Henningsvær – Fischerdorf auf den Lofoten

HenningsværHenningsvær ist ein aktives Fischerdorf auf den Lofoten, das über mehrere kleine Inseln verteilt im Vestfjord zu finden ist. Die natürlichen Bedingungen ließen den Ort zu einem wichtigen Anlaufspunkt für die Lofot– Fischerei werden, wodurch im 19. Jahrhundert der große Aufschwung Einzug hielt. Auch heute noch ist die Fischerei der größte Arbeitgeber, gefolgt vom Tourismus…

Henningsvær breitet sich im Großen und Ganzen über die beiden kleinen Inseln Heimøy und Hellandsøy aus. Diese liegen südwestlich der Lofoten– Insel Austvågøy in der Kommune Vågan (Nordland). Der Abstand zu Svolvær, dem Hauptort der Lofoten, beträgt 26 km.

Als 1769 die erste Volkszählung in Norwegen stattfand, hatte der Ort gerade einmal vier feste Bewohner. Gegen Ende des 19. Jahrhundert zählte Henningsvær bereits zu einem der wichtigsten Fischerdörfer der Lofoten. Die dichte Lage zu den Fischgründen begünstigte das Wachstum des Ortes. Aber die Einwohner waren abhängig vom Fischbestand. Dementsprechend gab es gute und schlechte Jahre. 1934 wurden die beiden Inseln durch eine Mole verbunden, die einen guten Hafen für Fischerboote bedingte. Damit wurde Henningsvær zum dominierenden Fischerort des Inselarchipels. In den 1950er Jahren lebten über 1.000 Menschen im Dorf. Der Rückgang der Fangquoten und die Strukturänderungen in der Lofot– Fischerei führten auch hier zu einem ökonomischen Einbruch. Seit den 1990er Jahren nimmt die Bevölkerungszahl stetig ab und hat sich auf derzeit ca. 500 Personen eingependelt.

1983 wurde Henningsvær durch eine Brücke mit der großen Nachbarinsel Austvågøy verbunden. Diese eröffnete neue Möglichkeiten, da es jetzt auch für Touristen einfacher war, den Ort zu erreichen. Die Bedeutung als Reiseziel nahm seitdem kontinuierlich zu und ist heute das zweite Standbein neben der Fischerei. Henningsvær hat mehrere Hotels, Rorbuer, die an Touristen vermietet werden, Restaurants und Galerien.

Die Jahreszeiten prägen das Leben in Norwegen je nördlicher man kommt. Die Unterschiede sind groß und der Kontrast zwischen Mitternachtssonne im Sommer und der dunklen Zeit im Winter beeindruckt viele. Am 06.01. kommt nach einem Monat Dunkelheit die Sonne wieder zurück nach Henningsvær. Die Fischereisaison beginnt im Februar und dauert bis Ende April an. Dann ist der Hafen des Ortes voll mit Fischerbooten, die hier zu Gast sind. Im Juli ist Hochsaison für den Tourismus, die Zeit der Mitternachtssonne ist da.

 

Weitere Infos unter:

www.henningsvar.com

 

 

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Hinterlasse eine Antwort

Geiranger und Geirangerfjord

Trollstigen

Geiranger ist ein kleines Naturverbundenes Dörfchen am Ende des Geirangerfjordes. Der Geirangerfjord ist als das Juwel unter den norwegischen Fjorden bekannt. Mit seiner charakteristischen S-Form, den tief aus dem Gebirge herabstürzenden Wasserfällen und verlassenen Berghöfen wurde er in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Geiranger und seine Umgebung eignet sich sehr gut zum Wandern. Es gibt zahlreiche gut markierte Wanderwege, die am Geirangerfjord vorbei führen und einem einen einzigartigen Blick auf den Fjord gewähren. Gerade die Mischung aus Fjord und Gebirge machen eine Reise nach Geiranger zu einem besonderen Erlebnis.

Geirangerfjord

Geiranger, umgeben von direkt am Wasser gelegenen Campingplätzen, Holzhütten, Caravanparks, führt ein Doppelleben. Im Sommer bis in den frühen Herbst ist es das reinste Babylon – neuerdings hört man neben Englisch, Deutsch, Niederländisch, Französisch, Italienisch und Japanisch auch Lettisch, Litauisch, Tschechisch, Russisch, ja, sogar mal Hindi. Doch im Winter wird der Ort von fast allen Touristen gemieden. Die meisten Einwohner fliehen vor Kälte, Einsamkeit und Finsternis in die Städte. Geiranger verpuppt sich zur Geisterstadt. Bis der Tourismus ab Mai wieder zu brummen beginnt, Busse und Wohnmobile die Bergstraßen verstopfen und Motorradfahrer die Serpentinstraßen entlang fahren.

Einer der Höhepunkte, erreichbar nur über eine mautpflichtigen Straße, ist der Aussichtsgipfel Dalsnibba, anderthalbtausend Meter hoch. Von hier aus erschließt sich die Berg- und Fjordwelt dem Betrachter wie ein 360-Grad-Gemälde in 3-D. Vom Gipfel reicht der Blick bis tief ins Geirangerdal und bis zum Fjord. Die Aussicht ist wirklich beeindruckend. Man sieht in welch einzigartiger Lage Geiranger und der Fjord zwischen den Gebirgsmassiven eingebettet sind. In Geiranger ankern die Kreuzfahrtschiffe und die Passagiere werden dann mit kleinen Booten an Land gebracht. In der Hauptsaison können durchaus bis zu fünf Schiffe in Geiranger vor Anker liegen. Geiranger ist dann leider völlig überlaufen und ein Besuch der Sehenswürdigkeiten wird schwierig, denn die Touristen der Kreuzfahrtschiffe werden im “Fünfminutentakt” mit großen Reisebussen zu den Aussichtspunkten gefahren.

Geiranger

Wer das kleine Örtchen genießen möchte, sollte in der Vorsaison nach Geiranger fahren. Geiranger ist dann gerade aus dem Winterschlaf erwacht, die Bergspitzen sind noch verschneit, die Wasserfälle bekommen noch reichlich Wasser und sehen am schönsten aus.

© 2002 - 2017 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved