Drei auf einen Streich für Wanderfreunde

Die schönsten Plätze Norwegens werden jetzt noch leichter erreichbar! Für Wanderfreunde, die nur wenig Zeit haben und trotzdem am liebsten alle Naturspektakel von Fjordnorwegen erleben möchten, gibt es in den Sommermonaten neue, praktische Bus-Verbindungen. Damit können Wanderziele ab 1. Juli noch besser miteinander kombiniert werden. Den Busfahrplan und weitere Informationen zu spektakulären Wanderungen findet man auf der Homepage des regionalen Verkehrsunternehmens Tide: www.tidereiser.com.

Die schönsten Ziele für Wanderfreunde. Foto: visitnorway.com

Die schönsten Ziele für Wanderfreunde. Foto: visitnorway.com


Wer möchte nicht einmal auf dem “Predigtstuhl” – Preikestolen – sitzen, auf der Trollzunge balancieren oder den Kjeragbolten erklimmen. Die drei natürlichen Sehenswürdigkeiten sind wohl die klassischsten Foto-Motive von Norwegenurlaubern, – aber nicht immer war es so einfach, diese Ziele auch zu erreichen. Ab dieser Saison fährt ein Expressbus im Juli und August zwischen den Wanderzielen Preikestolen und Trolltunga in Fjordnorwegen hin und her. Damit können beide Wanderhighlights an nur zwei zusammenhängenden Tagen „geschafft“ werden. Wer dann noch Zeit und Puste hat, kann einen Bus-Abstecher via Stavanger nehmen und am dritten Tag den Kjeragbolten erklimmen, einen in 1.000 Metern Höhe über dem Lysefjord eingeklemmten Monolithen.

Der “Preikestolen” überragt den Lysefjord in der Nähe von Stavanger um 600 Meter. Er wurde aktuell von Reiseguide “Lonely Planet” zum atemberaubensten Aussichtspunkt der Welt gekürt. Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 250.000 Einheimische und Touristen den Preikestolen und machten ihn damit zu einer der beliebtesten Attraktionen Norwegens. Bis zum Plateau des „Predigtstuhls“ wandert man zügigen Schrittes etwa zwei Stunden.

Die Trolltunga befindet sich bei Odda oberhalb des Sørfjords und ist rund vier Busstunden vom Preikestolen entfernt. Der Aufstieg zur spektakulären „Trollzunge“ gilt als sehr anspruchsvoll und dauert etwa zehn Stunden. Trotz – oder wegen – dieser Strapazen gilt die Trolltunga als einer der weltweit besten Orte für Heiratsanträge…

Der Kjerag mit seinem einzigartigen, in eine Felsspalte eingeklemmten Monolithen wird nicht nur von Wanderern geschätzt. Auch bei Basejumpern und Kletterern ist der Berg am Südufer des Lysefjords beliebt.

Weitere Infos zu Wandertouren und Wandervorbereitung auf Visitnorway.com.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Hinterlasse eine Antwort

Stadtbummel in Oslo – Fram Museum

Fridtjof Nansen, geboren 1861, war einer der großen norwegischen Forscher und Entdecker. Er überquerte 1888 als erster Mensch Grönland über das Inlandseis hinweg. Zur Vorbereitung auf seine nächste Expedition ließ er die „Fram“ bauen, die heute auf der Museumsinsel Bygdøy zu besichtigen ist.

Nansen hatte die Theorie aufgegriffen, nach der es durch die Drift des Eises im Arktischen Ozean möglich sein sollte, den Nordpol zu erreichen bzw. ihm möglichst nahe zu kommen. Ein herkömmlich konstruiertes Schiff wäre bei dem Versuch mit dem Eis zu driften jedoch unweigerlich zerquetscht worden und so reifte in Nansen die Idee ein spezielles Schiff bauen zu lassen.

Mit Hilfe von Sponsoren ließ Nansen die Fram (deren Name im norwegischen „vorwärts“ bedeutet) bauen, die gegenüber anderen Schiffen einige Besonderheiten hatte. So wies der Rumpf einen unüblichen dreieckig – abgerundeten Rumpfquerschnitt auf, der dazu führen sollte dass das Schiff vom Eis nach oben gedrückt und nicht zerquetscht wurde. Die hölzernen Außenwände des Rumpfes waren ca. 50 cm dick und im inneren des Schiffes mit zahlreichen Streben zusätzlich versteift.

Im Jahr 1893 stach die Fram von Vardø aus in See. An Bord waren neben Nansen 12 weitere Männer, unter Ihnen Kapitän Otto Sverdrup und Frederic Hjalmar Johannsen, der später auch an der Südpolexpedition Amundsens teilnahm.

Die Theorie der Eisdrift entpuppte sich in der Realität jedoch nicht als brauchbar und so verließen Nansen und Johannsen im März 1895 – zwei Jahre nach Beginn der Reise – das Schiff und machten sich mit Hundeschlitten auf den Weg in Richtung Nordpol. Am 8. April 1895 erreichten die Beiden mit einer geographischen Breite 86° 13,6′ N einen neuen Rekord in der bis dahin größten erreichten Annäherung an den geographischen Nordpol. Den Nordpol erreichten sie jedoch nicht.

Da die Kälte ihnen inzwischen sehr zugesetzt hatte entschied Nansen die Expedition abzubrechen und die beiden Männer begannen den gefahrvollen Rückweg.  Erst am 13. August 1896 erreichten sie wieder Vardø, und Nansen verschickte zahlreiche Telegramme mit der Nachricht seiner sicheren Rückkehr. In Tromsø kam es am 21. August 1896 zu einem Wiedersehen zwischen Nansen, Johansen und den übrigen Expeditionsteilnehmern, die inzwischen auch mit der Fram wieder in Norwegen eingetroffen waren.

Fram Museum auf Bygdøy von der Seeseite aus

Fram Museum auf Bygdøy von der Seeseite aus

 

Die Fram wurde noch bis 1912 als Expeditionsschiff genutzt, sie war zwischen 1912 und 1920 in einem Dock, wurde jedoch nicht gewartet und begann zu zerfallen. Auf Initiative von Lars Christensen, Otto Sverdrup und Oscar Wisting wurde die Fram seit den 1920er Jahren restauriert. Ab 1935 wurde das Schiff im speziell dafür gebauten Frammuseum ausgestellt. Besucher können dort das mit originalem Interieur versehene Schiff besichtigen. Im Museum werden zudem die drei Polarfahrten der Fram dargestellt; weiterhin gibt es eine umfangreiche Ausstellung zu den Arktis- und Antarktisgebieten. Da das Museum keine Heizung oder Klimaanlage besitzt, ist besonders im Winter warme Kleidung zu empfehlen.

Das Frammuseum ist am Bygdøynesveien 36 zu finden, die Öffnungszeiten variieren je nach Saison und sind hier zu finden: http://www.frammuseum.no/Visit-the-Museum/Opening-hours.aspx

© 2002 - 2021 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved