Film: O’Horten

O’Horten ist ein norwegischer Film von Regisseur Bent Hamer. Entstanden ist der bewegende Film im Jahr 2007 und erzählt die Geschichte des passionierten Lokführers Odd Horten.

 

Die Handlung des Films „O’Horten“ ist schnell erzählt.  Odd Horten ist ein älterer Mann. Seit 40 Jahren steht er im Dienst der Norwegischen Staatsbahn und soll bald seine Pension antreten. Doch für Odd ist das nicht so leicht. Zu groß ist seine Angst, den gewohnten Tagesrhythmus zu verlieren. Kurz vor dem Ende seiner Dienstzeit wird Odd Horten feierlich mit der „Silbernen Lokomotive“ geehrt. Der sonst eher zurückgezogen lebende Lokführer lässt sich gar anschließend ausnahmsweise zu einer Feierei mit Kollegen überreden, doch das ist leichter gesagt als getan. Denn Horten scheitert schon allein am Erreichen des Partyortes. Denn um dorthin zu gelangen, müsste er klingeln – doch die Klingel funktioniert nicht. Nach einigem hin und her entschließt er sich über das angrenzende Baugerüst zur Wohnung hinauf zu klettern, macht dabei aber die Bekanntschaft eines kleinen Junger, der in einer anderen Wohnung wohnt. Dieser bittet ihn darum, bei ihm zu bleiben, bis er eingeschlafen ist – mit ungeahnten Folgen. Denn Horten schläft selbst ein und verpasst am darauffolgenden Tag zum allerersten Mal seinen Zug sehr zur Verwunderung seiner Arbeitskollegen.

Als dann auch noch seine Pensionierung endgültig durch ist, gerät Odd Hortens Leben vollkommen aus dem Ruder, denn er weiß nicht so recht, was er mit seiner neuen Zeit anfangen soll. Als er eines Tages auf den Straßen der Stadt Trygve kennenlernt, der vermeintlich obdachlos ist, freundet er sich mit diesem an, nur um ihn dann aufgrund eines Herzinfarktes zu verlieren. Vorher hat Trygve ihm jedoch erzählt, dass es in seiner Familie die Tradition des Skispringens gibt. Diese möchte nun Horten fortführen in Erinnerung an seinen Freund und um seinen Mut zu beweisen. Als es ihm schließlich tatsächlich gelingt, ist er wie von einer Last befreit und blickt hoffnungsfroh einem neuen Leben entgegen.

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Olympische Anlagen in Lillehammer

Håkons Hall Lillehammer

Håkons Hall Lillehammer

Von insgesamt zehn, befinden sich zwei olympische Anlagen in Lillehammer. Die übrigen Anlagen sind jedoch ebenfalls rund um den See Mjøsa verteilt und zwar in Hamar, Gjøvik und etwas außerhalb von Lillehammer. Die olympischen Winterspiele 1994 in Lillehammer waren ein Fest der Freude. Kritiker waren von der guten Stimmung und der Freundlichkeit der Norweger begeistert.

Als Skisprungschanze diente zu den olympischen Winterspielen 1994 der extra für dieses Ereignis erbaute Lysgårdsbakken. Die Schanze wurde direkt am Abhang eines Berges gebaut und fügt sich somit nahtlos in das Stadtbild und die Landschaft Lillehammers ein und ist von sehr vielen Punkten der Stadt aus zu sehen.

Lysgårdbakken

Lysgårdbakken

Die Lysgårdsbakken Sprunganlage ist eine moderne Sprungschanze. Fertiggestellt wurde sie bereits 1992 und besteht aus einer großen und einer kleinen Schanze, beziehungsweise aus einer HS138 und einer HS100. HS bedeutet Hillsize und die Einheit der Zahl ist Meter. Die Kapazität der Zuschauer liegt bei 35.000. Die Kosten für den Bau beliefen sich auf etwa 97 Millionen Norwegische Kronen. Außerhalb der Saison lässt sich die Schanze besichtigen und in einem Souvenir Shop das entsprechende Andenken dazu erwerben. Auch die originale olympische Fackel wurde wieder aufgebaut.

Nur wenige hundert Meter von der Sprungschanze entfernt steht die Håkon Halle. Sie war die Hauptarena für die Eishockeyspiele und die größere neben der in Gjøvik. Außerdem fanden die Eröffnungs- und Abschlussfeier der Paralympics in der Håkon Halle statt. Sie wurde 1993 fertiggestellt und bietet Platz für insgesamt 10.500 Zuschauer. Die Bauweise des Gebäudes erinnert etwas an einen Eisberg im Meer. Circa Zweidrittel der Halle liegen unter der Erde. Die  von außen ersichtliche Größe lässt das gesamte ausmaß also nicht erahnen. Heute findet die Håkon Halle für die unterschiedlichsten Veranstaltungen eine Verwendung. Sie zählt zu den flexibelsten ihrer Art und lädt zu Sport-, Kultur- oder Kommerziellen Veranstaltungen ein. Wie auch die Sprungschanze lässt sich dieser ehemalige Austragungsort der olympischen Winterspiele von 1994 besichtigen. Neben der „einfachen“ Halle liegt auch hier Norwegens Olympisches Museum in dem sich die olympische Geschichte seit 1896 bis heute erleben lässt.

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