Ski-Star Therese Johaug unter Dopingverdacht

Kurz vor Beginn der Weltcup-Saison steht der norwegische Skilanglauf-Star Therese Johaug unter Dopingverdacht. Im September wurde die Läuferin positiv auf anabole Steroide getestet. Nachgewiesen wurde Clostebol, ein verbotener Stoff, den Johaug offenbar durch eine Hautsalbe aufgenommen hat. Nun muss die Sportlerin beweisen, dass sie die Wundsalbe Trofodermin nicht absichtlich zu Dopingzwecken verwendet hat. Doch selbst bei fahrlässiger Anwendung verbotener Substanzen können Sportlern bis zu zwei Jahre Sperre drohen. Bis zur endgültigen Entscheidung durch die Anti-Doping-Agenur darf Johaug nicht bei Wettbewerben antreten.

Der Mannschaftsarzt Fredrik Bendiksen übernahm die Verantwortung für den Vorfall, weil er Johaug versichert habe, die Salbe sei “sicher”. Bei einem Trainingslager in den italienischen Alpen erhielt Johaug das Mittel Trofodermin für einen schweren Sonnenbrand auf ihren Lippen. Neueste Enthüllungen weisen dabei auf extreme Unachtsamkeit hin: So sei eine explizite Dopingwarnung auf Verpackung und Beipackzettel des italienischen Produkts missachtet worden. Angeblich hätte eine einfache Google-Suche Aufschluss über die verbotenen Substanzen in Trofodermin geben können.

Johaugs Dopingfall ist bereits der zweite für den norwegischen Ski-Sport in diesem Jahr: Erst im Sommer wurde der Langläufer Martin Johnsrud Sundsby für zwei Monate gesperrt, weil er ein verbotenes Asthma-Mittel eingenommen hatte.

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Wie bekommt man in Norwegen einen Job?

Wikipedia, Ssu

NAV- Arbeids- og velferdsetaten

Vor allem interessierte und potenzielle Auswanderer stehen irgendwann vor den Fragen „Wie bekommt man in Norwegen einen Job?“ oder „Ist es schwer in Norwegen einen Job zu bekommen?“. Die einzig richtige Antwort ist natürlich: „Es kommt darauf an“. Es kommt auf die Schulbildung an. Es kommt auf die Ausbildung an. Es kommt darauf an wie gut man norwegisch spricht. Und es kommt darauf an, wie viel Glück man hat. Es gibt keine absolut richtige Antwort aber es gibt auch in Norwegen wie so häufig keine Abkürzungen.

Es gibt häufig zwei Gründe weshalb Auswanderer Norwegen als Arbeitsort wählen: Geld und und Erlebnisse. Norwegen zahlt sehr hohe Gehälter und bietet gute Arbeitsbedingungen. Mit fünf Wochen bezahltem Urlaub, Mutterschaftsurlaub und Vaterschaftsurlaub, ebenfalls bezahlt. In Norwegen muss man weniger arbeiten für mehr Lohn. Dem gegenüber stehen natürlich auch etwas höhere Kosten als in Deutschland. Ein höheres Einkommen verursacht mehr steuern (durchschnittlich 36%), hinzu kommen höhere Lebenshaltungskosten und sehr hohe Preise für Luxusartikel wie z.B. Autos. Wobei dabei anzumerken ist, dass  die Preise für Elektronikartikel, je nach Wechselkurs, sehr denen in Deutschland ähneln.

Wenn Leute in Norwegen Leben wollen um die Kultur, die Menschen oder die Umwelt zu erleben oder Erfahrungen zu sammeln, dann können diese manchmal auch schwieriger werden als zunächst angenommen.

 Doch kommen wir nun zurück zu unserer Fragestellung: Wie bekommt man in Norwegen einen Job? Im Grunde ist es wie auch in jedem anderen Land. Zunächst ist es sinnvoll, wenn man sich auf Webseiten von national und international vertretenen Unternehmen umschaut. Denn diese bieten in Norwegen i.d.R. eine sehr gute Übersicht über verfügbare Stellen.

Eine weiter Möglichkeit besteht darin, die Stellenanzeigen der lokalen Tages- und Wochenzeitungen zu lesen, und zu Job-Messen zu gehen, auf denen Firmen sich und ihre offenen Stellen vorstellen. Hierzu muss man ein ausreichendes Maß an Norwegisch verstehen und sprechen, denn obwohl die meisten Norweger auch Englisch sprechen ist es sinnvoll sich vorher mit der norwegischen Sprache auseinander zu setzten.

Der häufigste Weg in Norwegen einen Job zu bekommen ist die Mund-zu-Mundpropaganda. Hierzu ist es wichtig vor Ort zu sein und zu kommunizieren, um Leute kennenzulernen, die wieder andere Leute kennen und so weiter.

Auch in Norwegen ist es von großem Vorteil in einem Beruf zu arbeiten, der auf eine große Nachfrage trifft. In den Bereichen Gesundheitswesen, Öl (Maschinenbau), Krankenhaus, Bildung, Management und der Informationstechnologie finden sich häufig gute Arbeitgeber für „Nicht-Norweger“.

Eine gute Schulbildung und Ausbildung ist nahezu unerlässlich um in Norwegen Arbeit zu finden und es ist hart einen durchschnittlichen Job ohne einen Bachelorabschluss zu bekommen. Noch schwieriger ist es einen sehr gut bezahlten Job ohne einen Masterabschluss zu bekommen. Der Grund dafür: In Norwegen ist es unheimlich einfach Bildung zu bekommen, sie ist nämlich überall im Land kostenlos und man muss sich also gegen sehr gut gebildete Norweger beweisen. Völlig unabhängig davon sind natürlich die Erfahrungen, die man bereits bei seinem bisherigen Arbeitgeber sammeln konnte. Und auch in Norwegen ist es möglich klein anzufangen um sich hochzuarbeiten.

 Der einfachste Weg um sich vorab auch von Deutschland aus zu informieren und freie Stellen zu suchen, ist über das online Portal der „norwegischen Bundesagentur für Arbeit“ (www.nav.no) . Jeden Tag in der Woche werden alle Stellenanzeigen aus den Zeitschriften, Unternehmenswebseiten und ihnen von Unternehmen zugetragenen freien Stellen gesammelt und in die Datenbank eingetragen. Diese Datenbank gibt einem also eine vorerst sehr gute Übersicht über den norwegischen Arbeitsmarkt.

Auch über die große Stellenbörse auf der Seite www.finn.no findet man viele freie Stellen.

Der jedoch beste Weg in Norwegen einen Job zu finden ist zum Teil auch der schwierigste: lebe in Norwegen, sei gut ausgebildet, spreche die Sprache und habe ein gutes Netzwerk Vorort.

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