Vestlandet

Vestlandet – das Herz Norwegens liegt in seinen Fjorden

Vestlandet in Norwegen (Bild: wikipedia)

Vestlandet in Norwegen
(Bild: wikipedia)

 

Verlässt man die Region Sørlandet nach Westen hin, gelangt man nach Vestlandet, eine weitere norwegische Region, welche vor allem aufgrund seiner atemberaubenden Fjorde und seiner wunderbaren Natur beliebt ist. Hier kannst du mehr über diesen Teil des Landes erfahren.

Die Region Vestlandet liegt, wie sicher schon am Namen erkannt wurde, im Westen des Landes, genauer gesagt, im Südwesten. Sie ist eingeteilt in die vier Fylker Rogaland, Hordaland, Sogn og Fjordane und Møre og Romsdal. Die beiden größten Städte dieser Gegend sind Bergen und Stavanger. Für Norwegen ist Vestlandet ein wichtiges Tourismusgebiet, vor allem wegen seiner spektakulären Fjorde und den Häfen der Hurtigruten.

Die südlichste Fylke Vestlandets ist Rogaland. Aufgrund der Sandstrände die aus Osten kommende Reisende begrüßen, gleicht sie noch sehr den Gegenden in Sørlandet. Industriell gesehen ist die Hauptstadt Rogalands Stavanger sehr wichtig, da sie als Erdöl- und Erdgaszentrum Norwegens gilt. Und schon in Rogaland beginnen die schon erwähnten Fjorde. Vor allem der Lysefjord mit den Ausflugszielen Preikestolen und Kjreag in naher Umgebung ist hier absolut sehenswert.

Im Norden grenzt Rogaland dann an die Fylke Hordaland, welche auch mit einem beeindruckenden Fjord auftrumpft, dem zweitlängsten des Landes. Der Hardangerfjord ist vor allem wegen der berühmten Trollzunge ein beliebtes Ziel für Touris. Ein weiterer Fjord, an dem man nicht vorbeikommt ist der Nærøyfjord, der in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen wurde. Adrenalinjunkies kommen nicht am Ort Voss vorbei, in dem jährlich die Extremsportwochen stattfinden. Ebenfalls in Hordaland zu finden ist eine der ältesten Siedlungen Norwegens, Aga. Hier kann in einem Freilichtmuseum erkundet werden, wie sich das frühere Leben in dem skandinavischen Land abgespielt haben muss. Das meiste spielt sich allerdings in Bergen ab, eine der beiden größten Städte Vestlandets, die unbedingt einen Besuch wert ist.

Als nächstes folgt die Fylke Sogn og Fjordane. Auch hier wieder eine Superlative: Der Sognefjord ist der längste Fjord Norwegens, seine Umgebung beinhaltet ein Highlight nach dem anderen. So zählt beispielsweise der Jotunheimen Nationalpark zu den bekanntesten Gegenden Norwegens überhaupt. Auch der höchste Berg Vestlandets ist hier zu finden – der Store Skagastølstind. Und ein weiteres Naturschauspiel hält diese Fylke bereit. Sogno g Fjordane ist berühmt für seine Gletscher, unter anderem den Jostedalsbreen, der als größter Gletscher auf dem europäischen Festland gilt. An der Küstenregion wartet die westlichste Stadt Norwegens, Florø, auf einen Besuch, genauso wie die vielen kleinen und großen Inseln der Westküste.

Die nördlichste Fylke Vestlandets ist Møre og Romsdal. Das kulturelle Zentrum dieser Gegend bildet die Stadt Molde, die mit Festivals und Literaturakademien auffährt. Auch die Stadt Ålesund sollte unbedingt besichtigt werden. Die Jugendstilhäuser sind einzigartig in diesem Land. Außerdem erwarten dich in Møre og Romsdal die Gebirgsstraße Trollstigvegen, welche durch hohe Felsmassive führt, sowie der Geirangerfjord, Zuhause der Wasserfallgruppe mit dem märchenhaften Namen Die Sieben Schwestern.

Wie du siehst, ist Vestlandet auf jeden Fall einen Besuch wert und sollte auf dem Weg in den hohen Norden Norwegens unbedingt eingeplant werden. Mehr zu den einzelnen Fylker findest du in detaillierteren Artikeln hier in der Norwegenstube!

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Ofoten - das nördlichste Nordland

Ofoten

An der Grenze zwischen Nordland und Troms

Die Ofoten sind ein Distrikt in der Provinz Nordland, das sich um den Ofotfjord erstreckt. Historisch gehörte die Gegend einmal zur Region Salten, die heute südlich an die Ofoten angrenzt. Im Norden bildet die Provinzgrenze zwischen Nordland und Troms den Abschluss. Das Zentrum der Ofoten ist die Hafenstadt Narvik. Berühmt ist die Ofotbanen, die seit 1902 Erz aus dem schwedischen Kiruna bringt…

Zu den Ofoten, die eine Fläche von 5.518,35 km² umfassen und in denen 28.191 Einwohner (Stand: 01.01.2014) leben, gehören derzeit die Kommunen Tysfjord, Ballangen, Tjeldsund, Lødingen, Evenes und Narvik. Die Bevölkerung konzentriert sich insbesondere auf die Orte rund um den Ofot– und den Vestfjord. Neben Narvik sind die Städte Lødingen und Kjøpsvik Ballungszentren.

Ofoten: Lødingen

Im Hafen von Lødingen

Der Name Ofoten steht auch für eine frühere Kommune. Im Jahre 1838 war die Region unterteilt in die Kommunen Ofoten und Lødingen. 1869 wurde Tysfjord als eigenständige Verwaltungseinheit abgetrennt, 1884 unterteilte man die Kommune Ofoten in Evenes und Ankenes. Aus der letzteren ging 1901 die Kommune Narvik hervor, der im Jahre 1974 der Rest von Ankenes wieder zugeteilt wurde. 1918 wurde Tjeldsund von Lødingen getrennt, 1924 Ballangen von Evenes.

Die Ofoten sind nach Osten zunehmend sehr bergig mit hohen, schroffen Gipfeln. Fast die Hälfte des Gebiets liegt auf einer Höhe von über 600 m. Die höchste Erhebung bildet das Storsteinfjellet (1.894 m) bei Narvik. Mehrere Gletscher, wie zum Beispiel der Frostisen und der Gihtsejiegŋa, und viele Bergseen sind hier zu finden. Neben dem Ofotfjord schneiden sich mehrere Fjorde mit meist steilen Wänden in das Gebirgsland. Eine Gegend für wunderschöne und unvergessliche Berg- und Skitouren.

Ofoten: Die Tjeldsund-Brücke

Die Tjeldsund-Brücke

Die natürlichen Ressourcen des Gebiets bilden die Grundlage für eine große Energieausbeute. Das Wasserkraftwerk Skjomen ist der bedeutendste Produzent des Distrikts. Mehrere Minen, in denen Kalkstein, Quarz und Dolomit abgebaut werden, sind im Betrieb. Eine eher untergeordnete Rolle spielen die Landwirtschaft und die Fischerei.

 

Weitere Infos unter:
www.ofotraadet.no
www.ofotenmuseum.no

 

 

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