Hamar Løkkecup

Superloosers, Gewinner 2002 und bereits seit 1998 dabei

Superloosers, Gewinner 2002 und bereits seit 1998 dabei

Jedes Jahr im Juli findet in Hamar ein ganz außergewöhnliches Fußballturnier statt – der Hamar Løkkecup. 1998 fand das erste Turnier, damals noch unter dem Namen Uoffisielt VM i Løkkefotball, Crescendo Cup bzw. Crescendo Football Challenge, statt. Doch seit 2002 blieb es danach durchgängig bei dem Namen Hamar Løkkecup. Beständiger als der Name des Cups ist der Austragungsort. Denn dieser befindet sich im Ankerskogen in Hamar.

Bei diesem Turnier steht es nicht im Vordergrund zu gewinnen, wobei dieser Ehrgeiz nicht völlig außer Acht gelassen wird, sondern viel mehr der Spaß und das wiedersehen von Bekannten und Freunden. Es dürfen keine professionellen Mannschaften oder bestehende Ligateams antreten, sondern auschließlich Amateure. Die Teams setzen sich häufig aus Freundeskreisen und Freunden von Freunden zusammen. Die Zeit, die gewöhnliche Teams darin verwenden zu trainieren, verwenden die Mannschaften des Løkkecups viel mehr damit, sich verrückte Trikots zu erstellen oder anderen kreativen Dingen um seltsam aufzufallen. So beständig wie das Turnier selbst, ist auch der Zuwachs an Teilnehmern. Angefangen hat das Turnier mit etwa 50 Spielern. Heute sind es über 400 Personen, die an dem Turnier teilnehmen. Und damit die Beteiligung der Frauen steigt, wurden für sie 2010 eine eigene Gruppe gebildet.

Am Abend wird dann in einem Lokal in Hamar der Gewinner geehrt. Neben dem Turniergewinner werden aber auch andere Titel verliehen, wie z.B. der Spieler des Jahres, das Team, welches schon am längsten dabei ist oder aber auch Personen, die sich besonders für das Turnier engagieren.

Rundum ist der Løkkecup ein tolles und persönliches Turnier mit einer familiären Atmosphäre. Und wer weiß. Vielleicht ist eines Tages sogar ein deutsches Team dabei.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Hinterlasse eine Antwort

Finse

FinseFinse ist in Norwegen ein Gebiet in der Kommune Ulvik. Der Bahnhof von Finse liegt in einer Höhe von 1222 m und ist damit der höchste des gesamten norwegischen Eisenbahnnetzes. Weil es keine öffentlichen Straßen in Finse gibt, ist die Eisenbahn für den Transport von und nach Finse zuständig. Die Bahn gewährleistet die Versorgung mit Nahrung und Material und transportiert auch den Müll ab. Während der Sommermonate ist Finse aber auch zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen. Im Sommer wird es hier bis 30 Grad warm, im Winter bis minus 20 Grad kalt.

Im Winter ist Finse eine beliebte Anlaufstelle für Skisportler. Es wird dort aber auch für Expeditionen und Einsätze des Roten Kreuzes trainiert. Im Sommer ändert sich der Fokus vom Wintersport hin zum Mountain Biking und Wandern. Besonders der Rallarvegen ist eine beliebte Fahrradroute und viele Wanderungen führen zu dem Gletscher Hardangerjøkulen.

Entlang der Bahnschienen gibt es neben dem Bahnhof ein Eisenbahnmuseum, das Hostel Finsehytta, einige private Hütten und das Hotel Finse 1222. Das Hotel hat seinen Namen aufgrund der Höhenlage und ist die wohl luxuriöseste Unterkunft in der Umgebung. Es besticht ganz klar durch seine einzigartige Lage und hat rund 50 Zimmer. 1222 Meter über dem Meer liegen die gut einhundertfünfzig Hütten und Häuser. Die meisten dienen als Ferienwohnungen, es gibt nur eine Handvoll ständiger Bewohner. Die Siedlung zieht sich am Ufer des Finseneset entlang, eines großen, klaren und eiskalten Sees, der mit Schmelzwasser gefüllt ist. Es stammt von den Schneefeldern, die auch im Hochsommer die schroffen, steinigen Hänge teilweise bedecken, vor allem aber vom Jøkulen-Gletscher, der wie eine riesige blauweiße Kuppel das Bergmassiv an der Südseite des Sees bedeckt.

Zunächst wurde die Idee belächelt und als Wahnsinnig abgestempelt, eine Eisenbahn quer über die Berge zu bauen. Letztlich siegte jedoch der Pioniergeist über die Vernunft und etwa 2000 Männer rackerten sich 15 Jahre lang ab, ehe sich 1909 die erste Lok von der größten (Oslo) in die zweitgrößte Stadt (Bergen) Norwegens auf den Weg machte, mit Halt in Finse. Heute ist Finse aber eines der ungewöhnlichsten Reiseziele Norwegens.

© 2002 - 2017 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved