Marte Wulff

In Norwegen ist im Laufe der Zeit eine rege Singer/Songwriter-Generation entstanden. Namen wie Thomas Dybdal und Susanne Sundfør sind allgegenwärtig. Doch auch Marte Wulff hat es in den norwegischen Pop-Olymp mit ihren locker, leichten Songs geschafft.

Die in Kristiansand geborene Marte Wulff schreibt all ihre Songs selbst. Mit ihrem ersten Album “Jacket” trumpfte sie in Norwegen auf und katapultierte sich sofort in die dortigen Charts. Die Lieder “Carousel of Love”, “Run” und “Lady” rotierten wochenlang im Radio und manifestierten sich als Ohrwurm in den Köpfen der Zuhörerschaft. Die Musik von Marte Wulff verbreitete sich so sehr und setzte sich so fest, dass sie es auch auf zahlreiche Compilations schaffte und auch Verwendung in Filmen fanden. Mit ihrem Album “Safety Pins” konnte sie an diesem Erfolg anknüpfen. Besonders berühmt ist aus Marte Wulffs zweitem Album vor allem der Track “Accident”, der ebenfalls in einer Dauer-Rotation gespielt wurde. Ihr drittes Album “Handler i selvforsvar” verfasste die Ausnahmekünstlerin Marte Wulff komplett in norwegischer Sprache, um “mehr authentisch” zu sein, wie sie in Interviews immer wieder verrät. Hin und wieder begleitet sich die Sängerin auch auf dem Piano, nicht ohne ihren anderen Musikern im Hintergrund Platz für ihre Instrumente zu lassen.

Zu Marte Wulffs größten Erfolgen gehören nicht nur die Gründung ihres eigenen Labels “It’s Definetely Records” auf dem ihre Platten erscheinen, sondern auch die Nominierung für den “Spellemannspris”. Dieser gilt in Norwegen als Äquivalent zum wichtigen Musikpreis Grammy.

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Bærums verk

Bærums verk war ein Dorf, dass am westlichen Stadtrand von Oslo eine Eisenschmiede beherbergte. Das Dorf, besteht aus vielen kleineren und größeren Holzhäusern und wurde restauriert. Heute ist es eine kleines traditionelles Einkaufsdorf.
Das Dorf wurde 1641 an seinem aktuellen Standort gebaut und es war im 17. Jahrhundert der größte Eisenbetrieb in Norwegen.
1964 wurde die Schmiede geschlossen, jedoch hat eine Zimmermannswerkstatt weiterhin Türen hergestellt. In den 1980-er Jahren hat das Denkmalgeschützte Dorf einen Award für seine Architektur und die Restaurationsarbeiten bekommen. Dies war der Grundstein für ein kulturelles und von Handwerkskunst geprägtes Shoppingdorf.
Der König von Dänemark war von 1610 bis 1624 der Eigentümer des Dorfes. Anschließend hat das norwegische Eisenunternehmen das Dorf bis 1640 übernommen und hat es aufgrund einer Flut 1638 geschlossen. 1641 wurde der Niederländer Gabriel Marcelis der neue „Hausherr“ des Dorfes und zog damit zu dem heutigen Standort. Am neuen Standort wurden vor allem Nägel, Kanonen und Kanonenkugeln hergestellt.
Von 1664 an hat die Familie Krefting die Fabrik betrieben und haben sie zu der größten Norwegens ausgebaut. Für vier Jahre wurde sie dann von einer Holding Company betrieben bis Conrad Clausen 1773 mit 18 Jahren die Schlüssel für die Fabrik übergeben bekommen hat. Clausen starb jedoch schon im Alter von 31 Jahren nachdem er eine Handelsschule an dem Ort etabliert hat. Seine Frau hat daraufhin den Betrieb übernommen bevor dieser 1791 an Peder Anker verkauft hat. Anker wiedereröffnete eine der alten Minen und erneuerte die Straßen. 1840 übergab Peder Anker die Anlage an seinen Schwiegersohn Herman Wedel Jarlsberg bis er 1840 die Geschäfte an seinem Sohn Baron Harald Wedel Jarlsberg die Geschäfte vererbte. Harald war ein ausgebildeter Marine Offizier und war die letzte Person, die die Fabrik nach den alten Methoden betrieb. Für einige Zeit war er sogar Bürgermeister von Bærum.
1898 kooperierte Baron Jarlsberg mit Carl Otto Løvenskiold, der zu der Zeit ebenfalls Premierminister von Norwegen gewesen ist. Die Fabrik wurde später zu einer Limited Company und dies auch heute noch, trotz dessen, dass die Schmiede 1964 geschlossen wurde.
Unabhängig von all den Namenswechsel ist Bærums verk ein toller Ort für eine Besichtigung.

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