Zwischen Fjord und Fjell

Norwegen!!! 242

Blick auf den Lysefjord

 

Norwegen…. was macht eigentlich das Besondere dieses Landes aus, warum fährt “man” nach Norwegen? Eigentlich ganz einfach: Norwegen ist eines der schönsten Länder dieser Erde.

Die norwegischen Landschaften sind faszinierend und kontrastreich. Norwegen – oder um korrekt zu sein das “Königreich Norwegen” hat flächenmäßig ungefähr die Maße Deutschlands, bei einer Einwohnerzahl von ca. 5,05 MIO Einwohnern gibt es Natur reichlich. Die Küstenlinie Norwegens ist ca. 25.000 Kilometer lang, unzählige Fjorde ziehen sich weit ins Landesinnere hinein. Sie sind oft umrahmt von steilen und mehrere hundert Meter hohen Felsswänden, beispielhaft sei hier der spektakuläre “Preikestolen” am Lysefjord genannt.

Das Hochland Norwegens bietet ebenfalls Abwechslung und Naturerlebnis. Da ist z. B. der Jotunheimen – Naturpark zu nennen, in dem 60 Gletscher und insgesamt 275 Gipfel mit einer Höhe über 2.000 m zu finden sind. Dort findet man auch den Galdhøpiggen, mit 2.469 m der höchste Gipfel des Landes.

Neben dem Gebirge bietet das Fjell mit einer eher kargen Gebirgslandschaft auf seinen Hochflächen viel Raum für lange Wanderungen und allerhand Sehenswertes. Mit etwas Glück und Ausdauer können z. B. auf dem Dovrefjell wildlebende Moschusochsen beobachtet werden, die vor ca. 80 Jahren aus Grönland nach Norwegen übergesiedelt wurden.

Auch die Norweger empfinden die Landschaften ihres Landes als etwas “typisches” und nicht umsonst lautet die erste Zeile der norwegischen Nationalhymne “Ja vi elsker dette landet” (Ja, wir lieben dieses Land). Doch gibt es neben den Landschaften noch allerhand zu entdecken. So sagt die Sängerin Anne Lise Gjøstøl in einem Interwiew: “Norwegen ist Ziegenkäse auf dem Frühstückstisch, der Nisse in der Scheune, der Nöck im Teich, die Huldra in den Bergen.” Aber das ist eine andere Geschichte……

 

 

 

 

 

 

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Hamar Domkirkeodden

Domkirke im Gebäude aus Glas

Die Hamar Domkirkeodden ist eine kleine Landspitze, angrenzend an dem See Mjøsa, in der knapp 30.000 Einwohnerstadt Hamar.
Auf der Landspitze befindet sich eine Ruine, von einer aus dem Mittelalter stammenden Domkirche. Der Bau der Kirche begann etwa 1152 und wurde 1200 fertig gestellt. 1567 wurde der Dom zu Hamar allerdings im Krieg von den Schweden zerstört.
Da diese Ruinen zu den wichtigsten und prachtvollsten Norwegens gehören, wollte man sie für die Nachwelt erhalten und vor dem Verfall retten. 1987 wurde der Beschluss gefasst ein Gebäude aus Stahl und Glas zum Schutze dieser Ruinen zu bauen, um das Klima um die Ruinen herum zu kontrollieren. Das Projekt zum Bau des Gebäudes wurde ausgeschrieben und der Architekt Kjell Lund bekam den Zuschlag. 1998 fand nach Ausgrabungen rund um die Ruinen und dem Bau des Gebäudes, die feierliche Eröffnung statt. Die Anlage trägt den Namen Hamardomen. Die Ruinen mit ihrem Gebäude zum Schutze sind ein Bestandteil des Hedmarksmuseum, welches sich wenige nur wenige Meter entfernt liegt.

Lageplan des Hedmarkmuseums

Lageplan des Hedmarkmuseums

Die Domkirkeodden und Umgebung ist aber mehr als nur die Ruhestätte einer alten Kirche. Das Hedmarkmuseum – Hedmark ist eine Region, ähnlich eines deutschen Bundeslandes, in Norwegen – bietet seinen Besuchern kostenlosen Eintritt in seine „Freiluftabteilung“. Das Freiluftmuseum liegt ebenfalls idyllisch am Mjøsa. Im Umkreis der Domkirkeodden liegen insgesamt 65 antiquarische Gebäude, die vom Lande rund um Hamar, hierher verlegt wurden. Das Freiluftmuseum verschafft einen guten Eindruck des damaligen Baustils, vom großen Hof bis zur kleinen Hütte.
Dieser Teil von Mjøsas „Strand“ lockt aber auch zu jeder Jahreszeit viele Norweger der Umgebung an. Sie packen sich Getränke und etwas zu essen ein, um etwas Zeit am Wasser zu verbringen. Besonders im Winter hat dieser Ort etwas ganz besonderes: Das Wasser vom See hat sich zurückgezogen und legt Stellen frei, die im Sommer im verborgenen liegen, Mjøsa ist zum Teil gefroren und Nebelschwaden schweben über dem See. In der Adventszeit werden einige Wege der Häuser von Kerzen beleuchtet und weihnachtlich geschmückt.

Freiluftmuseum

Freiluftmuseum

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