Holmenkollen Skisprungschanze

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Es ist eine der modernsten ihrer Art und das Herz der norwegischen Skihistorie: Die Holmenkollen Skisprungschanze, oder auch einfach nur „Holmenkollen“. Ihren Namen verdankt die Schanze ihrer Lage. Denn genau genommen heißt nur der Berg auf dem sie steht Holmenkollen. Über die Jahre sind diese beiden Feinheiten miteinander verschmolzen und auch einheimische meinen, wenn sie vom „Holmenkollen“ sprechen, in der Regel die Skisprungschanze.

1892 wurde die erste Schanze gebaut und danach ganze 18 Mal umgebaut – oder sogar neu gebaut.  Der letzte Neubau fand von 2009 bis 2010 statt.

Die Anlage ist eine beliebte Touristenattraktion, denn Besucher haben nicht nur die Möglichkeit sich das Skimuseum im Fuße der Sprungschanze anzuschauen, sondern auch die Turmspitze zu „erklimmen“. Die Besucher durchlaufen zunächst das Museum, welches während des Schanzenneubaus ebenfalls erneuert wurde. Es enthält viele außergewöhnliche und alte Exponate der norwegischen Skigeschichte und geht dabei auf die Königsfamilie und natürlich auf die Geschichte der Sprungschanze ein. Beim Bau des Museums wurde überwiegend Holz, Glas und Stein verwendet und es passt sich somit nahtlos der umliegenden Landschaft an. Wer nun genug von der Skigeschichte Norwegens hat und hoch hinaus möchte, der kann sich nun mit dem Fahrstuhl auf den fast höchsten Punkt der norwegischen Hauptstadt begeben.

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Wenn die Türen erst einmal geschlossen sind und sich dieser besondere Lift in Bewegung setzt, wird man feststellen, dass es samt Lift den ganzen Weg diagonal an der Skischanze nach oben geht. Der Ausblick vom Dach der Schanze, in etwa 60 Meter Höhe, ist einzigartig und bietet eine grandiose uneingeschränkte Aussicht auf Oslo und seinen Fjord.

Der Holmenkollen lässt sich leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Vom Nationaltheater in der Karl Johans Gate dauert es ca. 30 Minuten mit der U-Bahn, wobei die Schienen größtenteils oberirdisch verlaufen. Das U-Bahn Ticket kostet umgerechnet etwa 6 EUR. Der Eintritt ins Museum, inkl. Turmspitze,  etwa 12 EUR.  Für einen Ausflug auf den Holmenkollen kann man gut einen halben Tag einplanen. Es gibt im Umkreis viel zu entdecken. Unter Anderem ein traditionsreiches Restaurant, natürlich mit dem Namen „Holmenkollen“, und das Biathlon-Areal.

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Jostedalsbreen - der größte Gletscher Norwegens

Jostedalsbreen

Jostedalsbreen, Foto: welt.de

Der Jostedalsbreen ist nicht nur Norwegens größter Gletscher sondern auch der größte auf dem europäischen Festland. Der Hauptgletscher bedeckt eine Fläche von 415 km² und ist eine der meistbesuchtesten Naturattraktionen in der Provinz Sogn og Fjordane. Spektakuläre Gletscherwanderungen, Eisklettern, Kajaktouren auf den Gletscherseen und zwei Nationalparks ziehen tausende von Touristen an…

Der Jostedalsbreen ist kein Überbleibsel aus der letzten Eiszeit. Das älteste Eis im Gletscher ist heute gerade 1.000 – 2.000 Jahre alt. Zahlreiche Gletscherzungen verzweigen sich beiderseits des Hauptgletschers. Die längste seiner Zungen ist mit 15 km der Tunsbergdalsbreen. An seinen dicksten Stellen ist der Jostedalsbreen 500 – 600 m dick. Seine größte Ausdehnung beträgt ca. 100 km. Der eigentliche Jostedalsbreen erstreckt sich zwischen Lodalskåpa und Jostefonn. Rechnet man alle Gletscherzungen und die durch das Schmelzen inzwischen vom Hauptgletscher isolierten Gletscher der Umgebung hinzu, bedeckt das Eis eine Fläche von rund 800 km².

Nigardsbreen

Jostedalsbreen, hier der Seitenarm Nigardsbreen
Foto: welt.de

Es gibt viele Übergänge über den Gletscher, die schon in früheren Zeiten relativ hoch frequentiert waren. Sie bildeten die kürzeste Verbindung zwischen den Ortschaften am Nordfjord und denen in Sogn.

In den 1960er Jahren verringerte sich die Fläche des Gletschers stark, wuchs aber wegen kalter Winter mit großen Niederschlagsmengen zwischen 1988 und 1995 wieder an. Seit 2000 schmelzen die Zungen erneut, und das Volumen des Jostedalsbreen hat schon deutlich abgenommen.

Der Nationalpark wurde im Oktober 1991 eröffnet und schützt die Umgebung des Gletschers und den Gletscher selbst. Mit einer Fläche von 1.310 km² gehört er zu den größten des Landes. Fast angrenzend findet ihr den Breheimen– Nationalpark, den es seit 1995 gibt. Drei Besucherzentren sind in dem Gebiet zu finden und geben Auskunft über die Geschichte und Entwicklung des Eises und die vielen Möglichkeiten an Outdoor- Aktivitäten, die das Jostedal bietet – das Breheimsentret im Jostedal, das Jostedalsbreen– Nationalparkcenter in Stryn und das Norsk Bremuseum (Norwegisches Gletschermuseum) in Fjærland.

 

Weitere Infos:
www.jostedal.com
www.nasjonalparkstyre.no

 

 

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