Film: O’Horten

O’Horten ist ein norwegischer Film von Regisseur Bent Hamer. Entstanden ist der bewegende Film im Jahr 2007 und erzählt die Geschichte des passionierten Lokführers Odd Horten.

 

Die Handlung des Films „O’Horten“ ist schnell erzählt.  Odd Horten ist ein älterer Mann. Seit 40 Jahren steht er im Dienst der Norwegischen Staatsbahn und soll bald seine Pension antreten. Doch für Odd ist das nicht so leicht. Zu groß ist seine Angst, den gewohnten Tagesrhythmus zu verlieren. Kurz vor dem Ende seiner Dienstzeit wird Odd Horten feierlich mit der „Silbernen Lokomotive“ geehrt. Der sonst eher zurückgezogen lebende Lokführer lässt sich gar anschließend ausnahmsweise zu einer Feierei mit Kollegen überreden, doch das ist leichter gesagt als getan. Denn Horten scheitert schon allein am Erreichen des Partyortes. Denn um dorthin zu gelangen, müsste er klingeln – doch die Klingel funktioniert nicht. Nach einigem hin und her entschließt er sich über das angrenzende Baugerüst zur Wohnung hinauf zu klettern, macht dabei aber die Bekanntschaft eines kleinen Junger, der in einer anderen Wohnung wohnt. Dieser bittet ihn darum, bei ihm zu bleiben, bis er eingeschlafen ist – mit ungeahnten Folgen. Denn Horten schläft selbst ein und verpasst am darauffolgenden Tag zum allerersten Mal seinen Zug sehr zur Verwunderung seiner Arbeitskollegen.

Als dann auch noch seine Pensionierung endgültig durch ist, gerät Odd Hortens Leben vollkommen aus dem Ruder, denn er weiß nicht so recht, was er mit seiner neuen Zeit anfangen soll. Als er eines Tages auf den Straßen der Stadt Trygve kennenlernt, der vermeintlich obdachlos ist, freundet er sich mit diesem an, nur um ihn dann aufgrund eines Herzinfarktes zu verlieren. Vorher hat Trygve ihm jedoch erzählt, dass es in seiner Familie die Tradition des Skispringens gibt. Diese möchte nun Horten fortführen in Erinnerung an seinen Freund und um seinen Mut zu beweisen. Als es ihm schließlich tatsächlich gelingt, ist er wie von einer Last befreit und blickt hoffnungsfroh einem neuen Leben entgegen.

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Das Norwegische Filmfestival in Haugesund

Jedes Jahr Mitte August wird an der wunderschönen Küstenstadt Haugesund Das Norwegische Filmfestival in Haugesund veranstaltet. Das Festival ist eine Aktiengesellschaft, deren Eigentümer sich aus Filmunternehmen, Kinos, der Kommune Haugesund und Rogaland zusammensetzen.

Das Norwegische Filmfestival in Haugesund fand 2013 zum 41. Mal statt. Doch Haugesund ist nicht der Austragungsort der ersten Stunde. Die Gründung fand 1973 statt und zunächst diente Drøbak, eine kleine beschauliche, aber sehr gemütliche Stadt am Oslofjord, als Ort des Geschehens. Erst 1984 wurde es nach Haugesund verlegt. Nur ein Jahr später wurde Norwegens Pendant zum Oscar initiiert – Der Amanda Award. Vielleicht ist der Oscar da etwas zu hoch gegriffen, aber der Amanda Award ist zumindest Norwegens größter und wichtigster Filmpreis, der ebenfalls jährlich während des Filmfestivals in Haugesund verliehen wird. Den Award hat der norwegische Bildhauer Kristian Kvakland erschaffen. Herr Kvakland wurde 1927 geboren und hat seine Ausbildung an der staatlichen Handwerks- und Kunstakademie in Oslo und an der staatlichen Kunstakademie absolviert. Einer der Gewinnerfilme des Awardes war 2013 unter anderem Kon Tiki.

Welche Filme gezeigt werden, entscheidet zum einen der Programmchef Håkon Skogrand: Die Filme werden nach ihrer künstlerischen Wertigkeit ausgewählt. Das Festival kooperiert sehr eng mit den Norwegischen und Skandinavischen Verleihern und zusammen mit ihnen werden die Filme ausgewählt, welche präsentiert und gezeigt werden. Idealerweise sollen die Filme norwegische Produktionen sein. Doch es werden auch eine limitierte Anzahl an Filmen gezeigt, von denen man annimmt, dass sie für das norwegische und skandinavische Publikum interessant sind. Wann immer es möglich ist, soll diese Auswahl jedoch von skandinavischen Verleihern vertrieben werden.

Der Norwegische Kronprinz Håkon ist der Schirmherr des Filmfestivals. Ehrenvorsitzende ist die  in Tokio geborene norwegische Schauspielerin Liv Ullmann. Sie engagiert sich aber nicht nur in ihrer Heimat Norwegen, sondern auch in Deutschland und zwar bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck. Auch hier ist sie Ehrenvorsitzende.

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