es eine zusätzliche Schutzhütte, in der weitere Schlafplätze zur Verfügung stehen Die Hütten sind ausgestattet mit Betten und Bettdecken, die in Verbindung mit einem selbst mitgebrachten Schlafsack oder Bettlakensack genutzt werden können. Auch eine Kochgelegenheit sowie Töpfe, Geschirr und Brennholz sind vorhanden. Zusätzlich findet ihr hier einen Lebensmittelvorrat vor (warme Gerichte, Brotaufstrich, Knäckebrot usw.).
In der Saison trefft ihr teilweise einen Hüttenwart an.
Bewirtete Hütte
(Betjent hytte)
Das sind Hütten mit Bewirtschaftung. Hier könnt ihr in Zimmern mit 2 – 4 Betten oder in einem großen Schlafraum (ist billiger) übernachten.
Es werden Frühstück, Lunch und mehrere warme Essen angeboten. In der Regel haben sie auch eine Ausschankgenehmigung für Wein und Bier.
Die meisten Hütten haben eine einfache, jedoch gute Ausstattung mit Strom, Duschen und Trockenraum für die Wanderkleidung.

DNT-Hütten: Preise

Die Übernachtung in den unbewirtschafteten Hütten und den Hütten mit Selbstbedienung kostet für Mitglieder des DNT 100 – 250 NOK, für Nichtmitglieder 200 – 400 NOK. Kinder unter 3 Jahren bezahlen grundsätzlich nichts. Wenn ihr einen Hund dabei habt, müsst ihr mit etwa 100 NOK extra rechnen. In den Hütten findet ihr die aktuell gültige Preisliste.
Die Preise der bewirtschafteten Hütten variieren etwas mehr. Ihr solltet mit 250 – 500 NOK ohne Verpflegung rechnen. Die Übernachtung in den großen Schlafräumen ist billiger. Frühstück kostet 100 – 200 NOK, warmes Essen 150 – 300 NOK. Meistens ist es auch möglich, mehrere Nächte mit Rabatt auf den Übernachtungspreis zu buchen.
Gruppen, Studenten, Kinder und Jugendliche erhalten Ermäßigungen.

DNT-Hütten: Schlüssel

Mitglieder des DNT können einen Standardschlüssel kaufen, mit dem die meisten unbewirtschafteten Hütten und die Hütten mit Selbstbedienung geöffnet werden können. Die Schlüssel sind in vielen Fällen auch in der Nähe der Hütte (Tankstellen, Läden, usw.) hinterlegt und können ausgeliehen werden. Ihr müsst aber DNT-Mitglied sein, um diesen ausgehändigt zu bekommen. Die Kaution für den Schlüssel beträgt 100 NOK.
Mitglieder im Ausland können sich den Schlüssel von der DNT-Zentrale in Oslo zusenden lassen.

DNT-Hütten: Sonstiges

DNT-Hütten

Einfach, aber gemütlich – in einer DNT-Hütte Foto: Bettina Häslich

Normalerweise müsst ihr euch vorher nicht um einen Hüttenplatz kümmern. Wenn ihr mehrere Tage in einer bewirteten Hütte bleiben wollt, ist es ratsam, dort vorher anzurufen.
Grundsätzlich gilt, dass jedes DNT-Mitglied einen Schlafplatz erhält, auch wenn die Hütte voll ist.
Hunde dürfen nicht überall mitgebracht werden. Ob das erlaubt ist, findet ihr in der Hüttenbeschreibung.
Die unbewirtschafteten Hütten und die Hütten mit Selbstbedienung sind meist ganzjährig geöffnet. Die meisten Hütten mit Bewirtschaftung schließen über den Winter. Von Ende Juni bis Mitte September haben alle geöffnet.
Der DNT hat sich den Umweltschutz auf die Fahnen geschrieben. So gibt es in den Hütten Richtlinien für die Abfallentsorgung und Energiesparmaßnahmen, gegen die ihr nicht verstoßen solltet.

 

Weitere Infos unter:
www.turistforeningen.no

Hüttenübersicht: ut.no/hytte

 

 

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Wie überleben die Norweger den Winter? Teil 1

Winter in Hamar

Winter in Hamar

Wie überleben die Norweger den Winter? In Teil 1 machen wir uns zunächst mit dem Problem vertraut und schauen was man bereits im Sommer machen kann um sich vor der langen dunklen Zeit zu schützen. Für nicht Norweger sind die dunklen Winter in Norwegen sicher etwas gewöhnungsbedürftig. Die Sonne geht erst um 9 Uhr auf und bereits um 15:30 Uhr unter. Am Polarkreis im Norden Norwegens, schafft die Sonne es eine Zeit lang nicht einmal über den Horizont. Es bleibt dunkel.

Wenn die Sonne in 24 Stunden nicht einmal auftaucht, spricht man von der Polar Nacht. Je weiter man sich nördlich vom Polarkreis befindet, desto mehr Polarnächte kann man erleben. Die Stadt Tromsø beispielsweise, liegt 350 Kilometer über dem Polarkreis und aufgrund dessen 60 Polarnächte am Stück.

Wie ist es also möglich 60 Tage ohne Sonnenlicht zu überleben? Es ist eigentlich ganz einfach, wenn man es so macht, wie die Norweger es machen.

Ein wichtiges Element, dass einen über die Wintermonate hilft, ist das Bewusstsein über die saisonal-affektive Störung (SAD), auch bekannt als Winterdepression, welche vor allem in den nordischen Ländern auftritt. Diese Störung entsteht durch eine biochemische Dysbalance aufgrund von Sonnenentzug. Die Symptome sind Traurigkeit, zu viel Schlaf, Erschöpfung, ein großes Verlangen nach süßem Essen, Schuldgefühle, ein sinkendes Selbstwertgefühl, man ist schnell reizbar und meidet sozialen und physischen Kontakt. Norweger werden über geschult diese Erkrankung in ihrem täglichen Leben, in der Schule, den Familien und durch die Regierung über Kampagnen im Fernsehen geschult. Bewusstsein ist ein wichtiger Schlüssel diese Zeit zu „überstehen“, aber den besten Weg haben die Norweger im Laufe ihres Lebens entwickelt und dieser besteht aus vielen kleinen Dingen.

Vorbereitung auf den Winter

Dorschlebertran

Es ist erwiesen, dass Dorschlebertran dem Körper dabei hilft die wichtigen Vitamine des Sonnenlichts aufzusaugen. Dorschlebertran hat eine Menge Omega-3 Fettsäuren, Vitamin A und D. Trotz all dem Fisch den die Norweger ist es in vor allem im Norden Norwegens verbreitet, den einen anderen Löffel des Dorschlebertrans zu sich zu nehmen.

Aufsaugen des Sommers

Wenn man in Norwegen den Sommer verbringt, lernt man den Sommer ganz neu zu schätzen. Man möchte nicht einen Moment verschwenden. Die Norweger verbringen bekanntlich viel Zeit an der frischen Luft. Im Sommer gehen sie in den Bergen wandern, sind mit ihrem Boot auf dem See oder Meer, fahren Rad und baden in der Sonne. Die Idee dahinter: So viel Sonne wie möglich zu tanken, die bis zum nächsten Frühling reicht. Und es gibt es unglaublich viel Sonne. So lang die Winter sein können, so lang ist auch der Sommer mit seinen endlosen scheinenden Sommernächten. Tromsø hat zwar 60 Polar Nächte, aber auch genau so viele Polar Tage – das sind 60 Tage Sonne pur. Selbst um Mitternacht grillen die Norweger am Strand, spielen Volleyball, sind auf Konzerten und genießen die Mittsommernacht.

Im Februar folgt Teil 2 mit hilfreichen Tipps, wie man sich im Winter vor der Dunkelheit schützt.

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