Steen & Strøm

Steen & Strøm Magasin

Steen & Strøm Magasin

Vielen Osloer Touristen sollte Steen & Strøm vor allem als Kaufhaus (Steen & Strøm Magasin) in der Innenstadt von Norwegens Hauptstadt ein Begriff sein. Es ist das berühmteste Einkaufszentrum Oslos und versorgt die Stadt seit 1874 mit kontinentalen Waren. Es gibt darin Geschäfte für Damenmode, Sportartikel, Parfüm, Lebensmittel uvm..

Das Haus versammelt heute zahlreiche noble und trendige Shops aus der Welt der Mode und des Designs – Von Burberry bis Nudie Jeans. 1797 wurde das Unternehmen von Emil Steen und Samuel Strøm gegründet. Das Gebäude vom Ende des 19. Jh. wurde 2005 modernisiert und bietet nun auf sechs Etagen zeitgemäßes Einkaufsvergnügen.

Im Gegensatz zu 1797 ist Steen & Strøm heute viel größer. Denn es gibt neben dem Kaufhaus in Oslo noch etwa 56 weitere in Norwegen Dänemark und Schweden. Der Konzern teilt sich auf drei Aktiengesellschaften auf: Steen & Strøm Norge AS, Steen & Strøm Dammark A/S und Steen & Strøm Sverige AB. Von den 56 Einkaufszentren verwaltet Steen & Strøm 30 in Norwegen.

Das Steen & Strøm Unternehmen ist durch eine Zusammenlegung zweier Geschäfte entstanden, welche über mehrere Generationen geführt wurden. Das eine Geschäft gehörte Emil Steen und das andere Samuel Strøm. Die Zusammenlegung geschah 1856. Strøm hatte sein Geschäft aber schon 1797 eröffnet und somit wurde dieses Jahr als Gründungsjahr festgelegt. 1874 wurde schließlich das größte Kaufhaus von Oslo (damals noch Kristiania) eröffnet. Es war ein Neubau mit vier Etagen. 1929 zerstörte ein Großbrand das komplette Gebäude. Das Kaufhaus wurde an der selben Stelle aber wieder aufgebaut. Diesmal mit fünf Etagen und der ersten Rolltreppe der Stadt. Als Vorbild galten die großen Kaufhäuser von Paris. Mittlerweile gibt es in ganz Norwegen Einkaufszentren von Steen & Strøm. Sie alle laufen aber unter einem anderen Namen. Nur das Traditionshaus in Oslo trägt die Namen seiner Gründer.

Ende 1992 durchlief der kleine Konzern eine finanzielle Durststrecke. Der heutige Hotel-Tycoon Petter Stordalen und damaliger Chef des Einkaufszentrums City Syd half Steen & Strøm allerdings finanziell aus, was der Kette einen Aufschwung beschaffte. Heute ist der größte Anteilseigner eine französische Investmentgesellschaft. Nichtsdestotrotz ist Steen & Strøm in Oslo ein Stück Shopping-Geschichte und beim nächsten Abstecher in die norwegische Hauptstadt ein Besuch wert.

 

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Gardnos Meteoritenpark

Gardnos MeteoritenparkMitten im Hallingdal zwischen Nesbyen und Gol in der Provinz Buskerud ist ein 5-6 km breiter Krater zu finden, der das Ergebnis eines gewaltigen Meteoriteneinschlags vor etwa 550 Mio. Jahren ist. Wissenschaftler schätzten den Durchmesser des Meteoriten auf 300 m.
Der Krater ist einer der leicht zugänglichsten, eine Straße führt direkt in ihn hinein. Hier im Zentrum des Meteoritenkraters findet ihr den Gardnos Meteoritenpark. Geologische Führungen, bei denen der Besucher einen Einblick in die Geschichte des Kraters sowie Fakten rund um das Weltall, die Natur und Geologie erhält, werden stündlich durchgeführt. Durch den Krater führt ein Naturlehrpfad, der auch ohne Guide bewandert werden kann. Im Besucherzentrum ist zudem eine ständige Ausstellung über den Meteoriteneinschlag und seine Auswirkungen zu sehen…

1990 fanden die norwegischen Geologen Johan Naterstad und Johannes A. Dons heraus, dass der Krater mit einem Meteoriteneinschlag in Verbindung zu bringen ist. Das Gebiet fiel zwar schon zuvor wegen der großen Anzahl an Brekzien auf, der Hintergrund dieser Anhäufung konnte aber nicht erklärt werden. Naterstad und Dons entdeckten Schock-Quarz, das nur unter großem Druck entsteht und daher als Nachweis für einen Meteoriteneinschlag gilt.

Der Meteoritenkrater ist keine kreisförmige Grube in der Erde. Die Strukturen und Umrisse des ursprünglichen Einschlaglochs sind zwar noch zu sehen, aber die Eiszeiten haben die Umgebung neu geformt. Zudem bedeckt eine große Waldfläche das Gebiet. Es ist also eher das Gestein, dass Auskunft gibt, was hier vor Millionen von Jahren geschehen ist. Es wird angenommen, dass der Krater eine Tiefe von 700 m hatte. Der Meteorit traf die Erde mit einer Geschwindigkeit von 20-30 km/Sekunde. Die gewaltigen Kräfte, die beim Einschlag auftraten, brachen das Gestein auf und pressten es in jede noch so kleine Ritze der Felsen in der Umgebung. So entstanden Brekzien, die hier auch heute noch überall zu finden sind.

Der Meteoritenkrater ist von großem geologischen Wert und international bekannt. Der Gardnos Meteoritenpark ist nur im Sommer geöffnet (Juni bis August). Neben den täglich mehrmals stattfindenden Gruppenführungen können auch private Führungen gebucht werden. Diese müssen aber vorab angemeldet werden.

 

Weitere Infos unter:
www.gardnos.no
www.facebook.com/Gardnos.Meteorittpark

 

 

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