Runensteine in Norwegen

Im skandinavischen Raum sind über die Jahrhunderte hinweg viele Runensteine entstanden, von denen einige heute noch bestehen und zu betrachten sind. Die Runen auf ihnen sind die alten Schriftzeichen der Germanen. Inneralb der Runenschrift unterscheidet man noch unterschiedliche Alphabete (das neue und alte Futhark), die sowohl von der Zeitstufe voneinander abweichen, als auch regional unterschiedlich angewandt werden.

 

Der Runenstein an sich war dabei meist ein hoher Stein, der aufrecht stand. Auf ihnen wurde die Runenschrift eingraviert. Oft dienten die Steine zur Erinnerung an Gefallene oder Verstorbene, manchmal erzählten sie auch kleine Geschichten. Im skandinavischcen Raum wurden fast an die 6000 Runensteine gefunden. In Norwegen wurden die ersten Runensteine schätzungsweise seit dem 4. Jahrhundert aufgestellt. Viele sehen auch das norwegische Østfold als Geburtsstätte der Runensteine, ehe sie sich vor allem weiter nach Schweden hin ausbreiteten.

Bei den Runensteinen unterscheidet man zudem zwei Grundtypen an Steinen. Es gibt Steine, auf denen sich die Runenschrift vom Kopf eines Drachen bis zu dessen Schwanzende windet. Diese Art der Runensteine werden jünger geschätzt als die des zweiten Grundtypen, der lediglich als Schriftstein fungiert. Besonders in Norwegen kommt dieser Runenstein-Typ vor.

Beispiel für Runensteine in Norwegen ist unter anderem der Skeistein, der in der Telemark steht. Dieser Stein stellt laut Beschreibung ein Kulturdenkmal dar. Die Inschrift ist auf das 11. Jahrhundert datiert. Zu diesem Stein gehörten wohl unsprünglich drei weitere Steine, die nun allesamt verschwunden sind. An diesem Kultort wurden nach der Ernte Volksfeste abgehalten. Der Name des Steins leitet sich von “skeid” ab, was eine Zusammenkunft der Landbevölkerung zu Pferdewettkämpfen und anderen Wetten bezeichnet.

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Skibladner

SKIPLADNEREs ist Mjøsas, Norwegens größter Binnensee, weißer Schwan – das Schiff Skibladner. Skibladner ist der älteste sich in Betrieb befindliche Raddampfer der Welt. Damals wie heute fährt das Schiff unter der Reederei A/S Oplandske Dampskibsselskap. Seine Einzelteile wurden in Schweden gefertigt, nach Norwegen transportiert und in Minnesund zusammengebaut. 1856 startete das Schiff zur Jungfernfahrt und lieferte Post an die am Mjøsa liegenden Städte aus.

Mit der Zeit sind einige Umbauten an dem Schiff vorgenommen wurden, doch 1993 durch aufwendige Restaurationen auf den Zustand von 1888 gebracht. 2005 stellte die norwegische Behörde für Denkmalschutz- und Pflege das Schiff unter Denkmalschutz. Heute ist der liebevoll geführte Skibladner eines von Norwegen beliebteste Touristenattraktionen. Seit 1919 fährt das Schiff von Juni bis August, anstatt, wie vorher, rund 9 Monate im Jahr. Nur die Versorgung an Bord ist etwas luxuriöser als wie vor 150 Jahren. An Bord gibt es einen Kiosk, ein feines Restaurant und eine Cafeteria. Die Karte des Restaurants variiert meistens von Jahr zu Jahr und es ist zu empfehlen, einen Tisch vorab zu reservieren. Mit dem Skibladner ist es möglich, Mjøsa von seiner schönsten Seite aus zu sehen, nämlich vom Wasser. Das Schiff fährt gemütliche 12 Knoten und macht es einem dadurch möglich, die wunderschöne Landschaft zu genießen. Skibladner steuert den Hafen in Gjøvik, Hamar, Lillehammer, Moelv und Eidsvoll an. Eine Fahrt gewährt seinen Gästen viele Eindrücke: So riecht es an Bord nach Dampf und frischgekochtem Lachs und man hört die Maschinen arbeiten, die Wellen rauschen, das knirschen von altem Holz und die gute Stimmung aus dem Herren- und Damensalon. Es herrscht eine einzigartige Atmosphäre, die es zu einem einzigartigen Erlebnis machen.

Fahrkarten gibt es ab 180 NOK, umgerechnet etwa 22 EUR. Kinder unter 12 fahren gratis mit.skibladner

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