Sparke – skandinavische Tradition auf Kufen

Sparke

Foto: M. Jürgensen

Der spark oder sparke stammt ursprünglich aus Nordschweden. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts hat er sich auch in Norwegen verbreitet und ist heute nicht mehr wegzudenken. Ob als Transportmittel, als Sportgerät oder nur zum Spaß – der sparke wird von Jung und Alt insbesondere im Norden des Landes gern genutzt…

Der sparke ist ein Tretschlitten, der auf festem Schnee oder Eis zum Einsatz kommt. Er ist für zwei Personen gebaut und besteht aus einem Stuhl, der auf den Kufen befestigt ist und an dessen Lehne Griffe angebracht sind, mit denen der Schlitten gelenkt werden kann. Die Kufen waren ursprünglich aus Holz, sind inzwischen aber aus Stahl. Sie sind mehr als doppelt so lang wie der Stuhl und ragen hinter diesem hervor. Während eine Person auf dem Stuhl sitzt, steht die andere Person hinter dem Stuhl auf den Kufen und schiebt durch das Treten mit einem Bein den Schlitten an. Geübte sparke– Fahrer erreichen Geschwindigkeiten von 20 km/h und mehr.

Es gibt verschiedene Variationen des sparke, mit einer oder drei Kufen und mit Rädern statt Kufen. Aber diese konnten sich alle nicht durchsetzen und den Erfolg des Originals auch nur annähernd erreichen. Zudem gibt es den Schlitten in mehreren Größen.
Moderne Sportschlitten bestehen nicht mehr aus Holz und haben auch keinen Stuhl mehr. Sie bestehen nur noch aus Kufen und Lenker und können deutlich höhere Geschwindigkeiten erreichen als die traditionellen Schlitten.

Schon bei den Nordischen Spielen (Nordiska spelen), die zwischen 1901 und 1926 in Schweden ausgetragen wurden, standen Rennen mit dem sparke auf dem Programm. Seit 1988 findet im finnischen Ort Multia jährlich die Weltmeisterschaft im Tretschlittenfahren statt.

 

Weitere Infos:
Weltmeisterschaften im Tretschlittenfahren
Sparkpikene på Hølonda
Nansen-sparken

 

 

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Was soll man probieren, wenn man in Norwegen is(s)t?

Pølse med Lompe

Pølse med Lompe

Jede Reise oder jeder Besuch in einem fremden Land, bringt in der Regel auch die Frage mit sich „Was gibt es dort wohl zu essen ?“ oder „Welche Spezialitäten gibt es dort ?“. Was soll man also probieren, wenn man in Norwegen is(s)t?

Sicher, es gibt zwischen Norwegen und Deutschland einige Parallelen. Die Norweger essen, wie die Deutschen, ebenfalls gerne Kartoffeln. Doch eine „Veredelung“ dieser Knolle ist hierzulande nicht zu finden und diese heißt Lompe und wird gerne mit einer Pølse (Würstchen) gegessen – Pølse med Lompe. Lompe ist etwa so groß wie ein mittelgroßer Teller und ziemlich Flach. Die Kartoffeln werden mit Salz zusammen gemußt und anschließend mit Weizenmehl vermengt. Anschließend wird der Teig ausgerollt und auf einer heißen Platte gegart. Diesen Prozess führen jedoch nur noch Fabriken durch. Nur sehr wenige Norweger stellen noch ihre eigene Lompe her. Lompe lässt sich in norwegischen Supermärkten für nur wenige Kronen erwerben. Der Snack zusammen mit Pølse lässt sich an jedem Kiosk in Norwegen kaufen oder lässt sich ganz einfach Zuhause zubereiten und wird wie ein Hot Dog zusammen mit Senf, Ketchup und Zwiebeln, eingerollt in der Lompe gegessen. Lompe kann aber auch mit allem anderen zusammen gegessen werden, sei es Käse, Wurst oder diverse Brotaufstriche, weil es nicht den klassischen Kartoffelgeschmack hat.

Die Norweger lieben Ihr Spekemat. Dies sind gepökelte und geräucherte Fleisch- oder Fischwaren. Sie reichen von Pferdewurst, Innereienwurst, selbstverständlich Elchwurst, Hirschwurst, Schafswurst, Salami, Schinken über Fleisch bis hin zu Fisch in verschiedensten Variationen. Dazu gibt es Salat, Butter und Flatbrød. Dies ist ein Millimeter dünnes und knuspriges Brot. Spekemat wird das ganze Jahr über gegessen, schnell und einfach zuzubereiten und ein echter Klassiker.

Wer ein echter Käsefan ist, sollte sich unbedingt einmal an Pultost probieren. Entweder man liebt es oder man hasst es. Pultost ist ein streichbarer Sauermilchkäse und wird aus Magermilch und Kümmel hergestellt. Der Kümmel verleiht dem Käse seinem charismatischen Geschmack. Es gibt diverse Meiereien, die diesen Käse in Norwegen herstellen. Die bekannteste ist jedoch TINE. Es gibt außerdem noch einige kleinere Höfe wie Holen Gardsysteri oder Bakken Øvre, die diesen Käse produzieren.

Als kleinen Nachtisch sollte man etwas norwegische Schokolade kosten. Sehr zu empfehlen ist die Melkesjokolade oder Kvikk Lunsj von Freia. Die Melkesjokolade gibt es in vielen Sorten: mit Karamell, Mandeln, Haselnüssen, Früchten uvm.. Doch auch die Schokolade von Nidar Bergene Melk ist ein Geschmackserlebnis für alle die Schokolade mögen.

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