Surfen in Norwegen

Hoddevik, Quelle: Wikipedie, Maria Helgesen

Hoddevik, Quelle: Wikipedie, Maria Helgesen

Surfen auf Hawaii, Kalifornien oder an der australischen Westküste? Nein! Surfen in Norwegen! “Surfen in Norwegen” – das mag sich kalt anhören, doch aufgrund des Golfstroms ist es möglich, das ganze Jahr hindurch zu surfen. Moderne Neoprenanzüge halten euch warm. Der Spätsommer und Herbst sind von Wassertemperaturen geprägt, die viel angenehmer sind, als zunächst befürchtet.

Ein beliebter „Surf-Spot“ in Norwegen ist Unstad auf der Insel Vestvågøy, eine Insel der Lofoten. Jedes Jahr im Herbst finden auch hier die „Lofoten Masters“ statt. Es handelt sich dabei um den weltweit nördlichsten Surfwettbewerb. Gute Wellen und kaltes Wasser sind garantiert. Zu den Masters kommen bis zu 100 nationale und internationale Surfer. Neben dem Spot in Unstad, werden ebenfalls in der Stadt Flakstad Wettkämpfe abgehalten. Die Veranstaltung ist von Surfer für Surfer und wird von zwei lokalen Clubs, der „Lofoten Board Union“ und den „Arctic Surfers“ organisiert.

Auf der Halbinsel Stad, natürlich ebenfalls an der Westküste Norwegens, liegen beliebte und geeignete Plätze zum Surfen: Der sicherste Surfstrand ist der schöne Ervikstranda. Hier findet man einen grandiosen Sandstrand, an den die Wellen von Südwest bis Nordwest anrollen. Bei Wellengang von Westen ist Hoddevik am besten. Hoddevik ist sehr gut geeignet für Surfen bei extremen Windverhältnissen. Die hohen Berge schirmen den Strand gegen die schlimmsten Winde ab. In Hoddevika gibt es mehrere Unterkunftsmöglichkeiten.

Die norwegische Energiemetropole Stavanger bietet entlang des Strandgebiets Jærstrendene häufig die besten Surfbedingungen Norwegens. Vor allem sind der Borestranden und Reve Havn für das Wellenreiten geeignet.

Für diejenigen von euch, für die das Surfen nichts ist, sollten sich dennoch den kurzen Dokumentarfilm „North of the sun“ anschauen. Die beiden norwegischen Surfer und Dokumentarfilmer Inge Wegge (25) und Jørn Ranum (22) beschließen trotz des kalten Winters, für neun Monate in einer geheimen Bucht am Polarkreis ihre Zeit zu verbringen. Sie übernachten aber nicht in einem Zelt oder einem Haus, sondern in einer selbstgebauten Hütte aus Strandgut. Sehr sehenswert!

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Die Flåmsbahn

Flåmsbana, Quelle: Wikipedia

Flåmsbana, Quelle: Wikipedia

Die Flåmsbahn (Flambahn oder auf norwegisch Flåmsbana) ist die schönste Eisenbahnstrecke Norwegens und eine der schönsten und steilsten der Welt. 

Die Bahnstrecke führt von Myrdal hinab nach Flåm und dem prächtigen Aurlandfjord, welcher ein Arm des längsten sowie tiefsten Fjordes des Landes ist. 80% der Strecke hat eine Steigung von 5,5%. Die kleine Reise ist nur 20.2 km lang und dauert etwa eine Stunde. Die Fahrt führt durch eine fantastische Natur, vorbei an steilen Bergen und atemberaubende Wasserfällen, durch 20 Tunnel und bietet so viele Aussichtspunkte, dass man das Gefühl hat, mehrmals zwischen Berg und Fjord hindurchzufahren. Selbst für norwegische Verhältnisse ist die sich darbietende Natur etwas besonderes und einzigartig. Immer wieder ist beim Blick aus der Flåmsbahn einer der zahlreichen Berghöfe zu sehen, die sich mehreren Jahrzehnten an den steilen Hängen Norwegens festklammern. Es sind aber auch die gigantischen Wasserfälle, die sich an Bergwänden zu Tal stürzen, die die Fahrt mit der Flåmsbahn zu einem Abenteuer für alle Sinne machen.

Der Bau der Bahn begann zunächst im Jahr 1923, um eine Strecke für den Gütertransport zu schaffen. Die Arbeiten kamen aber immer wieder ins Stocken und so zogen sich die Bauarbeiten bis 1940 hin. Am 1. August des selben Jahres rollte dann aber die erste dampfbetriebene Bahn über die Gleise. Etwa ein Jahr später ist die Bahnstrecke auch für den Personenverkehr geöffnet worden. 1944 war die Flåmbahn endgültig fertiggestellt, was mit einer Elektrifizierung einherging.

Die Natur ist zwar sicher das größte Kapital der Flåmsbahn, aber bei weitem nicht der einzige Höhepunkt. Auch die Eisenbahnstrecke an sich beeindruckt mit Details. Die Flåmsbahn zählt heute zu einer der mutigsten und letztlich auch technisch anspruchsvollsten Lösungen in der Eisenbahngeschichte Norwegens. Vor allem die spiralförmig in die Berge gesprengten Wendetunnel machen die Strecke zu einem technischen Meisterwerk.

Im ehemaligen Bahnhofsgebäude von Flåm befindet sich das Flåmbahn-Museum und Dokumentationszentrum, welches interessante Informationen zur langen Historie der Bahn beinhaltet und die Bahnreise abrundet. Die Flåmsbahn fährt das ganze Jahr über.

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