Ole Einar Bjørndalen

Bjørnndalen - Wikipedia

Bjørnndalen – Wikipedia

Ole Einar Bjørndalen ist auch für norwegische Verhältnisse ein Ausnahmeathlet. Er ist sowohl nach Anzahl der Titel als auch nach Gesamtzahl der Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen der erfolgreichste Athlet und kann seit 2011 als erster männlicher Biathlet in allen Disziplinen Weltmeistertitel vorweisen.

Bjørndalen wurde am 27. Januar 1974 geboren und ist in Simostranda in Buskerud aufgewachsen. Sein älterer Bruder Dag Bjørndalen, hat ihn auf den Skisport gebracht, welcher Biathlet für die norwegische Nationalmannschaft gewesen ist.

Seine ersten Olympischen Winterspiele haben für in Norwegen stattgefunden. 1994 ist er zum ersten Mal für jene angetreten, jedoch nur mit mäßigem Erfolg, gehörte aber In Lillehammer 1994 erstmals zum Olympiateam der Norweger. 1998 in Nagano hat er im Sprint und zudem mit dem norwegischen Team Silber gewonnen. Zuvor in der Saison 2001-2002 hat er keinen Hinweis darauf gegeben, was er zu den Olympischen Spielen in Salt Lake City erreichen würde. Zu Beginn der Saison hat er zwei World Cup Biathlon Rennen gewonnen, doch in Salt Lake City hat Ole Einar Bjørndalen in allen vier Biathlon Disziplinen Gold gewonnen – 10 km, 20 km, Sprint und Staffel. Kein Biathlet hat vor ihm mehr als zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Winterspielen gewonnen. Dies war sein großer Durchbruch. Bjørndalen hat unglaubliche 93 Weltcupsiege auf dem Konto, dazu kommen neben sechs Gesamtweltcup-Siegen unter anderem 19 WM-Titel und nun 13 olympische Medaillen. In Lillehammer 1994 gehörte er erstmals zum Olympiateam der Norweger.

Seine Gier nach Erfolg war und ist wohl unstillbar, deswegen lief er sicher auch in Sotschi bei seiner sechsten Olympiateilnahme wieder zu Höchstform auf und verschiebt seinen Biathlonruhestand um weitere zwei Jahre. Bjørndalen hat sich mit seiner Familie und seinem Team beraten und dazu entschieden weiterzumachen. Nun sollen die Weltmeisterschaften am legendären Holmenkollen, im eigenen Land, für den achtmaligen Olympiasieger definitiv der krönende Abschluss einer unvergleichlichen Laufbahn werden. Es gäbe wohl keinen schöneren Abschluss seiner sportlichen Karriere.

Heute lebt Ole Einar Bjørndalen allerdings nicht mehr in Norwegen, sondern hat seinen Lebensmittelpunkt nach Obertilliach verlegt, einer kleinen Gemeinde in Österreich, mit bescheidenen 708 Einwohnern.

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Die norwegische Seemannskirche

Norwegische Seemannskirche Hamburg

Norwegische Seemannskirche Hamburg

Die Geschichte der norwegischen Seemannskirche begann am 31. August 1864 in Bergen. Zehn Männer gründeten auf Initiative von Johan Cord Harmes Storjohann einen evangelischen Verein für skandinavische Seemänner in fremden Häfen.

Während eines Studienaufenthaltes in Schottland, ist Storjohann in Leith mit einigen norwegischen Seeleuten in Kontakt gekommen, und hat festgestellt, dass diese Menschen während ihrer Reisen Unterstützung ihrer heimischen Kirche benötigen.

Im Sommer 1864 ist er zurück nach Bergen gekommen und legte die Angelegenheit der Generalversammlung der norwegischen Missionsgesellschaft vor. Die Verantwortlichen winkten sein Vorhaben jedoch direkt ab. Aus diesem Grund suchte sich Storjohann gleichgesinnte und gründete zusammen mit ihnen die Organisation am 31. August in der Øvregaten in Bergen.

Im Herbst 1865 eröffnete in Leith die erste Station der Seemannsmission. Noch im selben Jahr sind Stationen in North Shields und Antwerpen hinzugekommen. Kurz danach folgten weitere Stationen und die Seemannspriester bekamen den vollen Status einer Kirche, unter der Aufsicht des Bischofs von Bjørgvin, zugesprochen.

Neben den regulären Gottesdiensten und anderen kirchlichen Aufgaben, hat die norwegische Seemannskirche von Anfang an viel Wert darauf gelegt Schiffsbesuche, Hausbesuche und Krankenbesuche abzuhalten. In Verbindung mit dem Kirchenraum, wurden Lesesäle etabliert, in denen es möglich ist Feste zu feiern, Bücher zu lesen oder Briefe nachhause zu schreiben. Es folgte die Tradition, zusammen mit dem Verein der Seemannsmission in Norwegen, Weihnachtsgeschenke an die Seeleute zu versenden, welche sich bis heute durchgesetzt hat. Jedes Jahr versendet die norwegische Seemannskirche rund 30.000 Weihnachtsgeschenke mit Briefen.

Die Zwischenkriegszeit wurde vor allem dadurch geprägt, dass nur wenige Kirchen gegründet wurden. Während des zweiten Weltkrieges erntete die Seemannskirche viel Anerkennung für ihren Mut, ihr Durchhaltevermögen und dem Beistand für in den Krieg involvierte Norweger. Da mit der Zeit immer mehr Norweger verreisten, nahm auch die Arbeit für die Seemannskirchen immer mehr zu. 1970 wurde die Kirche zunächst von Norwegens Bischöfen dazu aufgefordert, deren kirchliche Dienste auszuweiten, um auch den Norwegern beizustehen, die sich im Ausland aufhalten, allerdings nicht zur See fahren. 1990 weitete die Organisation schließlich ihre Dienste und ihren Namen aus. Seit dem trägt die Kirche den Zusatz „Norsk kirke i utlandet“, „Norwegische Kirche im Ausland“. 2003 änderte die Kirche ihren Namen von Sjømannsmisjon/Norsk kirke i utlandet zu Sjømannskirken – Norsk kirke i utlandet.

Die Kirche ist heute nicht mehr nur ein Anlaufpunkt für Seeleute, sondern auch für Urlauber, Studenten, Au Pairs und viele mehr. Es finden über das Jahr verteilt regelmäßig Veranstaltungen statt. Der Höhepunkt ist jedes Jahr der norwegische Nationalfeiertag am 17. Mai. In Deutschland gibt es in Berlin und Hamburg eine Kirche und es sind neben Norwegern auch immer Norwegen-Freunde herzlich willkommen.

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