Mit dem Motorrad nach Norwegen

IMG_0093Mit dem Motorrad nach Norwegen – unter den Motorradfahrern, außerhalb der norwegischen Grenzen, ist es wohl eher ein Geheimtipp und ein exotisches Ziel. Denn bei der Planung einer Reise mit dem Motorrad spielt sicher auch das Wetter eine Rolle. Da Norwegen häufig mit dem Vorurteil kämpfen muss, es würde dort immer regnen und kalt sein, ist es nicht unbedingt die erste Wahl unter den Urlaubszielen und schon gar nicht mit dem Motorrad als Fortbewegungsmittel. Es ist einfach zu unsicher. Doch ist es nicht auch das, was den Reiz des Motorradfahrens ausmacht? Sich treiben lassen und nicht zu wissen was hinter der nächsten Kurve für ein Wetter ist? Gerade das kann Norwegen einem passionierten Motorradfahrer bieten – Kurven und Abenteuer. Und eine einzigartige Landschaft, an der man sich einfach nicht satt sehen kann. Gerade in der Motorradsaison, im Sommer.

Von Deutschland aus gibt es drei direkte Möglichkeiten um Norwegen mit dem Motorrad anzusteuern. Die erste ist die bequeme Variante: Man fährt nach Kiel und geht an Bord der Color Magic/Fantasy und bereist Norwegen über Nacht vom Wasser aus an. Oslo ist ein guter Ausgangspunkt für tägliche Expeditionen ins Hinterland oder für die Weiterreise in den Norden. IMG_0108

Die zweite Variante ist ein guter Mittelweg zwischen einem soliden und bequemen Motorradritt: Über Flensburg besteht die Möglichkeit, unseren Nachbarn Dänemark zu erreichen. Von dort aus bietet die Color Line eine überfahrt von Hirtshals nach Larvik oder von Hirtshals nach Kristiansand an. Die Überfahrten dauern ca. drei bis vier Stunden. In Kristiansand und Larvik bietet es sich an, auf einem der zahlreichen Campingplätze, zu übernachten. Viele haben kleine Hütten, die man sich mieten kann und es bleibt einem damit erspart viel Stauraum für Zelte, Kocher und weiterem Campingequipment zu opfern. Die weitere Reise kann je nach Geschmack und Vorliebe frei gestaltet werden. Es besteht die Auswahl zwischen Küste oder Landesinnere.

Die dritte Variante, ist die spannendste und wahrscheinlich härteste – der Landweg: wobei auch dieser Weg über das Wasser führt. Mit der Fähre geht es von Puttgarden aus nach Rødbyhavn. Von dort aus ist die attraktivste Weiterreise, die über Schweden. Nach einer etwa zweistündigen Landfahrt kann Schweden am kürzesten über die Öresundbrücke oder wieder per Fähre von Helsingør (Dänemark) nach Helsingborg (Schweden) erreicht werden.

Es ist zwar eine sehr lange Strecke, die aber eine gute Möglichkeit bietet, drei der skandinavischen Länder kennenzulernen.

Trollstigen Geiranger

Egal über welchen Weg man nun Norwegen erreicht hat, sollte jeder Motorradfahrer einmal zum Geirangerfjord. Aufgrund der Berge, sind die Straßen ein Traum für jeden Biker. Die Serpentinstraßen führen einen immer höher, zu einer immer schöneren Aussicht und die Freiheit auf dem Bike scheint grenzenlos.

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REMA 1000

Dem Deutschen sein Aldi ist dem Norweger sein REMA 1000. Rema 1000 ist DER Discounter in Norwegen. Es gibt zwar noch Kiwi und Rimi, die ebenfalls beliebt sind, sie kommen aber nicht an REMA 1000 heran. Etwa 700 Märkte von REMA 1000 gibt es in Norwegen, Schweden und Dänemark und sie alle verkaufen Produkte des täglichen Bedarfs.

REMA 1000 Logo

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Um noch einmal den Vergleich zu Aldi zu wagen, ist die Auswahl bei REMA 1000 jedoch wesentlich umfangreicher als bei Aldi. Je nach Saison gibt es Schneeschieber im Winter und Sonnenschirme im Sommer nicht nur in einer Angebotswoche, sondern ist für längere Zeit fester Bestandteil des Sortiments. Ebenso Büroartikel und Medien wie Blu-rays oder DVDs. Insgesamt wirkt REMA 1000 etwas freundlicher als das deutsche Pendant. Dabei ist Aldi sozusagen der Grundstein von REMA 1000 gewesen. Das Modell des deutschen Lebensmittelriesen galt als Vorbild für REMA 1000 und war der Impuls für die Eröffnung des ersten Geschäftes am 15. Februar 1979. Der Unternehmer Odd Reitan eröffnete zusammen mit seinem Vater Ole Reitan die Filiale in Trondheim. Der Name REMA setzt sich zusammen aus Reitan, dem Familienname, und Mat, dem norwegischen Wort für Essen. Das Unternehmen ist eine Aktiengesellschaft und gehört zu 100 % der Muttergesellschaft Reitangruppen, welche ebenfalls eine Aktiengesellschaft ist. Die Anteile der Gesellschaft gehören im vollen Umfang Odd Reitan und seinen Söhnen Ole und Magnus. Ein weiteres Unternehmen dieser Gruppe ist Reitan Convenience, welches u.a. die in ganz Norwegen verbreiteten Narvesen und 7-eleven Kioske betreibt.

Die Zentrale von REMA 1000 befindet sich in Oslo. Sie steuert das Marketing, den Einkauf, sorgt für die Wirtschaftlichkeit und IT sowie die Erschließung neuer Standorte. Weiterhin sind 10 Regionalbüros im Land verteilt, die für regionale Marketingkampagnen und die Etablierung neuer Filialen im entsprechenden Gebiet verantwortlich sind.

Für die Norweger ist REMA 1000 einer der wichtigsten Anlaufstellen beim Wocheneinkauf – die Produkte sind günstig und gut. Es gibt „No-Name-Ware“, Markenprodukte und Eigenprodukte. Für Touristen, die sich selbst versorgen oder einen Snack für zwischendurch suchen, ist es die beste Anlaufstelle für einen guten und preiswerten Einkauf.

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