Munch-Ausstellung mit Besucherrekorden

Edvard Munch: Selvportrett foran husveggen / Self-Portrait in Front of the House Wall, 1926. Foto: Munch Museum

Edvard Munch: Selvportrett foran husveggen, 1926. Foto: Munch Museum

 

Das Munch-Jahr zum 150. Geburtstag des berühmten norwegischen Malers Edvard Munch verlief bisher aus touristischer Sicht überaus erfolgreich. Das belegen Zahlen des Osloer Nationalmuseums für Kunst, Architektur und Design sowie des Munch-Museums. Die Jubiläumsausstellung „Munch 150″ vermeldet am Ende der Sommersaison einen Besucherrekord! Und lockt zugleich mit einer Fortsetzung des Kulturgenusses noch bis zum 13. Oktober dieses Jahres.

Nur anderthalb Wochen nach Eröffnung der Jubiläumsausstellung Anfang Juni konnten bereits mehr als 30.000 Besucher in den beiden Museen gezählt werden. Bis Mitte August stieg diese Zahl auf etwa 245.000 Kunstinteressierte! Davon besuchten 170.000 allein das Nationalmuseum, soviel wie nie zuvor in einem Jahr. Der alte Rekord stammt von 1996, als eine Goya-Ausstellung 105.000 Besucher anlockte.

Die Jubiläumsausstellung „Munch 150“ ist die umfassendste Munch-Ausstellung aller Zeiten. Zu sehen sind mehr als 270 Werke des norwegischen Künstlers aus privaten und öffentlichen Sammlungen aus aller Welt. Noch bis 13. Oktober haben Interessiere in Oslo die Chance dabei zu sein. Mehr Infos zur Munch-Ausstellung gibt es unter diesem Link.

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Der Schrei

Der Schrei

Der Schrei – Wikipedia

Der Schrei ist Edvards Munchs bekanntestes Werk und damit auch eines der bekanntesten der Welt. Der 1863 in Løten, Hedmark, geborene Maler erstellte insgesamt vier fast identische Werke des Schreis, es wird der Epoche des Epressionismus zugeordnet.

Das Gemälde zeigt eine unwirkliche Umwelt und in ihr steht im Vordergrund, auf einer großen, schräg links oben aus dem Bild führenden Brücke eine Gestalt, die Hände an die Ohren gepresst, die lidlosen Augen sind wie der Mund weit aufgerissen, die Wangen eingefallen. Der haarlose Kopf ist niemandem wirklich zuzuordnen. Man weiß nicht ob es ein Mann oder eine Frau ist, oder ob jung oder alt. Es ist der Jedermann, der für alle Menschen seiner Zeit schreit, ohne Hoffnung, dass der Schrei gehört wird. Der Schrei hat keinen Inhalt – und keinen bestimmten Hörer.

Drei Exemplare sind der Öffentlichkeit zugänglich und befinden sich heute sowohl in der norwegischen Nationalgalerie als auch im Munch-Museum in Oslo. Das vierte Exemplar befindet sich in Privatbesitz. Das letzte Mal hat es seinen Besitzer, in Form einer Versteigerung, 2012 gewechselt und ist mit 119,9 Millionen Dollar das bisher teuerste verkaufte Bild. Zuständig für die Versteigerung war der deutsche Auktionator, der für das New Yorker Auktionshaus Sotheby‘s arbeitet, Tobias Meyer.

Der Schrei hat allerdings nicht immer rechtmäßig seinen Besitzer gewechselt. Zwei der Werke wurden jeweils 1994 und 2004 gestohlen. Der Diebstahl von, 1994 konnte nach nur drei Monaten aufgeklärt werden. 2004 wurde Der Schrei durch einen maskierten Raubüberfall entwendet. Doch dieses Mal war das Gemälde nicht so schnell auffindbar wie sein Doppelgänger. Erst nach zwei Jahren hat die Polizei bei einer Razzia das Werk gefunden. Das Bild hat die Strapazen nicht ohne Blessuren überstanden und dadurch musste es aufwändig restauriert werden. Im Mai 2008 wurde es nach Abschluss der Restaurationsarbeiten wieder öffentlich ausgestellt, diesmal wesentlich besser geschützt als vorher. Es soll kein unüberwindbarer Glastresor die Gemälde sichern, sondern eher andere Maßnahmen, die den Dieben kostbare Zeit rauben.

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