Wandern in Norwegen: Mørkonga

Mørkonga

Foto: Tarjei Næss Skrede

Mørkonga ist eine Schlucht im sagenumwobenen Krogskogen (Krogwald) – ein sehr beliebtes Wanderziel für alle Altersgruppen und nicht weit von Oslo entfernt.
Mørkonga oder auch Mørkgonga, Mørkganga, Mørkgånga – wie der Dialekt es so will – heißt übersetzt dunkler Gang. Üppige Vegetation und eine interessante Geologie machen das Gebiet um die Mørkonga aus. Das Gestein ist vulkanischen Ursprungs und etwa 200 Millionen Jahre alt. Die Schlucht ist ein tiefer und breiter Riss in diesem Gestein, der entstand, als die Lava abkühlte.
Habt ihr die Schlucht durchquert und eine der Flanken erklommen, erwartet euch ein spektakulärer Ausblick über den Steinsfjord und die Kommune Ringerike.

Die Mørkonga ist in der Kommune Hole im Fylke Buskerud zu finden, ca. 35 km von Oslo entfernt.
Die 7 km lange Rundtour startet auf dem Parkplatz am Steinsfjord. Der Weg verläuft auf einem alten Holztransportsteig und schlängelt sich den Hügel hinauf. Schon unterhalb der Schlucht ist er mit teilweise losem Geröll bedeckt. In der Schlucht müsst ihr aufpassen, dass ihr nicht zu nah hintereinander geht. Der Weg wird immer steiler, als kleine Hilfe ist am Rand ein Seil gespannt. Innerhalb von 2 km werden hier etwa 450 Höhenmeter absolviert. Wenn ihr oben angekommen seid, nehmt euch Zeit für einen ausgiebigen Blick über das Land und in die Schlucht.

Mørkonga-Karte

Quelle: Turlag

Folgt dem blauen Weg weiter, das Gelände ist jetzt flach. Nach kurzer Zeit erreicht ihr einen See, den idyllischen Migartjern. Hier ist ein schöner Platz für eine längere Rast, eventuell für ein Lagerfeuer oder ein Bad im See.
Zurück zum Ausgangspunkt der Tour geht es am Skardtjern vorbei. Ihr gelangt wieder auf den alten Holztransportsteig, der zum Parkplatz führt.
Natürlich könnt ihr auch über die Mørkonga zum Steinsfjord zurückgelangen.

Die Tour dauert etwa 2 bis 3 Stunden. Sie ist als blaue Tour (mittelschwer) gekennzeichnet und durchgehend ausgeschildert.
Wer mag, kann die Tour auch erweitern und auf den 682 m hohen Gyrihaugen steigen. Von hier oben habt ihr bei schönem Wetter eine tolle Aussicht über große Teile des Østlandet.

Anfahrt
Auto von Oslo die E18 bis Sandvika fahren, dort nach rechts auf den Ringeriksveien abbiegen, der Ringeriksveien geht in den Holeveien über, diesem weiter folgen bis Sundvolden, hier nach links auf den Åsaveien abbiegen und durch Elvik hindurch bis zum ausgeschilderten Parkplatz fahren
Bus vom Busterminal in Oslo nach Sundvolden

Weitere Infos unter:
www.hole.kommune.no
www.mybestjourneys.com/story/2009-07-21/morkonga

Übernachtungsmöglichkeiten unter:
www.visitnorway.com/de/Ubernachtung/

 

 

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Karl Johan TV-Show

Karl Johan, Quelle: Wikipedia

Karl Johan, Quelle: Wikipedia

Die TV-Show „Karl Johan“ macht ihrem Namen alle Ehre. Nein, die Show handelt nicht von dem schwedisch-norwegischen König Karl III Johan und auch nicht allein von der bekannten Osloer Straße. Die Show findet allerdings direkt auf der Karl Johans Gate, auf der Höhe des Grand Hotels, statt.

Die Hauptprotagonisten sind, neben den beiden Moderatoren Erik Solbakken und Hasse Hope, die Menschen, die sich auf der Karl Johans Gate befinden. Das heißt also, dass jeder zum Teil der Show werden kann: ob nun Einwohner, Shopping-Begeisterte oder Touristen. Das Motto der Show: „Alles – oder zumindest etwas – kann in diesem fast geplanten Programm geschehen.“

Erik Solbakken (geb.: 1984) ist ein ausgebildeter Journalist und arbeitet seit 2005 als Fernsehmoderator für den stattlich norwegischen Sender NRK. Zunächst arbeitete er im Kinder- und Jugendprogramm, bis er ab 2009/2010 auch im Erwachsenenprogramm tätig geworden ist. Wer den Eurovision Song Contest verfolgt, hat Solbakken 2010 als Moderator des ESC in Oslo gesehen. Seit 2012 moderiert er nun zusammen mit Hasse Hope Karl Johan. Hasse Hope (eigentlicher Name Hans Christian Hope Heyerdahl, geb.: 1986) ist  ausgebildeter Texter und hat japanisch und Theologie an der Universität Oslo studiert. Sein Debüt vor der Kamera hatte Hope bei der Zeitung „Verdens Gang“ (VG) und dem Online-Ableger VGTV, mit der Serie @Home. Daraufhin ging es für ihn zu TVNorge und anschließend zu TV3. 2012 landete dann auch Hasse Hope beim NRK. Seitdem moderieren und leiten Erik und Hasse die Serie Karl Johan.

Wie jedes Jahr beginnt die neue Staffel im August und endet im Dezember. Jeden Donnerstag gibt es dann eine neue Ausgabe der Show und sie läuft meistens immer gleich ab: Das in 2012 noch etwas holprig wirkende TV-Format, ist mittlerweile zu einer „runden Sache“ geworden. Eingeleitet wird jede Folge von einem Passanten der Osloer Fußgängerzone. Anschließend holen sich die beiden Moderatoren wildfremde vorbeigehende Menschen an ihren klapprigen Campingtisch und quatschen mit ihnen über ein Thema. Fester Bestandteil jeder Sendung sind „Broren til“, dabei werden Passanten parodiert, und „Folkets film“.  Bei Folkets film sollen sich ebenfalls Passanten einen Film spontan vor der Kamera ausdenken. Parallel dazu wird dieser erzählte Film mit der original Stimme des erzählenden von Hasse und Erik nachgespielt und hinein geschnitten. Teilweise sehr aufwändig inszeniert und häufig mit einer bekannten Persönlichkeit aus Norwegen. Am Ende jeder Folge rundet ein Straßenkünstler die Serie ab. Zugeben, es mag etwas kitschig klingen, aber es lohnt sich, auch wenn man die Sprache nicht unbedingt versteht, sich eine der neueren Folgen anzuschauen. Es ist eine lockere und lustige Sendung. Hier der direkte Link.

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