Runensteine in Norwegen

Im skandinavischen Raum sind über die Jahrhunderte hinweg viele Runensteine entstanden, von denen einige heute noch bestehen und zu betrachten sind. Die Runen auf ihnen sind die alten Schriftzeichen der Germanen. Inneralb der Runenschrift unterscheidet man noch unterschiedliche Alphabete (das neue und alte Futhark), die sowohl von der Zeitstufe voneinander abweichen, als auch regional unterschiedlich angewandt werden.

 

Der Runenstein an sich war dabei meist ein hoher Stein, der aufrecht stand. Auf ihnen wurde die Runenschrift eingraviert. Oft dienten die Steine zur Erinnerung an Gefallene oder Verstorbene, manchmal erzählten sie auch kleine Geschichten. Im skandinavischcen Raum wurden fast an die 6000 Runensteine gefunden. In Norwegen wurden die ersten Runensteine schätzungsweise seit dem 4. Jahrhundert aufgestellt. Viele sehen auch das norwegische Østfold als Geburtsstätte der Runensteine, ehe sie sich vor allem weiter nach Schweden hin ausbreiteten.

Bei den Runensteinen unterscheidet man zudem zwei Grundtypen an Steinen. Es gibt Steine, auf denen sich die Runenschrift vom Kopf eines Drachen bis zu dessen Schwanzende windet. Diese Art der Runensteine werden jünger geschätzt als die des zweiten Grundtypen, der lediglich als Schriftstein fungiert. Besonders in Norwegen kommt dieser Runenstein-Typ vor.

Beispiel für Runensteine in Norwegen ist unter anderem der Skeistein, der in der Telemark steht. Dieser Stein stellt laut Beschreibung ein Kulturdenkmal dar. Die Inschrift ist auf das 11. Jahrhundert datiert. Zu diesem Stein gehörten wohl unsprünglich drei weitere Steine, die nun allesamt verschwunden sind. An diesem Kultort wurden nach der Ernte Volksfeste abgehalten. Der Name des Steins leitet sich von “skeid” ab, was eine Zusammenkunft der Landbevölkerung zu Pferdewettkämpfen und anderen Wetten bezeichnet.

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Oslos Inseln

Oslofjord

Oslofjord

Oslos Inseln sind im gesamten Fjord von Oslo zu finden. Zum Stadtgebiet gehören aber „nur“ rund 40 Inseln und einige Halbinseln obendrein, die meisten bieten öffentlich zugängliche Badestellen.

Der belebteste und beliebteste Strand der Metropole am Fjord befindet sich auf der Halbinsel Bygdøy, die mit der Fähre (15-Minuten-Fahrt vom Hafenzentrum) oder dem Bus zu erreichen ist. Die Fähren können mit einem einfachen Ticket des öffentlichen Nahverkehrs ruter benutzt werden und steuern einige Inseln an. Oder, wer auf der Halbinsel Bygdøy, nicht nur etwas spazieren gehen, sondern ebenfalls eines der Museen besuchen möchte und vielleicht sogar vor hat, weitere Inseln zu bereisen, dem ist anzuraten, sich den Oslo Pass zu besorgen. Man bekommt ihn zwischen 270 NOK und 495 NOK und ist entweder 24, 48 oder 72 Std. gültig. Dieser Pass gewährt einem Eintritt zu zahlreichen Museen und enthält ebenso eine Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr für den entsprechenden Zeitraum. Dies sind aber nur zwei von vielen Vorteilen des Oslo Pass.

Wesentlich ruhiger und weniger Tourismus als auf Bygdøy herrscht auf Langøya. Diese Insel ist außerdem gut dafür geeignet, von seinem „Jedermannsrecht“ gebrauch zu machen, das heißt sein Zelt aufzuschlagen (Fähre ab Vippetangen bei der Festung).

Oslofjordens hyggeligste fyr

Die vielleicht kleinste Insel, unter den „bewohnten“, ist nur ein Felsbrocken im Fjord, Heimat von “Oslofjordens hyggeligste fyr”, dem “behaglichsten Feuer der Stadt”, so der offizielle Name. Diese Insel ist eine ehemalige Leuchtfeuer-Insel, auf der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fast vier Jahrzehnte lang eine Leuchtturmwärterfamilie lebte. Heute betreibt ein Gastrom das sehr gemütliche weiße Holzhäuschen, zumeist allerdings für größere Gesellschaften – wer hier heiraten will, muss sich auf eine lange Warteliste setzen lassen. Doch alle paar Wochen kann man sich – rechtzeitige Buchung vorausgesetzt – mit der Fähre zu einem Abendessen, mit spektakulärer Aussicht auf den Fjord, übersetzen lassen.

Noch unvergesslicher und schöner ist es, entweder ein eigenes kleines Boot zu haben, oder jemanden mit einem Boot zu kennen. Denn nur so ist es einem möglich, die Inseln anzusteuern, die frei von jeglichem Tourismus sind. Sie laden zu einem kleinen privaten Picknick oder Dinner ein. Natürlich alles in Eigenregie organisiert. Und in einer warmen Sommernacht steht einer Übernachtung unter dem Sternenhimmel, mitten im Fjord und umgeben von Wasser, nichts im Wege.

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