Kirkenes – der Wendepunkt der Hurtigruten

Kirkenes Hafen

Ein Schiff der Hurtigruten im Hafen von Kirkenes
Foto: ww.hurtigruten.com

Kirkenes erlangte Berühmtheit als Wendepunkt der klassischen Hurtigruten– Reise. Die kleine Stadt an der Barentssee liegt nur 10 km von der russischen und 35 km von der finnischen Grenze entfernt und wird deshalb auch das Tor nach Osten genannt…

Kirkenes ist die Hauptstadt der Kommune Sør-Varanger, die im äußersten Nordosten der Finnmark zu finden ist. Der Ort liegt auf der Außenseite der Kirkenes-Halbinsel mit dem Langfjord im Westen und den Bøkfjord im Osten. Die Stadt hat rund 3.600 Einwohner, 10% der Bevölkerung sind Russen. Erst 1998 erlangte Kirkenes den Stadtstatus.
Nachdem im Jahre 1862 eine Kirche auf die Landzunge zwischen Langfjord und Bøkfjord gebaut wurde, wurde der Ort Kirkenes genannt. Ab 1906 begann nach der Entdeckung von Erzvorkommen in der Nähe der Bergbau, und Kirkenes wuchs schnell zum wichtigsten Industriestandort und Erzhafen der Region. Im II. Weltkrieg wurde die Siedlung komplett durch Bombenangriffe zerstört. Die Menschen der Region überlebten in den Minenschächten und wurden im Oktober 1944 von russischen Truppen befreit.
Nach dem Krieg wurde der Bergbau wieder aufgenommen. Er ist auch heute noch ein wichtiges Standbein für die Kommune. Daneben sind der Tourismus und der Handel von Waren und Dienstleistungen mit Russland die wichtigsten Einnahmequellen.

Vor Kirkenes

Vor Kirkenes, Foto: K.M. Fantasy World

Mitten in der Stadt sind zwei Monumente, die nach dem II. Weltkrieg errichtet wurden, zu sehen – das Russemonumentet (Russendenkmal) und das Krigsmødremonumentet (Kriegsmutterdenkmal).
An jedem letzten Donnerstag im Monat findet der Russenmarkt statt. Um einen guten Überblick auf Kirkenes, den Varangerfjord und die Umgebung zu bekommen, lohnt sich die Wanderung zum Prestefjell vor den Toren der Stadt. Einen Besuch wert ist auch der Grense Jakobselv genannte Grenzposten östlich von Kirkenes. Das Grenseland– Museum mit festen und wechselnden Ausstellungen über die Geschichte, Kultur und Entwicklung der Grenzregion hält täglich die Türen für Besucher offen.
Im Winter werden Rentier-, Hundeschlitten – und Schneemobilsafaris angeboten. Das Nordlicht kann von September bis März beobachtet werden, aber es gibt hier keine Garantie dafür. Auch das Eisangeln ist ein Erlebnis. Im Sommer lädt die herrliche Natur der Umgebung zum Wandern ein. Die Mitternachtssonne kann in Kirkenes vom 15. Mai bis zum 28. Juli erlebt werden, die Polarnacht dauert vom 27. November bis zum 16. Januar an.

 

Weitere Infos:
www.kirkenesinfo.no

 

 

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Dronningruta - Die schönste Tour Norwegens

Dronningruta

Wegweiser zwischen Mælen und Finngamheia,
Foto: M. Jürgensen

Das fanden jedenfalls das Magazin Friluftsliv und dessen Leser, der Friluftrådets Landsforbund, Statskog, Helsport und Godtur.no.
Im Herbst 2012 wurde von diesen die schönste Tour Norwegens gewählt. Die Dronningruta war eine von zehn nominierten Touren – unter anderem Kjerag, vom Nordberg Fort nach Lista Fyr, Mørkgonga (Oslomarka), Fuglhuken (Lofoten) und die Trollzunge.
Die Dronningruta hat gewonnen…

 

Im Jahre 1994 wurde die Tour von Königin Sonja bewältigt. Sie war so begeistert, dass sie seitdem jedes Jahr für ein paar Tage zum Wandern auf die Vesterålen fährt. Nachdem sie den Weg gegangen war, erhielt dieser den Namen “Dronningruta” (Königinnenweg).

Die Dronningruta befindet sich in der Kommune Øksnes an der Nordspitze von Langøya (Vesterålen). Die Tour ist ein ca. 15 km langer Rundwanderweg zwischen den Dörfern Nyksund und Stø.
Unterwegs findet man alles, was die Vesterålen ausmacht – eine atemberaubende Küstenlinie entlang des Atlantiks, unberührte Sandstrände, kleine, gemütliche Fischerdörfer, abwechslungsreiche Landschaft und natürlich spektakuläre Berge mit fantastischem Panoramablick.

Karte Dronningruta

Karte Dronningruta
Quelle: Vesterålen turlag

Von Stø folgt man der Küstenlinie in südwestlicher Richtung nach Nyksund vorbei an Skipssanden und gelangt nach ca. 1,5 Stunden ins Langvarddahlen. Hier beginnt der Aufstieg zur Finngamheia (440 m). Dort angekommen, wendet man sich ostwärts und gelangt über die Nordseite des
Sørkulen (518 m), über den Kjølen (456 m) und die Kvalaksla zurück nach Stø. Wer möchte, kann die Tour natürlich auch in Nyksund beginnen.

Vorsicht mit den Höhenangaben!
Die Berge sind nicht sehr hoch, aber teilweise sehr steil. An einigen Stellen ist der Weg mit einem Tau gesichert.
Zudem startet man hier tatsächlich auf Niveau des Meeresspiegels.
Die Tour ist als rote Tour (also anspruchsvoll) ausgewiesen und dauert in etwa 5 – 8 Stunden. Der Weg ist ausgeschildert und durchgehend mit dem rotem “T” des Turlag markiert.

Auch die beiden Ausgangsorte sind einen Besuch wert. Stø ist ein kleines, charmantes und noch voll aktives Fischerdorf. Nyksund war fast ausgestorben, wurde wegen der schönen Landschaft und der fantastischen Lage von deutschen Studenten wiederendeckt und -aufgebaut. Auch heute noch hört man hier viel Deutsch. Inzwischen ist der Ort selbst zur Touristenattraktion geworden.
Sowohl in Nyksund als auch in Stø gibt es gastronomische Einrichtungen, Übernachtungs- und Campingmöglichkeiten.

Anfahrt
Auto von Sortland über den RV 820 Richtung Myre,
ab Frøskeland weiter über den RV 821 in Richtung Myre,
von Myre über den FV 935 nach Nyksund oder Stø
Bus Linienbus von Sortland nach Stø

Weitere Infos unter:
dronningruta.no

Übernachtungsmöglichkeiten unter:
www.nyksund.com
www.visitnorway.com/de/Ubernachtung/

Die für die Wahl nominierten Touren:
Norges fineste tur
 

 

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