Aftenposten

Aftenposten ist auf dem norwegischen Zeitungsmarkt die führende Zeitung mit rund 239.831 Exemplaren in der Auflage. Die Zeitung, deren Redaktion ihren Sitz in Oslo hat, wird landesweit verbreitet und erscheint noch immer in Riksmål.

Aftenpoten wurde 1860 von Christian Schibsted gegründet. Damals hieß die Zeitung allerdings noch Christiana (der damalige Name Oslos) Adresseblad.  Während Aftenposten als morgendliche Ausgabe erscheint, hat sich mit Aften zudem eine Abendausgabe etabliert. Ebenfalls hinzugekommen ist eine Sonntagsausgabe, die seit 1990 auf dem Markt erscheint.

Die Themen und die Schreibart sind größtenteils konservativ ausgerichtet und dem Blatt wird eine Nähe zur Høyre nachgesagt. Zwischen den 1930er und 1940re Jahren geriet die Zeitung zudem ins Kreuzfeuer. Sie druckte am 7. Mai 1945 einen positiven Nachruf auf Adolf Hitler vom norwegischen Schriftsteller Knut Hamsun ab. Dem folgend propagierte Aftenposten während des Kalten Krieges eine starke antikommunistische Haltung.

Doch in den letzten Jahren, nicht zuletzt auch unter Chefredakteurin  Hilde Haugsgjerd, hat sich die konservative Haltung ein wenig gelockert.

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Waldmuseum (Skogmuseum) in Elverum

Elverum ist eine Kleinstadt (ca. 12.500 Einwohner) im Fylke Hedmark und liegt inmitten von Wäldern am Fluss Glomma im Østerdal. Ein Abstecher von der E6 nach Elverum bietet sich z. B. für einen Besuch im norwegischen Waldmuseum an.

Das Norwegische Waldmuseum (Norsk Skogmuseum) wurde 1954 gegründet. Der Museumsbau liegt am Ufer der Glomma (Solørvegen 151), geöffnet ist das Museum innerhalb der Sommersaison von 10:00 bis 17:00, ansonsten bis 16 Uhr. Mit über 110.000 Besuchern im Jahr ist es eines der meistbesuchten Museen in Norwegen.

Holzschnitzerei im Skogmuseum

Holzschnitzerei im Skogmuseum

Das Museum beschäftigt sich mit sämtlichen Aspekten der norwegischen Forstwirtschaft.  Dazu gehören Ökologie und Jagd ebenso wie die Entwicklungen in der Holzindustrie. Die Ausstellungen geben einen guten Einblick  in die komplexen Prozesse, mit denen die Menschen in früheren und heutigen Zeiten den Wald in Besitz nahmen und nutzten. So zeigt das Museum unter anderem die vielen unterschiedlichen Werkzeuge, die notwendig waren, um Holzteer zu produzieren, Holzkohle zu gewinnen oder um Planken, Birkenrindenschuhe, Körbe usw. herzustellen. Modelle erläutern die Flößerei und eine Freiluftabteilung zeigt typische Unterkünfte von Waldarbeitern und Jägern neben modernen Fertighäusern aus Holz.Ausgestopfte Elche, Wildkatzen, Moschusochsen und andere Tiere gibt es zu sehen, auch Bären findet man im Museum und im Keller ist in vielen Bassins und Aquarien die vielfältige Flora und Fauna der norwegischen Senn und Flüsse zu bewundern.

Eindrucksvoll: Bär im Waldmuseum

Eindrucksvoll: Bär im Waldmuseum

Eine Brücke über den Fluss verbindet das Museum mit dem 1911 gegründeten Glomdalsmuseum, das unter freiem Himmel eine Sammlung von ca. 90 Häusern – überwiegend aus dem Glomma-Tal – vereinigt.  In der Sommersaison findet man dort auch verschiedene (alte) norwegische Haustierrassen, die traditionell auf norwegischen Höfen gehalten wurden. Ein gemütlicher Spaziergang durch diese Ausstellung ist ein schöner Abschluss des Besuchs im Waldmuseum.

Auch im Winter sehenswert: Glomdalsmuseum

Auch im Winter sehenswert: Glomdalsmuseum

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