Tore Renberg

Die norwegische Literatur zeichneten in der Vergangenheit Schriftsteller wie Knut Hamsun oder Hendrik Ibsen aus, die mit ihren Werken die Lesen in den Bann gezogen haben. Doch auch die neuere skandinavische Literatur erfährt nun einen neuen Aufschwung, nicht zuletzt durch die zahlreichen Krimi-Autoren.

Jenseits des Krimi-Genres gibt es jedoch noch andere norwegische Schriftsteller, die nicht unerwähnt bleiben sollen. Einer von ihnen ist der Autor und Musiker Tore Renberg, der am 3. August 1972 in Stavanger zur Welt kam.

Nach dem Studium der Philosophie und der Literaturwissenschaft an der Universität Bergen, arbeitete er unter anderem als Literaturkritiker und moderierte seine eigene Sendung namens „Leseforeningen“ von 1998 bis 1999 bei NRK, dem norwegischen Fernsehen.

Als Schriftsteller konnte er außerdem bereits einige Preise einheimsen. Sein Erstlingswerk “Sovende floke” wurde sogleich mit dem “Tarjej Vesass”-Preis ausgezeichnet, einer der angesehensten Auszeichnungen in Norwegen. Einem breiteren Publikum bekannt wurde er allerdings mit einem ganz anderen Roman: “Mannen som elsket Yngve” (deutsch: Der Mann, der Yngve liebte). Dieses Buch gehörte nicht nur in seinem Erscheinungsjahr 2003 zu den meistgelesenen norwegischen Büchern, sondern wurde aufgrund des großen Erfolges sogar verfilmt. Tore Renberg ließ es sich auch nicht nehmen, selbst das Drehbuch für den gleichnamigen Film zu schreiben, der sich mit der aufkeimenden Liebe des Jungen Jarle zu seinem Klassenkameraden Yngve befasst. Dies war auch nicht der einzige Film, für den Tore Renberg das Drehbuch schrieb. Bereits 2004 versuchte er sich als Drehbuchautor für den Film “Alt for Egil”.

Nach dem erfolgreichen Roman “Mannen som elsket Yngve”, legte Renberg mit “Kompanie Orheim” nach. Auch in diesem Buch geht es wie bereits in “Mannen som elsket Yngve” um Jarle Klepp. Anders ist jedoch, dass sich dieser Roman mit der Kindheit und Jugend von Jarle befasst, der in einem Elternhaus aufwächst in dem das Thema Sucht von enormer Bedeutung ist. In Norwegen begeistert aufgenommen, hat Autor Tore Renberg angekündigt, weitere Bücher über Jarle Klepp zu verfassen.

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Waldmuseum (Skogmuseum) in Elverum

Elverum ist eine Kleinstadt (ca. 12.500 Einwohner) im Fylke Hedmark und liegt inmitten von Wäldern am Fluss Glomma im Østerdal. Ein Abstecher von der E6 nach Elverum bietet sich z. B. für einen Besuch im norwegischen Waldmuseum an.

Das Norwegische Waldmuseum (Norsk Skogmuseum) wurde 1954 gegründet. Der Museumsbau liegt am Ufer der Glomma (Solørvegen 151), geöffnet ist das Museum innerhalb der Sommersaison von 10:00 bis 17:00, ansonsten bis 16 Uhr. Mit über 110.000 Besuchern im Jahr ist es eines der meistbesuchten Museen in Norwegen.

Holzschnitzerei im Skogmuseum

Holzschnitzerei im Skogmuseum

Das Museum beschäftigt sich mit sämtlichen Aspekten der norwegischen Forstwirtschaft.  Dazu gehören Ökologie und Jagd ebenso wie die Entwicklungen in der Holzindustrie. Die Ausstellungen geben einen guten Einblick  in die komplexen Prozesse, mit denen die Menschen in früheren und heutigen Zeiten den Wald in Besitz nahmen und nutzten. So zeigt das Museum unter anderem die vielen unterschiedlichen Werkzeuge, die notwendig waren, um Holzteer zu produzieren, Holzkohle zu gewinnen oder um Planken, Birkenrindenschuhe, Körbe usw. herzustellen. Modelle erläutern die Flößerei und eine Freiluftabteilung zeigt typische Unterkünfte von Waldarbeitern und Jägern neben modernen Fertighäusern aus Holz.Ausgestopfte Elche, Wildkatzen, Moschusochsen und andere Tiere gibt es zu sehen, auch Bären findet man im Museum und im Keller ist in vielen Bassins und Aquarien die vielfältige Flora und Fauna der norwegischen Senn und Flüsse zu bewundern.

Eindrucksvoll: Bär im Waldmuseum

Eindrucksvoll: Bär im Waldmuseum

Eine Brücke über den Fluss verbindet das Museum mit dem 1911 gegründeten Glomdalsmuseum, das unter freiem Himmel eine Sammlung von ca. 90 Häusern – überwiegend aus dem Glomma-Tal – vereinigt.  In der Sommersaison findet man dort auch verschiedene (alte) norwegische Haustierrassen, die traditionell auf norwegischen Höfen gehalten wurden. Ein gemütlicher Spaziergang durch diese Ausstellung ist ein schöner Abschluss des Besuchs im Waldmuseum.

Auch im Winter sehenswert: Glomdalsmuseum

Auch im Winter sehenswert: Glomdalsmuseum

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