Marte Wulff

In Norwegen ist im Laufe der Zeit eine rege Singer/Songwriter-Generation entstanden. Namen wie Thomas Dybdal und Susanne Sundfør sind allgegenwärtig. Doch auch Marte Wulff hat es in den norwegischen Pop-Olymp mit ihren locker, leichten Songs geschafft.

Die in Kristiansand geborene Marte Wulff schreibt all ihre Songs selbst. Mit ihrem ersten Album “Jacket” trumpfte sie in Norwegen auf und katapultierte sich sofort in die dortigen Charts. Die Lieder “Carousel of Love”, “Run” und “Lady” rotierten wochenlang im Radio und manifestierten sich als Ohrwurm in den Köpfen der Zuhörerschaft. Die Musik von Marte Wulff verbreitete sich so sehr und setzte sich so fest, dass sie es auch auf zahlreiche Compilations schaffte und auch Verwendung in Filmen fanden. Mit ihrem Album “Safety Pins” konnte sie an diesem Erfolg anknüpfen. Besonders berühmt ist aus Marte Wulffs zweitem Album vor allem der Track “Accident”, der ebenfalls in einer Dauer-Rotation gespielt wurde. Ihr drittes Album “Handler i selvforsvar” verfasste die Ausnahmekünstlerin Marte Wulff komplett in norwegischer Sprache, um “mehr authentisch” zu sein, wie sie in Interviews immer wieder verrät. Hin und wieder begleitet sich die Sängerin auch auf dem Piano, nicht ohne ihren anderen Musikern im Hintergrund Platz für ihre Instrumente zu lassen.

Zu Marte Wulffs größten Erfolgen gehören nicht nur die Gründung ihres eigenen Labels “It’s Definetely Records” auf dem ihre Platten erscheinen, sondern auch die Nominierung für den “Spellemannspris”. Dieser gilt in Norwegen als Äquivalent zum wichtigen Musikpreis Grammy.

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Das Norwegische Filmfestival in Haugesund

Jedes Jahr Mitte August wird an der wunderschönen Küstenstadt Haugesund Das Norwegische Filmfestival in Haugesund veranstaltet. Das Festival ist eine Aktiengesellschaft, deren Eigentümer sich aus Filmunternehmen, Kinos, der Kommune Haugesund und Rogaland zusammensetzen.

Das Norwegische Filmfestival in Haugesund fand 2013 zum 41. Mal statt. Doch Haugesund ist nicht der Austragungsort der ersten Stunde. Die Gründung fand 1973 statt und zunächst diente Drøbak, eine kleine beschauliche, aber sehr gemütliche Stadt am Oslofjord, als Ort des Geschehens. Erst 1984 wurde es nach Haugesund verlegt. Nur ein Jahr später wurde Norwegens Pendant zum Oscar initiiert – Der Amanda Award. Vielleicht ist der Oscar da etwas zu hoch gegriffen, aber der Amanda Award ist zumindest Norwegens größter und wichtigster Filmpreis, der ebenfalls jährlich während des Filmfestivals in Haugesund verliehen wird. Den Award hat der norwegische Bildhauer Kristian Kvakland erschaffen. Herr Kvakland wurde 1927 geboren und hat seine Ausbildung an der staatlichen Handwerks- und Kunstakademie in Oslo und an der staatlichen Kunstakademie absolviert. Einer der Gewinnerfilme des Awardes war 2013 unter anderem Kon Tiki.

Welche Filme gezeigt werden, entscheidet zum einen der Programmchef Håkon Skogrand: Die Filme werden nach ihrer künstlerischen Wertigkeit ausgewählt. Das Festival kooperiert sehr eng mit den Norwegischen und Skandinavischen Verleihern und zusammen mit ihnen werden die Filme ausgewählt, welche präsentiert und gezeigt werden. Idealerweise sollen die Filme norwegische Produktionen sein. Doch es werden auch eine limitierte Anzahl an Filmen gezeigt, von denen man annimmt, dass sie für das norwegische und skandinavische Publikum interessant sind. Wann immer es möglich ist, soll diese Auswahl jedoch von skandinavischen Verleihern vertrieben werden.

Der Norwegische Kronprinz Håkon ist der Schirmherr des Filmfestivals. Ehrenvorsitzende ist die  in Tokio geborene norwegische Schauspielerin Liv Ullmann. Sie engagiert sich aber nicht nur in ihrer Heimat Norwegen, sondern auch in Deutschland und zwar bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck. Auch hier ist sie Ehrenvorsitzende.

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