Oslo S

Der Osloer Bahnhof, in Norwegen vor allem bekannt unter „Oslo S“, das S steht für Sentralstasjon, zu Deutsch Hauptbahnhof oder Zentralstation, ist nicht nur der Hauptbahnhof von Oslo, sondern auch der größte Bahnhof Norwegens und ein wichtiger Knotenpunkt für den Schienenverkehr des Landes. Oslo S ist mit insgesamt 150.000 Fahrgästen täglich Norwegens Verkehrsreichster Bahnhof.

Der Bahnhof wurde am 1. Juni 1980 eröffnet, nachdem der Oslotunnel in Betrieb genommen wurde. Dieser Tunnel führt von Oslo S nach Skøyen und ist somit eine Verbindung zwischen dem östlichen und westlichen Teil von Oslo. Der Tunnel ist 3632 Meter lang und hat zwei Spuren und wird ausschließlich für den Schienenverkehr benutzt. 600 Züge fahren durch ihn pro Tag und 60.000 Passagiere werden darin befördert.

Der zentralgelegene Bahnhof liegt am östlichen Rand der Stadt und mündet unmittelbar an der Karl Johans Gate, der Haupteinkaufsstraße der Hauptstadt, an der sich am anderen Ende das Schloss der Königsfamilie befindet. Internationale Züge fahren nach Göteborg und Stockholm (Schweden), in Richtung Kopenhagen (Dänemark) muss man in Göteborg umsteigen. Neben den Nah- und Fernverkehrszügen, hält am Hauptbahnhof auch der Flytoget. Dies ist der Direktzug vom Osloer Flughafen Gardermoen in das Zentrum der Stadt. Die Fahrt dauert nur 20 Minuten, kostet aber stolze 170 NOK. Diese Fahrt ist aber dennoch sehr zu empfehlen, da sie unkompliziert, zentral, schnell und zuverlässig ist.

Der Bahnhof gehört sicherlich nicht zu den größten Europas, dennoch hat er alles, was ein guter Bahnhof benötigt. Im Erdgeschoss besteht die Möglichkeit in einem Souvenir-Shop einige Andenken oder Geschenke zu besorgen. Des Weiteren stehen diverse Kioske für einen Snack oder Getränke zur Verfügung. Im 1. Stock befinden sich einige Schnellrestaurants wie Peppes- Pizza oder Burger-King. Peppes-Pizza hat täglich ein Mittagsbuffet auf der Speisekarte mit einem Preis von ca. 10 EUR. Soll es also einmal schnell und günstig gehen, ist dieses Angebot auf jeden Fall zu empfehlen. Nachdem 2012 Norwegens erstes Starbucks Café am Flughafen Gerdermoen eröffnet hat, folgte 2013 ein weiterer in Oslo S. Dort soll es den wohl teuersten Kaffee Norwegens geben.

Ebenfalls sehr gut vom Hauptbahnhof zu erreichen, ist das Opernhaus. Direkt am Haupteingang führt eine Überführung auf das Areal.

Auch wenn Oslo S nicht wirklich ein schöner Bahnhof ist, so ist zumindest seine Lage Top und er ist bestens zu erreichen.

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Steen & Strøm

Steen & Strøm Magasin

Steen & Strøm Magasin

Vielen Osloer Touristen sollte Steen & Strøm vor allem als Kaufhaus (Steen & Strøm Magasin) in der Innenstadt von Norwegens Hauptstadt ein Begriff sein. Es ist das berühmteste Einkaufszentrum Oslos und versorgt die Stadt seit 1874 mit kontinentalen Waren. Es gibt darin Geschäfte für Damenmode, Sportartikel, Parfüm, Lebensmittel uvm..

Das Haus versammelt heute zahlreiche noble und trendige Shops aus der Welt der Mode und des Designs – Von Burberry bis Nudie Jeans. 1797 wurde das Unternehmen von Emil Steen und Samuel Strøm gegründet. Das Gebäude vom Ende des 19. Jh. wurde 2005 modernisiert und bietet nun auf sechs Etagen zeitgemäßes Einkaufsvergnügen.

Im Gegensatz zu 1797 ist Steen & Strøm heute viel größer. Denn es gibt neben dem Kaufhaus in Oslo noch etwa 56 weitere in Norwegen Dänemark und Schweden. Der Konzern teilt sich auf drei Aktiengesellschaften auf: Steen & Strøm Norge AS, Steen & Strøm Dammark A/S und Steen & Strøm Sverige AB. Von den 56 Einkaufszentren verwaltet Steen & Strøm 30 in Norwegen.

Das Steen & Strøm Unternehmen ist durch eine Zusammenlegung zweier Geschäfte entstanden, welche über mehrere Generationen geführt wurden. Das eine Geschäft gehörte Emil Steen und das andere Samuel Strøm. Die Zusammenlegung geschah 1856. Strøm hatte sein Geschäft aber schon 1797 eröffnet und somit wurde dieses Jahr als Gründungsjahr festgelegt. 1874 wurde schließlich das größte Kaufhaus von Oslo (damals noch Kristiania) eröffnet. Es war ein Neubau mit vier Etagen. 1929 zerstörte ein Großbrand das komplette Gebäude. Das Kaufhaus wurde an der selben Stelle aber wieder aufgebaut. Diesmal mit fünf Etagen und der ersten Rolltreppe der Stadt. Als Vorbild galten die großen Kaufhäuser von Paris. Mittlerweile gibt es in ganz Norwegen Einkaufszentren von Steen & Strøm. Sie alle laufen aber unter einem anderen Namen. Nur das Traditionshaus in Oslo trägt die Namen seiner Gründer.

Ende 1992 durchlief der kleine Konzern eine finanzielle Durststrecke. Der heutige Hotel-Tycoon Petter Stordalen und damaliger Chef des Einkaufszentrums City Syd half Steen & Strøm allerdings finanziell aus, was der Kette einen Aufschwung beschaffte. Heute ist der größte Anteilseigner eine französische Investmentgesellschaft. Nichtsdestotrotz ist Steen & Strøm in Oslo ein Stück Shopping-Geschichte und beim nächsten Abstecher in die norwegische Hauptstadt ein Besuch wert.

 

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