Drøbak

Drøbak

Drøbak

Eine halbe Stunde südlich von Norwegens Hauptstadt Oslo, liegt auf der östlichen Seite des Oslofjordes, das wunderschöne Örtchen Drøbak. Das Stadtbild ist geprägt von zahlreichen alten Holzhäusern, die früher zum größten Teil Kapitänen gehörten. Noch heute ist dies zu erkennen – in der Nähe des kleinen Hafens, erinnern an einigen Häusern Galionsfiguren an die Zeit von damals.
Seinen Aufschwung erlebte die Stadt im 18. und 19. Jahrhundert, als die Segelschifffahrt an Bedeutung gewann. Es wurden Eis und Holz von dem Ort aus exportiert. Zurück kamen die Schiffe mit Lebensmitteln, Handwerk- und Industrieprodukten. Ihren Stadtstatus bekam Drøbak 1842 anerkannt und zu dieser Zeit zählte sie nur etwa 1.000 Einwohner. Im Jahr 1962 wurde die Gemeinde mit der landwirtschaftlichen Nachbargemeinde von Frogn zusammengeschlossen. Drøbak ist heute der Hauptort der Frogn-Gemeinde mit ungefähr 15.000 Einwohnern.
Der Name Drøbak kommt eigentlich von der geografischen Lage des Ortes: die Landschaft steigt steil vom Fjord ins Lande herein, es wird also vermutet, dass der Name Drøbak eine Verkürzung von „drøye bakker“ -steile Anhöhe- ist.
Eine von Drøbaks wichtigsten Rolle war jene, als damals der Oslofjord im Winter zwischen Drøbak und Oslo zugefroren war und keine Transporte mehr die Hauptstadt Norwegens erreicht haben. Kurzerhand wurde Drøbak als Hauptstadthafen umfunktioniert und alle wichtigen Güter per Kutsche nach Oslo transportiert.
Die Bewohner und Besucher von Drøbak haben eine fantastische Aussicht auf den Oslofjord, den man auch mit Vergnügungsdampfern oder Fähren befahren kann. Eine dieser Fähren verbindet Drøbak mit der Festungsinsel Oscarsborg, die ab dem 17. Jahrhundert errichtet wurde. Auch Drøbak selbst hat einige Sehenswürdigkeiten. Beispielsweise das Follo Museum, ein Freilichtmuseum, dass alte historische Häuser, Gebäude und eine Schule für Besucher zugänglich macht. Des weiteren gibt es das Kroketønna Museum. Dabei handelt es sich um ein Bootsverein, der Schiffsmotoren und andere außergewöhnliche maritime Ausstellungsstücke ausstellt. Aufgrund ihrer Innenausstattung im Rokokostil ist die Drøbakkirke ebenfalls einen Besuch wert. Dies sind aber nur einige Anlaufstellen die Drøbak interessant machen. Neben Kultur und Geschichte der Stadt, kommt das shoppen nicht zu kurz. In dem Einkaufszentrum Drøbak City laden zahlreiche Fachgeschäfte zu einem Einkaufsbummel ein und der Hunger wird in einer der grandios gelegenen Restaurants am Fjord gestillt.

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The Carve

Barcode Projekt, The Carve (rechts), Wikipedia, Helge Høifødt 2012

Barcode Projekt, The Carve (rechts), Wikipedia, Helge Høifødt 2012

In der Nähe des Osloer Hauptbahnhofes liegt das neue Bar-Code-Projekt. Auf sechs Flächen, die wie ein Supermarkt-Strichcode parallel angeordnet sind, entstehen individuell gestaltete Hochhäuser, die sich deutlich voneinander unterscheiden, jedoch alle . Eines dieser Gebäude ist „The Carve“.

„The Carve“ liegt inmitten des Bauprojektes und beherbergt im unteren Teil Büros, und im oberen Teil Wohnungseinheiten, sowie eine außergewöhnliche und charakteristische Terrasse, die sich in der oberen Mitte des Bauwerkes befindet. Ein zentrales Merkmal des Projektes ist es gewesen, Wohnraum und Gewerbe mit einem gemeinsamen Aufenthaltsort in einem Gebäude zu vereinen. Dies zeigt sich durch die Wahl des Materials, der Fassade, der Anordnung und Gestaltung der Fenster und anderen Details, die zusammen ein einheitliches Gesamtbild abgeben. Die acht untersten Etagen bilden die Zentrale der international agierenden norwegischen Bank DnB. Die Büros sind offen und es gibt nur wenige Einzelbüros. Ein Teil ist unterirdisch und mit den beiden westlich gelegenen Gebäuden verbunden.

Damit alle Wohnungen in “The Carve” mit möglichst viel Tageslicht und einer tollen Aussicht versorgt werden, liegen die 41 Wohnungen mit Blick auf die Stadt oder Fjord und haben eine Terrasse. In der 9. Etage von „The Carve“ beginnt der wohl außergewöhnlichste Teil des Gebäudes. Über 4 Etagen ist das Gebäude ausgehöhlt und eine über 1000 m² große Terrasse bietet allen Bewohnern und Mitarbeitern von „ The Carve“ Zugang. Der große Dachgarten dient ebenfalls als natürlicher Übergang zwischen den Wohnungen und dem kommerziellen Teil des Gebäudes. “The Carve” erhielt zudem einen Preis in der Kategorie “Mixed-Used Architecture” bei den European Property Awards in London. Es wurde von dem norwegischen Architektbüro A-Lab entwickelt und ist ein untraditionelles Gebäude sowohl in Bezug auf Design und Inhalt. Das 15-stöckige Bauwerk hat eine Grundfläche von nur 21×105 Metern. Es liegt im Stadtteil Bjørvika in der Dronning Eufemias gate 32-34. Der Bauherr ist die Oslo S Utvikling AS.

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