Hamn i Senja – eine Perle in Nordnorwegen

Hamn i SenjaDie Insel Senja in der Provinz Troms hat eine Menge zu bieten. Unter anderem findet ihr hier den alten Fischerort Hamn i Senja mit seiner spektakulären Lage zwischen Fjord und Fjell, einem eigenen Schärengarten, der gerade zur Zeit der Mitternachtssonne ein beliebtes Fotomotiv ist, und den historischen Kaianlagen. Seine Blütezeit hatte der Ort im 19. Jahrhundert, heute lebt er vom Tourismus. Freizeitangebote wie Rafting, Fjordsafari, Angel- und Bergtouren, Vermietung von Kajaks und Fahrrädern und vieles mehr warten auf euch…

Hamn i Senja wurde zu Beginn des 17. Jahrhundert erstmalig urkundlich erwähnt, aber erst 1881 wurde die Siedlung zum Fischerdorf und Handelsplatz, nachdem der Kaufmann Adolf Lund das Kommando übernahm. 1896 kaufte er den Ort. Unter ihm wurden sämtliche Gebäude errichtet, die zu einem anständigen Handelsort gehören wie eine Bäckerei, ein Gemischtwarenladen, Rorbuer für die Fischer, Ställe und ein Gemeindehaus. Seit 1874 gab es eine Post, ab 1896 Telefon.

Im Sommer 1869 fand ein Einwohner des Dorfes Nickelerz in seinem Garten. Die Rechte zum Abbau des Bodenschatzes wurden an den Waliser Henry Hussey Vivian verkauft, der hier eine Grube von 1872 bis 1886 betrieb. Danach wurde der Abbau eingestellt, da er nicht mehr rentabel war. Insgesamt wurden in diesen 14 Jahren über 100.000 Tonnen Nickelerz gefördert, was einen Reingewinn von damals 3,7 Millionen Kronen entsprach.
Das Bergwerk galt als eines der größten und modernsten im Land. Der Betreiber lies 1877 eine Kirche bauen, später kamen noch eine Schule und eine Arztpraxis hinzu.

Hamn i Senja

Schärengarten von Hamn i Senja

Die Fjorde an der Nordküste Senjas waren insbesondere im 19. Jahrhundert voll mit Fischen und ein guter Platz für die Sommerfischerei. In Hamn i Senja betrieb der Kaufmann Lund eine Fischfabrik, in der die Fischer ihren Fang abliefern konnten. Diese wurde bis zum Jahre 1990 in Betrieb gehalten und galt jahrelang als eine der größten Nordnorwegens. Die Umstrukturierungsmaßnahmen in der Fischereibranche und der Rückgang der Fangmenge bedingten die Schließung. Es musste sich nach einer anderen Einnahmequelle umgeschaut werden.

Seit 1994, nachdem der Ort von der Familie Fredriksen aufgekauft wurde, wird er als Urlaubs- Tagungs- und Aktivitätsort vermarktet. Schon 1995 wurde Hamn zum Reiseort des Jahres gekürt, 2011 wählte Innovation Norway das Dorf unter die 25 attraktivsten Reiseziele Norwegens. Eine freundliche Behandlung der Gäste, eine gute lokale Küche, diverse Sport- und Freizeitangebote machen Hamn i Senja aus.

 

Weitere Infos:

www.hamnisenja.no
www.facebook.com/hamnisenja

 

 

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Trampe - ein Fahrradfahrstuhl in Trondheim

Trampe TrondheimDie Trampe – ein Fahrradfahrstuhl in Trondheim, ist die erste ihrer Art und sicher nicht das, was man sich unter einem gewöhnlichen Fahrstuhl vorstellt.

In hügeligen Städten ist der Fahrradverkehr in der Regel niedrig. Dass in der drittgrößten norwegischen Stadt Trondheim trotz vieler Hügel eine große Zahl von Menschen mit dem Rad unterwegs ist, liegt unter anderem am Fahrradlift Trampe. Der Lift ist seit 1993 in Betrieb und absolviert durchschnittlich 20 bis 30.000 Fahrten pro Jahr. Der 130 Meter lange Lift befördert die Radfahrer mit einer Geschwindigkeit von 2 Metern pro Sekunde nach oben und hat eine Kapazität von 300 Radfahrern pro Stunde, alle 12 Sekunden kann der nächste Radfahrer starten. Bisher hat es noch keinen einzigen Unfall gegeben.

Dieser Lift fügt sich ohne große Bauten ins Stadtbild ein, da er nur aus einer kleinen Tal- und Bergstation, sowie einer Schiene am Straßenrand einer Steilstrecke besteht. Entlang der Schiene wird eine Fußplatte gezogen, die an eine Starthilfe für Sprinter auf dem Sportplatz erinnert, auf der man sich mit dem rechten Fuß abstützt. Diese Platte drückt dann den Fahrer mit dem Fahrrad in einer angemessenen Geschwindigkeit die Steigung hinauf. Dieses System soll sich jedoch nur für kurze Strecken eignen, da das Bein sonst zu stark belastet wird.

Dieser Lift und millionenschwere Investitionen in Radverkehrswege und -infrastrukturen haben dafür gesorgt, dass von den 30000 Studenten in Trondheim 90% ihr Fahrrad als Hauptverkehrsmittel nutzen.

Aufgrund neuer Sicherheitsbestimmungen, wurde im Herbst 2012 und Frühling 2013 die Trampe ausgetauscht. Finanziert wurde der Austausch durch das Miljøpakken, einem Zusammenschluss der Kommune Trondheim, dem Verkehrsministerium und der Kommune Sør-Trøndelag. Grob zusammengefasst ist das Ziel des Miljøpakken, den CO2-Austoß zu verringern und unter Anderem, bessere Fahrradwege zur Verfügung zustellen. Die Trampe, vor der Erneuerung, wurde von der Kommune Trondheim und dem Verkehrsministerium finanziert.

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