Coca-Cola Life

Coca-Cola Life Lofoten, Quelle: screenshot youtube

Coca-Cola Life Lofoten, Quelle: screenshot youtube

 

Die Weltbekannte Getränkemarke Coca-Cola macht jetzt auf gesund: Bereits seit September 2014 ist eine neue und vor allem „gesunde“ Variante des Softdrinks in Europa (Großbritannien)  erhältlich. Sie heißt „Coca-Cola Life“. 

Das besondere an der Cola sollen die gesünderen Inhaltsstoffe sein. Vor allem weniger Zucker und kein künstlicher Süßstoff, sondern das natürliche Süßungsmittel Stevia.

Vor dem Marktstart in Großbritannien, wurde das neue Getränk u.a. in Argentinien, Chile, USA und Mexiko eingeführt. Nun möchte Coca-Cola ein weiteres Königreich mit „Coca-Cola Life“ erobern, und zwar Norwegen. Für den Marktstart hat sich das Unternehmen etwas ganz besonderes ausgedacht und zu seinem frischen und gesunden Getränk einen entsprechenden Werbefilm produziert. Es ist der kleinste Produktlaunch, den das Unternehmen je durchgeführt hat und als Kulisse dient das kleine Dorf Reine in den Lofoten. Reine ist ein wirklich sehr kleines Dorf und hat nur um die 300 Einwohner. Die Landschaft passt allerdings hervorragend zu dem Image, den Coca-Cola seinem Getränk „Life“ verpassen möchte. Wer schon einmal in Reine gewesen ist weiß, dass es dort wenig Werbemöglichkeiten gibt, eigentlich gar keine. Wie soll also ein Milliardenkonzern dort einen Produktlaunch durchführen?  Ganz einfach: Das ganze Dorf wird zur Werbetafel. Es wurden an Häuser Plakate gehängt, Boote mit Flaggen bestückt, ein Fußballteam mit Trikots versorgt, Einwohner mit Jacken warm gehalten und anstatt Fisch getrocknet, Banner aufgehängt. Der erste Umtrunk fand mit etwa 200 Einwohnern in dem kleinen und einzigen Supermarkt „Coop“ statt. Am Abend gab es ein Fest im örtlichen Gemeindehaus. Das komplette Dorf und deren Einwohner wurden Teil des Launches und mit eingebunden.

Der Kampf um die Brause Nummer 1 geht in Norwegen also in eine neue Runde. Neben Coca-Cola ist nämlich auch Pepsi sehr erfolgreich in dem Königreich. Sogar erfolgreicher und verbreiteter als hier bei uns in Deutschland.

Ob die Coca-Cola Life nun gesünder oder besser als ihr rotes original ist, sei einmal dahingestellt. Eine gelungene Werbekampagne ist es aber allemal.

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Bærums verk

Bærums verk war ein Dorf, dass am westlichen Stadtrand von Oslo eine Eisenschmiede beherbergte. Das Dorf, besteht aus vielen kleineren und größeren Holzhäusern und wurde restauriert. Heute ist es eine kleines traditionelles Einkaufsdorf.
Das Dorf wurde 1641 an seinem aktuellen Standort gebaut und es war im 17. Jahrhundert der größte Eisenbetrieb in Norwegen.
1964 wurde die Schmiede geschlossen, jedoch hat eine Zimmermannswerkstatt weiterhin Türen hergestellt. In den 1980-er Jahren hat das Denkmalgeschützte Dorf einen Award für seine Architektur und die Restaurationsarbeiten bekommen. Dies war der Grundstein für ein kulturelles und von Handwerkskunst geprägtes Shoppingdorf.
Der König von Dänemark war von 1610 bis 1624 der Eigentümer des Dorfes. Anschließend hat das norwegische Eisenunternehmen das Dorf bis 1640 übernommen und hat es aufgrund einer Flut 1638 geschlossen. 1641 wurde der Niederländer Gabriel Marcelis der neue „Hausherr“ des Dorfes und zog damit zu dem heutigen Standort. Am neuen Standort wurden vor allem Nägel, Kanonen und Kanonenkugeln hergestellt.
Von 1664 an hat die Familie Krefting die Fabrik betrieben und haben sie zu der größten Norwegens ausgebaut. Für vier Jahre wurde sie dann von einer Holding Company betrieben bis Conrad Clausen 1773 mit 18 Jahren die Schlüssel für die Fabrik übergeben bekommen hat. Clausen starb jedoch schon im Alter von 31 Jahren nachdem er eine Handelsschule an dem Ort etabliert hat. Seine Frau hat daraufhin den Betrieb übernommen bevor dieser 1791 an Peder Anker verkauft hat. Anker wiedereröffnete eine der alten Minen und erneuerte die Straßen. 1840 übergab Peder Anker die Anlage an seinen Schwiegersohn Herman Wedel Jarlsberg bis er 1840 die Geschäfte an seinem Sohn Baron Harald Wedel Jarlsberg die Geschäfte vererbte. Harald war ein ausgebildeter Marine Offizier und war die letzte Person, die die Fabrik nach den alten Methoden betrieb. Für einige Zeit war er sogar Bürgermeister von Bærum.
1898 kooperierte Baron Jarlsberg mit Carl Otto Løvenskiold, der zu der Zeit ebenfalls Premierminister von Norwegen gewesen ist. Die Fabrik wurde später zu einer Limited Company und dies auch heute noch, trotz dessen, dass die Schmiede 1964 geschlossen wurde.
Unabhängig von all den Namenswechsel ist Bærums verk ein toller Ort für eine Besichtigung.

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