Der Kreuzer Blücher im Oslofjord

Kreuzer "Blücher" - Wikipedia

Kreuzer “Blücher” – Wikipedia

Verborgen auf dem Grund des Oslofjordes liegt ein Stück deutsch-norwegische Geschichte – Der Schwere Kreuzer „Blücher“. Die Blücher war ein deutsches Kriegsschiff, welches am 8. Juni 1937 in Kiel vom Stapel gelassen wurde und anschließend mit Erprobungs- und Ausbildungsfahrten in der Ostsee begann. Der Schwere Kreuzer wurde nach dem preußischen Generalfeldmarschall und Fürst Gebhard Leberecht von Blücher benannt. Es war das dritte deutsche Kriegsschiff mit diesem Namen.
Das Schiff hatte acht Geschütze, je 12 Fla-Geschütze und Fla-Maschinenkanonen, 12 Torpedorohre, ein Flugzeugkatapult und war mit drei Wasserflugzeugen beladen. Nachdem der Bug 1940 nachträglich verlängert und damit verändert wurde, war das Schiff 208 m lang und hatte eine Breite von 21 m.
Der Schwere Kreuzer Blücher wurde am 9. April 1940 bei der Invasion Norwegens (Operation Weserübung) von der Küstenbatterie Oscarsborg bei Drøbak im Oslofjord versenkt. Es war das führende Schiff der Invasionsgruppe 5. Der Flottenverband fuhr nur mit „kleiner Fahrt“ in den Fjord hinein um nicht entdeckt zu werden. Ein Fehler, wie sich schnell herausstellte, denn die Norweger hatten die Schiffe längst entdeckt. In den engen Gewässern und noch dazu mit langsamer Fahrt laufend, war vor allem die Blücher ein gut auszumachendes Ziel. Die schweren Geschosse der 28cm-Batterien der Festung Oscarsborg sowie zwei Torpedovolltreffer führten zu dem Schicksal der Blücher. Schwer beschädigt und brennend erlag der Kreuzer seinen Wunden und sank um 07:23 Uhr. Dies geschah aufgrund einer klugen Vorbereitung der Norweger. Da sich die Kanonen der Festung Oscarsborg nur bedingt und langsam neu ausrichten ließen, wurde die rechte Seite (mit Blick in Richtung Ostsee) des Fjordes befestigt und aufgeschüttet, sodass kein Schiff diese Seite des Oslofjordes durchfahren konnte. Der Flotte blieb also nur der Weg durch das Kreuzfeuer. 830 Marine- und Heeressoldaten des Landungskommandos fanden im kalten Wasser des Oslofjords den Tod.
Die Invasion gelang dem Deutschen Reich dennoch, doch dank der Festung hatte König Håkon VII. genügend Zeit zusammen mit dem Goldschatz nach Großbritannien ins Exil zu flüchten.

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Weltmeisterschaft im Dorschzungen schneiden

Der neue Weltmeister bei der Arbeit, Foto: K.M. Fantasy World

Der neue Weltmeister bei der Arbeit
Foto: K.M. Fantasy World

Auch in diesem Jahr wurde wieder eine etwas ungewöhnliche Weltmeisterschaft im Norden Norwegens veranstaltet.
Zum zweiten Mal wurde im Rahmen des jährlich stattfindenden „Vesterålen Skreifestival“ die Verdensmesterskap i torsketungeskjæring (Weltmeisterschaft im Dorschzungen schneiden) arrangiert.
Jungen und Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren konnten teilnehmen. Die Teilnahme war kostenlos, und die drei Besten wurden prämiert.

Neben dem norwegischen Fernsehen NRK waren mehrere Zeitungen vor Ort und ließen sich das Spektakel nicht entgehen…

Aber bevor die jungen Akteure am 16. Februar 2013 in Myre an den Start gehen durften, wurde eine so genannte Retro- Show durchgeführt.
An dieser nahmen Promis, die aus der Umgebung stammen, teil. Allen war gemeinsam, dass sie in jungen Jahren selbst am Kai standen und Dorschzungen schnitten. Ihr Anliegen war, zu zeigen, dass es keineswegs schlecht ist, seine Karriere in der Fischfabrik zu beginnen.

Und dann ging es endlich los, und es wurde geschnitten, was das Förderband hergab…
Nach mehreren Qualifikationsrunden blieben zum Schluss der Vorjahressieger Jostein Ekran, Jørgen B. Andersen und Sindre Bekken übrig und standen sich im Finale gegenüber.
Unter den Anfeuerungsrufen von über 200 Zuschauern wurde  Sindre Bekken (14) aus Sørvågen frisch gebackener Weltmeister. Er schnitt 34 Zungen in 2 Minuten.
Jørgen B. Andersen belegte Platz 2, der letztjährige Meister Jostein Ekran musste sich mit dem dritten Platz zufrieden geben.

„Man muss wissen, was man tut und eine gute Technik einüben. Es geht nicht um rohe Gewalt.“, sagte der Weltmeister im Siegerinterview.

Für seinen Sieg erhielt Sindre 1000 Kronen, der Zweitplatzierte empfang 750 Kronen, der Drittplatzierte 500 Kronen. Darüber hinaus gab es für die ersten drei eine Glasfigur angefertigt von einer lokalen Glasbläserei in Form eines Dorschs.
Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde als bleibende Erinnerung an die Teilnahme bei der Weltmeisterschaft.

v.l.n.r. Jostein Ekran, Sindre Bekken,Jørgen B. Andersen, Foto: K.M. Fantasy World

v.l.n.r. Jostein Ekran, Sindre Bekken, Jørgen B. Andersen, Foto: K.M. Fantasy World

 

 

 

 

 

 

 

 

Jedes Jahr verdienen sich junge Norweger mit dem Dorschzungen schneiden ihr Taschengeld. Und sie verdienen nicht schlecht dabei.
Die Dorschzungen sind eine Delikatesse. Den Fischern ist das Herausschneiden der Zungen aber zu aufwendig. So entstand die Tradition, dass diese Arbeit die Kinder und Jugendlichen übernehmen.
Die Saison dauert von Januar bis April, wenn der Dorsch sich auf seine Reise von der Barentssee in südlichere Gewässer begibt, um dort zu laichen.

 

Mehr Infos und Bilder zum „Vesterålen Skreifestival“ unter:
www.skreifestival.no

Interview mit dem Sieger:

 

 

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