Ski-Star Therese Johaug unter Dopingverdacht

Kurz vor Beginn der Weltcup-Saison steht der norwegische Skilanglauf-Star Therese Johaug unter Dopingverdacht. Im September wurde die Läuferin positiv auf anabole Steroide getestet. Nachgewiesen wurde Clostebol, ein verbotener Stoff, den Johaug offenbar durch eine Hautsalbe aufgenommen hat. Nun muss die Sportlerin beweisen, dass sie die Wundsalbe Trofodermin nicht absichtlich zu Dopingzwecken verwendet hat. Doch selbst bei fahrlässiger Anwendung verbotener Substanzen können Sportlern bis zu zwei Jahre Sperre drohen. Bis zur endgültigen Entscheidung durch die Anti-Doping-Agenur darf Johaug nicht bei Wettbewerben antreten.

Der Mannschaftsarzt Fredrik Bendiksen übernahm die Verantwortung für den Vorfall, weil er Johaug versichert habe, die Salbe sei “sicher”. Bei einem Trainingslager in den italienischen Alpen erhielt Johaug das Mittel Trofodermin für einen schweren Sonnenbrand auf ihren Lippen. Neueste Enthüllungen weisen dabei auf extreme Unachtsamkeit hin: So sei eine explizite Dopingwarnung auf Verpackung und Beipackzettel des italienischen Produkts missachtet worden. Angeblich hätte eine einfache Google-Suche Aufschluss über die verbotenen Substanzen in Trofodermin geben können.

Johaugs Dopingfall ist bereits der zweite für den norwegischen Ski-Sport in diesem Jahr: Erst im Sommer wurde der Langläufer Martin Johnsrud Sundsby für zwei Monate gesperrt, weil er ein verbotenes Asthma-Mittel eingenommen hatte.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Hinterlasse eine Antwort

Vinmonopolet

Vinmonopolet

Vinmonopolet

Viele, die zum ersten mal nach Norwegen reisen, wundern sich eventuell über die norwegische Alkoholpolitik. Im Gegensatz zu vielen Ländern kann man in Norwegen Alkohol nur in den staatlichen Geschäften kaufen, die den Namen „Vinmonopolet” tragen. In Supermärkten gibt es nur Bier mit geringem Alkoholgehalt. Zudem gibt es durchaus Lokale, in denen es nicht möglich ist, alle Getränke zu bestellen. In vielen Cafes gibt es keinen Alkohol und es gibt auch immer noch Restaurants, in denen man keinen Wein bekommt.

Das Vinmonopolet ist eine Aktiengesellschaft, deren Eigentümer zu 100% der Staat ist, verwaltet wird es vom Gesundheitsministerium. Das Unternehmen hat das nationale Monopol für den Verkauf von Wein, Spirituosen und Starkbier, d.h. alle alkoholischen Getränke mit einem höheren Alkoholgehalt als 4,75 Volumenprozent.

Die Altersgrenze für alkoholische Getränke unter 22 Volumenprozent liegt bei 18 Jahren. Für Produkte mit 22 Volumenprozent oder mehr liegt das Mindestalter bei 20 Jahren.

Das Vinmonopolet wurde am 30. November 1922 als private Aktiengesellschaft gegründet. Dies geschah aus der Konsequenz der Prohibition in Norwegen. Den Namen hat das Unternehmen aufgrund dessen, weil zum Zeitpunkt der Gründung es nur gestattet gewesen ist, Wein (Vin) in Norwegen zu kaufen.

Übrigens ist es auch nicht möglich, vor einem Feiertag nach 16.00 Uhr noch eine Flasche Bier im Supermarkt zu kaufen. Dieses Bier, welches es in normalen Geschäften gibt, hat nur wenige Promille, ist also ein “lettøl” (Leichtbier).

Die Norweger haben, neben dem Besuch in einem der 290 Geschäften, die Möglichkeit, ihren Alkohol im Online-Shop des Vinmonopolet zu bestellen. Dies ist aber nur unter Angabe der Personennummer möglich, die die Volljährigkeit des Kunden prüft. Weiterhin ist es nicht erlaubt, in der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken. Eine Ausnahmen stellen die Straßencafés dar. Und wer auf dem Beifahrersitz eines Autos sitzt, darf wie der Fahrer ebenso kein Alkohol trinken.Ausschließlich auf dem Rücksitz ist dies erlaubt.

Wer nun denkt, der Norweger lebt abstinent, der täuscht sich. Teilweise lange schlangenerwartet das Vinmonopolet vor den Wochenenden und vor Feiertagen. Ein Deutschlandbesuch ist für die Norweger das reinste Paradies.

© 2002 - 2018 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved