Tiere in Norwegen: Elche

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Foto: M. Jürgensen

Elche gehören zu Norwegen wie kaum ein anderes Tier. Es ist schon ein unvergessliches Erlebnis, wenn man den bis zu 2 m großen Tieren einmal gegenüber gestanden hat.
Ihr findet den “König des Waldes” (norw.: skogens konge) in Norwegen vor allem im Fylke Vest-Agder und im gesamten Østlandet, vereinzelt im Vestlandet und im Trøndelag, in einigen Gebieten von Nordland, Troms und der Finnmark

Elche sind Paarhufer und gehören zur Familie der Hirsche. Sie sind die größte lebende Hirschart und Norwegens größtes Landsäugetier. Die Elchbullen erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 2,3 m. Das Gewicht einer ausgewachsenen Elchkuh beträgt zwischen 240 und 450 kg, das eines Bullen zwischen 240 und 800 kg. Der Körper der Elche ist kurz und kräftig mit hohen Beinen. Die Oberlippe ist lang, breit und beweglich. Das Fell besteht aus dichtem, kurzem Wollhaar mit langem, grauen Deckhaar. Die Männchen tragen Geweihe, welche in zwei Arten vorkommen: Schaufel- und Stangengeweihe.

Elche leben hauptsächlich im Wald. Im Winter ernähren sie sich von den Trieben und kleinen Ästen der Laubbäume, des Wachholders, der Kiefern und Fichten. Im Sommer fressen sie Gras, Kräuter, Blätter und mit Vorliebe Sumpf-und Wasserpflanzen. Oft klagen die norwegischen Bauern auch über Schäden auf Äckern, Weiden und an Heuvorräten, die von Elchen hinterlassen wurden.

Die Brunftzeit dauert etwa vom 15. September bis zum 15. Oktober. Eine Elchkuh kann erst trächtig werden, wenn sie älter als 1,5 Jahre ist Die Tragezeit dauert 9 Monate an, die Kälber werden also im Mai oder Juni geboren. Häufig gebären die Kühe mehr als ein Kalb. Bis weit in den Herbst hinein säugen die Kühe ihre Kälber.

Elche können in den Kommunen, die für die Elchjagd freigegeben sind, gejagt werden. Die Jagdsaison variiert von Kommune zu Kommune, in der Regel liegt sie im Zeitraum Anfang September bis Ende Oktober: Jagdzeiten
Der Bestand an Elchen in Norwegen ist seit längerer Zeit am Wachsen. Ende der 1930er Jahre wurden ca. 1.500 Tiere im Jahr erlegt, seit Beginn der 1990er Jahre sind es 35.000 bis 40.000 pro Jahr.

Wenn Ihr wirklich sicher sein wollt, Elchen zu begegnen, bietet sich eine Elchsafari an:
Elchsafari in Skjåk (Oppland)
Elchsafari auf Andøya (Nordland)

 

 

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Vigeland-Skulpturenpark in Oslo

Vigelandpark, Foto: Wikipedia, Annie Dalbéra

Foto: Wikipedia, Annie Dalbéra

Im Frognerpark in Oslo befindet sich der Vigeland-Skulpturenpark, benannt nach dem norwegischen Bildhauer Gustav Vigeland (1869-1943). Die Anlage mit mehr als 200 Skulpturen in Bronze, Granit und Schmiedeeisen gilt als Vigelands Lebenswerk, eine Darstellung des Zyklus des Lebens. Der Bildhauer hat auch die architektonische Anlage des Parks entworfen.

Im Zentrum der monumentalen Anlage befindet sich der sogenannte Monolitten, eine 17 m hohe Säule aus Granit, die aus 121 miteinander verschlungenen Menschenkörpern zusammengesetzt ist. Eine kreisförmige Treppenanlage mit monumentalen menschlichen Figuren führt zum Podest empor, darunter sowohl Einzelfiguren als auch Figurenensembles. Stundenlang kann man zwischen den Skulpturen umherwandeln und die verschiedenen Körperhaltungen und eingefrorenen Bewegungen studieren. Einige wirken ernst und nachdenklich, andere heiter und fröhlich. Viele der Figuren scheinen nahezu lebendig, vor allem die Kinderfiguren wie der berühmte Sinnataggen, ein Junge, der zornig mit dem Fuß aufstampft. Vigelands naturalistischer Stil ist inspiriert von den Werken des französischen Bildhauers Auguste Rodin.

Im Frognerpark befindet sich auch Vigelands ehemaliges Atelier, in dem heute das Vigeland-Museum untergebracht ist. Hier werden Skizzen und Skulpturen des Künstlers ausgestellt. Mit mehr als 1 Mio. Besuchern jährlich ist der Vigelandpark eine von Norwegens meistbesuchten Sehenswürdigkeiten.

Vigelandpark, Foto: Wikipedia, Annie Dalbéra

Foto: Wikipedia, Annie Dalbéra

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