Preikestolen – Ein Wandererlebnis der besonderen Art

IMG_9663

Hohe Felsformationen, der Blick auf Natur pur – das ist einer der vielen Gründe, die Norwegen zu einem beliebten Reiseziel machen. Besonders für Wanderer bietet Norwegen eine Vielzahl an attraktiven Ausflugszielen und eins davon ist mit Sicherheit der Preikestolen. Der Preikestolen, der wortwörtlich übersetzt so viel heißt wie “Predigtstuhl”, liegt im Süden von Norwegen in der Nähe der viertgrößten Stadt Norwegens, Stavanger, am Lysefjord über den man von dort eine phantastische Aussicht erhält.

Besonderes Merkmal des Preikestolen ist das 25 mal 25 Meter breite Felsplateau, was ihm auch den Namen gegeben hat, da es wie eine überdimensionale Sitzfläche erscheint. Auf dieser “Sitzfläche” und auch an den angrenzenden Bergen sind zuweilen Spaltenmuster zu erkennen. Vor rund 10.000 Jahren schmolz das Eis des Lysefjord-Gletschers. Mit dem Schwund des Eises, verschwand auch der Druck auf die darunter liegenden Gesteine. Das Fjell spaltete sich und erschuf so in den Jahrtausenden den heutigen Preikestolen mit seiner einmaligen Felsplatte. Von dieser Felsplatte geht es heutzutage über 600 Meter tief hinunter zum Lysefjord.

Um diesen majestätischen Felsen zu erreichen, eignet sich eine Anfahrt von Stavanger aus. Diese Stadt liegt nur einen Katzensprung entfernt und ist für Weitreisende bequem mit dem Flugzeug erreichbar. Doch auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann man aufgrund des gut ausgebauten Bahn- und Busnetzes zum begehrten Tourismusziel gelangen. Die Tourismusindustrie vermeldet sogar, dass jährlich bis zu 100.000 Menschen den Weg zur Kanzel des Preikestolen auf sich nehmen. In der Hauptsaison fahren sogar recht viele Busse dahin, während man sich im Frühjahr und im Winter mehr Gedanken um die Anreise machen muss. Da empfiehlt sich dann eher das Auto zu nehmen. Reisende mit dem Auto müssen allerdings eine kleine Fährtfahrt via Tau einplanen, um nicht einen Umweg zu fahren. Dann können sie jedoch eine weite, beschilderte Strecke vorfahren und der Straße bis zur Preikestolhytta folgen.Dann jedoch geht es nur über einen Wanderweg weiter nach oben. Für nicht ganz geübte und ausdauernde Wanderer ist der erste Teil mitunter sicher der schwierigste. Über einen steilen Anstieg geht es zunächst auf bis 420 Meter hinauf. Der Anstiegt wird durch einen ebenerdigen Abschnitt unterbrochen. Dem anschließenden Geröllfeld folgend, hat man sogar danach die Gelegenheit eine Verschnaufpause an einem kleinen See zu unternehmen. An manch warmen Sonnentag eignet dieser sich auch für eine kleine Abkühlung, von der so manch einer Gebrauch macht. Hier heißt es dann: Handtuch lieber einpacken, denn das es warm wird ist auf dieser Hochebene eher selten und man sollte es dann definitiv ausnutzen.
Nach dem eventuellen Badespaß geht es weiter zum letzten Stück. Dies ist jedoch einfacher zu bewältigen, da man den Preikestolen über eine mit Geländern gesicherte Treppe erreicht. Nach gut zwei Stunden Wanderung ist man angekommen. Auf der Plattform muss man aber aufpassen, da diese nicht gesichert ist, was man bei der ganzen Schönheit, die sich vor einem auftut, schon einmal vergessen kann.

Doch nicht nur der Preikestolen bietet ein einmaliges Erlebnis. Die gesamte Region um diesen Felsen herum eignet sich hervorragend dazu, ein paar Tage mehr dort zu verbringen. Es gibt dort zahlreiche kleinere Bergseen, die sich zum Baden eignen oder man geht in den Wald, um dort Beeren und Pilze zu sammeln. Dort kann man die idyllische Landschaft genießen und ist selbst zur Tourismus-Hochsaison zuweilen nahezu allein unterwegs. Und wer weiß, wer dort die Augen offen hält, kann vielleicht im Wald oder in den Felsen den ein oder anderen Troll erkennen.

Foto: Sebastian Worm

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Hinterlasse eine Antwort

Studieren in Norwegen - Infos

Photo 1Wer in Norwegen studieren möchte, benötigt den norwegischen Sekundarschulabschluss II oder ein Äquivalent wie z.B. die allgemeine Hochschulreife. Es gibt allerdings auch Ausnahmen, die es einem ermöglichen, mit der Fachhochschulreife zu studieren. Diese lassen sich direkt bei der Hochschule erfragen.

Für Studieninteressierte aus der Europäischen Union, dem Europäischen Wirtschaftsraum und der Europäischen Freihandelsassoziation ist keine extra erteilte Aufenthaltsgenehmigung vonnöten, sie müssen sich jedoch bei der Norwegischen Ausländerbehörde online registrieren.

Das norwegische Hochschulsystem besteht aus einem universitären und einem nicht universitären Bereich. Norwegen hat acht staatliche Universitäten, neun spezialisierte Universitäten, dazu zählen beispielsweise Sporthochschulen oder Musikhochschulen, zwei Kunsthochschulen, 26 staatliche Hochschulen und 29 weitere private Hochschulen. Insgesamt zählt das Land rund 170.000 studierende. Davon kommen etwa 15.000 aus dem Ausland.

Das akademische Jahr gliedert sich in zwei Semester. Das Herbstsemester beginnt Mitte August und endet Mitte Dezember. Das Frühjahrssemester beginnt Mitte Januar und endet Mitte Juni. Die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen ist weitgehend abgeschlossen. Ausnahmen gelten für die Fächer Theologie, Human- und Veterinärmedizin, Psychologie (Studiendauer: mindestens sechs Jahre) und für Fächer wie Pharmazie, Recht, Zahnmedizin, Volkswirtschaft und die staatlich geregelten Lehramtsstudiengänge (fünf Jahre).

Die staatlichen Lehreinrichtungen im universitären und nicht universitären Bereich verlangen keine Studiengebühren. Es sind lediglich Einschreibgebühren von etwa 40 bis 80 € und ein Semesterbeitrag fürs Studentenwerk von etwa 30 bis 78 € zu zahlen. Die privaten Hochschulen hingegen verlangen, im Vergleich zu Deutschland, ähnlich Hohe Studiengebühren. Die Marketinghochschule am Campus Kristiania in Oslo kostet pro Semester 29.000 NOK, ca. 3.900 EUR. Die Immatrikulationsgebühren liegen bei 1.750 NOK, ca. 240 EUR.

Ein genereller Numerus Clausus besteht nicht, jedoch gibt es für Studiengänge wie Medizin Zulassungsbeschränkungen. Die Studienplätze werden über eine zentrale Koordinierungsstelle vergeben, bei der man sich auf der Plattform www.samordnaopptak.no bewerben kann.

Unterrichtssprache ist Norwegisch. Ausländische Studierende, die keine ausreichenden Norwegischkenntnisse nachweisen können, müssen ein vorbereitendes Studium der norwegischen Sprache absolvieren, bevor sie ihr Fachstudium aufnehmen können. Das Sprachstudium beinhaltet neben den Sprachkursen auch Kurse zu Leben und Gesellschaft in Norwegen und dauert zwei Semester. Neben Norwegischkenntnissen werden allen Studierenden gute Englischkenntnisse abverlangt. Studierende, deren Muttersprache nicht Englisch ist, müssen einen Nachweis über ihre Englischkenntnisse beibringen.

© 2002 - 2017 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved