Johan Evensen – Norwegens Skiflug-Weltrekordler

Johan Evensen

Foto: idag.no

Am 11. Februar 2011 wurden tausende Zuschauer in der ganzen Welt Zeuge des bisher längsten Skisprungs der Geschichte. Der Norweger Johan Evensen sprang auf der gerade zur größten der Welt umgebauten Schanze in Vikersund (Buskerud) den Sprung seines Lebens und landete bei 246,5 m – Weltrekord!
Der Weltrekord hält nach wie vor, aber wo ist Johan Evensen geblieben?

Johan Remen Evensen wurde am 16.09.1985 in Stokmarknes auf den Vesterålen geboren und wuchs zunächst in Alsvåg (Kommune Øksnes) auf. Als er sieben Jahre alt war, zog die Familie nach Molde (Møre og Romsdal), wo seine Mutter herstammt. Hier entdeckte er seine Liebe zum Skispringen. Nach einem Sturz von der Schanze am Granåsen in Trondheim im Alter von 16 Jahren wurde er zum Sportinvaliden erklärt. Er war mit starken inneren Blutungen und einer beschädigten Niere ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Ärzte warnten davor, wieder auf die Schanze zu gehen. Ein erneuter Sturz könnte seinen Tod bedeuten. Ein halbes Jahr später entschloss sich Evensen, wieder zu springen, da Skispringen das war, was ihm am meisten Spaß machte.

Johan Evensen: Weltrekord-Ski

Einer seiner beim Skiflug-Weltrekord benutzten Ski hängt in der Mensa seiner ehemaligen Schule in Alsvåg (Vesterålen)

Erstmals machte er 2007 international auf sich aufmerksam, als er den 2. Platz im Continetalcup in Zakopane (Polen) belegte. Ein Jahr später schaffte Johan Evensen den Sprung in die norwegische Weltcup-Mannschaft. Bei seinem Debüt in Trondheim belegte er auf Anhieb den 10. Platz, eine Woche später erreichte er in Pragelato (Italien) seinen ersten Podestplatz. Aber er konnte sich nie richtig in der Weltspitze etablieren. Meistens hatte er Probleme, überhaupt in den zweiten Durchgang zu kommen.
Umso erstaunlicher war es, dass er am 11. Februar 2011 den damaligen Weltrekord, gehalten von seinem Landsmann Bjørn Einar Romøren mit 239 m, gleich zweimal überbot. 243 m in der Qualifikation, 246,5 m im Wettkampf. Dieser Weltcup in Vikersund war übrigens der einzige in seiner Karriere, den er gewinnen konnte.

Nach einer eher schwachen Saison erklärte er im Februar 2012 auf einer Pressekonferenz seinen Rücktritt vom aktiven Sport. Evensen hörte auf seinen Körper, der, wie er selbst sagte, nichts mehr zu bieten hat.
Seit 2008 ist er verheiratet und hat eine kleine Tochter. Die Familie lebt heute in Lindesnes (Vest-Agder), wo Johan Evensen als Eventmanager in einem Hotel arbeitet. Auch ist er hin und wieder für das norwegische Fernsehen NRK als Experte bei Skispringen unterwegs.

 

 

Weitere Infos unter:
fis-ski.com
www.skispringen-news.de

 

 

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Das norwegische Erdölmuseum

Norwegisches Erdölmuseum

Norwegisches Erdölmuseum

Stavanger ist das Zentrum der norwegischen Ölindustrie und aufgrund des wirtschaftlichen Erfolges eine der reichsten und schönsten Städte Norwegens. Es sind alle wichtigen internationalen Ölgesellschaften heute in Stavanger präsent, der staatliche norwegische Ölkonzern Statoil wurde sogar hier gegründet. Es liegt also auch nicht sonderlich fern, wenn in dieser florierenden Öl-Stadt, Norwegens Erdölmuseum seine Heimat hat. Seit der ersten erfolgreichen Ölbohrung 1969 hat keine andere Stadt so sehr vom Ölboom profitiert wie Stavanger.

Das Museum ist ein aufsehenerregender Bau aus Granit und liegt direkt am Wasser. Ein Teil des Museums befindet sich sogar auf dem Wasser. Dieser wurde einer Ölplattform nachempfunden. Im inneren des Museums sieht es ganz ähnlich aus. Auch hier bekommt man ständig den Eindruck vermittelt, sich auf einer echten Bohrinsel zu befinden: dunkle Gänge, eine authentische Geräuschkulisse, sowie nachgebaute Räume. Das Museum informiert auch über den technologischen Fortschritt und darüber, wie das Erdöl die norwegische Gesellschaft beeinflusst hat. Originalobjekte, Modelle, Filme und interaktive Exponate zeigen jeden Blickwinkel von einem Alltag auf der Ölplattform bis zur Technologie und zu dramatischen Unfällen.

1980 kippte die Förderinsel Alexander L. Kielland in die Nordsee. 123 Menschen sind ums Leben gekommen und 89 überlebten die Havarie. Eine ähnliche Situation kann im norwegischen Erdölmuseum erlebt werden. Bei einem Stromausfall und in kompletter Dunkelheit irrt der Besucher über die Plattform, die Sirene heult, überall Hindernisse und ein Hauch von Panik liegt in der Luft. So erlebt man in 5 Minuten den Katastrophenraum in dem Museum. Sogar ein Rettungsschlauch kann in dem Museum ausprobiert werden, der einem Schlauch auf einer Bohrinsel sehr nahe kommt.

Des weiteren zeigt das Erdölmuseum die Technologieentwicklung von den ersten Plattformen, die aus Stahl- und Beton bestanden, bis hin zu modernen Schiffen und Unterwassersystemen. Ein 3D-Film zeigt die Geschichte des Öls, wie es entstand, gefunden, gefördert und verwendet wurde und wird.

Öffnungszeiten:
1. Juni – 21. August: täglich von 10:00 Uhr – 19:00 Uhr
1. September – 31. Mai: Montag – Samstag von 10:00 Uhr – 16:00 Uhr, Sonntags von 10:00 Uhr – 18:00 Uhr

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