Wandern in Norwegen: Die Umgebung von Kilsti

Blick von Kilsti auf den Norddalsfjorden

Blick von Kilsti auf den Norddalsfjorden und Eidsdal

Kilsti und seine Umgebung im schönen Fjordnorwegen (Møre og Romsdal) bietet Touren aller Schwierigkeitsgrade. Ob ihr mit Kindern unterwegs seid oder hoch hinaus wollt, hier seid ihr richtig und lernt einen der bezauberndsten Flecken Norwegens kennen. Im Winter ist das Gebiet beliebt bei Ski- und Snowboardfahrern, im Sommer trefft ihr neben den Wanderern auch Angler, Mountainbiker und Kajakfahrer an.
Kilsti liegt in der Kommune Norddal, die sich am Südufer des Norddalsfjorden erstreckt. Dieser Fjord ist ein Seitenarm des Storfjorden wie übrigens auch der Geirangerfjord, und so ist Geiranger auch nicht weit von Kilsti entfernt – etwa 25 km über den Landweg.

Kilsti selbst ist eine kleine Ansammlung von Höfen, die in luftiger Höhe (450 m) über dem Eidsdal liegt. Ca. 400 m vor dem Ort gibt es einen größeren Parkplatz, den ihr nutzen solltet, um nicht den landwirtschaftlichen Betrieb zu stören. Hier weiden viele Ziegen. Das Gebiet ist sehr gut ausgeschildert, auch die Wanderwege sind in einem einwandfreien Zustand. Die meisten Touren starten am Parkplatz von Kilsti, der in den Karten auch mit Gjerdeneset betitelt wird.

Kilsti-Karte

Quelle: godtur.no

Eine leichte Tour ist die Wanderung zum Kilstivatnet, ein idyllischer Bergsee, der in nur 15 Minuten erreicht ist. Eine schon etwas anspruchsvollere (blaue) Tour ist die Besteigung des Blåhornet (741 m). Es lohnt sich, der Ausblick vom Gipfel auf die Umgebung ist fantastisch. Die Rundtour Kilsti – Kilstiheia – Verpesdalssætra – Skrenakken – Verpesdalen – Flåna – Kilsti gehörte zu den Top 10- Touren bei der Wahl “Norwegens schönste Tour”. Das ist eine Tagestour, ihr müsst mit 7 – 9 Stunden rechnen, die durch eine zauberhafte Landschaft führt und Rundblicke bietet, die einem fast den Atem nehmen.
Eine der schwarzen Touren führt auf den 1519 m hohen Grjotet. Sehenswert und auch per Fuß zu erreichen sind die Severinbrauta, eine Sennerhütte aus dem 19. Jahrhundert, das Eidsvatnet, das etwa 10 km vom Norddalsfjorden entfernt ist, und Hesthaug Gard, ein alter Sennenhof, auf dem ihr auch übernachten könnt. Im Tal direkt am Fjord liegt der Ort Eidsdal. Hier findet ihr einen Campingplatz. In der näheren Umgebung stehen auch Hütten zur Anmietung bereit.

 

Weitere Infos unter:
www.norddal.kommune.no
www.visitalesund-geiranger.com
Hiking routes Eidsdal.pdf

 

 

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Eidsvoll - der Ort des norwegischen Grundgesetzes

Eidsvoll

Foto: eidsvoll1814.no

Die meisten von euch kennen Eidsvoll im historischen Kontext als den Ort, in dem am 17. Mai 1814 die Nationalversammlung das norwegische Grundgesetz verabschiedete und dem Land somit eine Verfassung gab. Der Ort der Versammlung – Eidsvollsbygningen – kann besucht werden. Die beiden nationalen Berühmtheiten Henrik Wergeland und Camilla Collett sind Kinder des Ortes. Und nicht zuletzt könnt ihr von hier aus eine Fahrt mit dem trotz oder gerade wegen seines Alters populären D/S Skibladner, Norwegens ältestes in Betrieb befindliches Dampfschiff, auf dem größten Binnensee des Landes unternehmen…

Eidsvoll ist das administrative Zentrum der gleichnamigen Kommune, die sich am südlichen Ufer des Mjøsa– Sees ausbreitet. Der Ort, der von der lokalen Bevölkerung auch einfach Sundet genannt wird, liegt im nördlichen Teil der norwegischen Provinz Akershus, im oberen Romerike. Die Gegend ist geprägt von der letzten Eiszeit. Viele kleine und größere Teiche und Seen bieten gute Angelmöglichkeiten. Große, zusammenhängende Wälder mit Moränenzügen, Schluchten und Todeisgruben sowie weite Ebenen mit Meeresablagerungen sind die Grundlage für schöne Wanderungen und Spaziergänge in der Umgebung der Stadt.

Die Region um Eidsvoll war schon früh besiedelt, davon zeugen ein paar Namen von Bauernhöfen und einige steinzeitliche Funde. Im Ort wurde mehr als 600 Jahre lang das Ting für ganz Ostnorwegen abgehalten. Auch der St. Olavsweg, der die Verbindung zum nördlichen Binnenland herstellte, war wichtig für die Existenz und das Wachstum der Stadt. Bis zum Beginn des 20. Jahrhundert wurden Eisenerz und Gold abgebaut. Eidsvoll war schon immer ein Verkehrsknotenpunkt für den Verkehr über den Mjøsa– See und damit für die Verbindung zwischen dem Gudbrandsdalen und dem Oslofjord. Auch die erste Eisenbahnlinie Norwegens, die 1854 in Betrieb genommen wurde, verlief von Christiania (heute Oslo) nach Eidsvoll.

Besuchen könnt ihr das Eidsvoll Museum, das Eidsvollsbygningen, Norwegens einziges Binnenschifffahrtsmuseum – Mjøssamlingene am Minnesund, die Smaragdgrube am Minnesund und die Goldgrube. Es gibt in der Gegend der Eidsvoll Kirche einen Lehrpfad zum kulturellen Erbe der Region, der auch ein sehr schöner Wanderweg mit Aussichtspunkten und herrlicher Landschaft ist.

 

Weitere Infos zu Eidsvoll

www.eidsvollkommune.no

 

 

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