Karl Johans Gate

Egertorget

Egertorget

Die Karl Johans Gate ist Oslos Flaniermeile Nr. 1. Sie wurde 1852 nach dem König Karl III Johan benannt. Die Straße beginnt beim Osloer Hauptbahnhof „Oslo S“ und endet in einer fast geraden Linie, etwa 1800 Meter weiter, bei seiner Hoheit und dem königlichen Schloss.


Die Karl Johans Gate ist vom Bahnhof bis zum Egertorget, („torget“ bedeutet „Markt“) eine reine Fußgängerzone. Auf dem Egertorget kann man häufig den Klängen von Straßenmusikern lauschen oder anderen Künstlern und Artisten bei ihrer „Arbeit“ zusehen. Außerdem wurde hier 1909 Oslos erste Leuchtreklametafel aufgestellt, die des Schokoladenherstellers Freia.

Zwischen dem Egertorget und dem Schloss befindet sich ein Teil der Karl Johans Gate, der auch Slotsveien genannt wird – Schlossweg. Von hier aus hat man einen uneingeschränkten Blick auf das Schloss und die Straße wirkt wie eine Hängebrücke, da sie vom Egertorget bis zum Schloss etwas durchhängt. Zum 17. Mai, Norwegens Nationalfeiertag, ist dieser Bereich besonders geschmückt. Die Norweger feiern ausgelassen und machen sich auf den Weg zur Königsfamilie um ihnen zuzuwinken. An gewöhnlichen Tagen wirkt Oslos Flaniermeile allerdings sehr ruhig und gelassen. Es herrscht kein Gedränge und Gewühle.

Auf dem Slotsveien befinden sich neben dem Schloss weitere wichtige Institutionen. Dazu zählen die Universität mit gegenüberliegendem Nationaltheater, das Parlament Stortinget und das ehrwürdige Grand Hotel mit dem Grand Café. Ebenso laden Restaurants und Cafés zum verweilen ein. Im Sommer sollte man allerdings rechtzeitig einen Tisch reservieren.

Karl Johanns Gate mit Blick auf das Schloss

Karl Johanns Gate mit Blick auf das Schloss

Natürlich kommt neben etwas Kultur das shoppen nicht zu kurz. Die Karl Johans Gate beherbergt einige Klassiker wie Zara, H&M, Vero Moda, Mango und Jack & Jones. Doch es gibt auch Geschäfte, die hierzulande noch nicht vertreten sind. Dazu zählen u.a. Moods of Norway, Lindex und Carlings.

Wer nach Oslo reist sollte unbedingt einen Abstecher in die Karl Johans Gate machen. Doch wer genügend Zeit hat, der soll sich nicht darauf beschränken und zu viel Zeit in den Läden verbringen, sondern auch all die anderen tollen Ecken Oslos erkunden.

 

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Hinterlasse eine Antwort

Øvre-Pasvik- Nationalpark (Finnmark)

Øvre Pasvik Nationalpark

Foto: miljodirektoratet.no

Der Øvre-Pasvik- Nationalpark befindet sich im östlichsten Teil der Finnmark und hat den nördlichsten Urwald Norwegens. Der Park ist ein Zusammenspiel aus alten Wäldern, Mooren und Seen. Er bedeckt die nordwestliche Ecke der sibirischen Taiga. Östliche Vogel- und Pflanzenarten, die sonst nirgendwo in Norwegen auftauchen, sind hier heimisch. Und viele Braunbären leben im Park…

Der Nationalpark, der sich in der Kommune Sør- Varanger (Finnmark) befindet, wurde 1970 eröffnet und 2003 erweitert. Seine derzeitige Gesamtfläche beträgt 119 km². Er gehört damit zu den kleineren Parks in Norwegen. Eine weitere Vergrößerung ist geplant.

Für norwegische Verhältnisse ist das Areal des Øvre-Pasvik- Nationalparks sehr flach. Der höchste Punkt ist mit 2202 m der Steinfjellet. Etwa 1/4 des Parks ist von Wasser bedeckt, 1/5 ist Moor- und Sumpfgebiet, der Rest besteht aus Kiefernwäldern. Das Gelände fällt in Richtung Pasvikelva, dem Grenzfluss zu Finnland und Russland, ab. Die einzige Abwechslung in der flachen, weiten Hügellandschaft befindet sich im südöstlichen Teil des Parks. Revsaksskaret ist eine Schlucht mit bis zu 20 m hohen, steilen Klippen.

Es herrscht ein ausgeprägtes Kontinentalklima mit trockenen, kühlen Sommern und kalten, schneearmen Wintern. Lediglich 350 mm Niederschlag fallen im Durchschnitt jährlich. 60 Tage lang scheint die Mitternachtssonne.

Bedingt durch den sauren Boden, das Grundgestein besteht aus Gneis, und dem trockenen Klima sind hauptsächlich Kiefern anzutreffen. An einigen fruchtbaren Stellen entlang der Gewässer findet man auch Birken und Erlen. Waldbrände sind in diesem Gebiet keine Seltenheit. Die Überreste könnt ihr im ganzen Nationalpark sehen.

Der Øvre-Pasvik- Nationalpark ist bekannt für seine ständig ansässige Bärenpopulation. Andere Raubtiere wie Füchse, Hermeline und Wiesel sind hier ebenfalls zu Hause. Gelegentlich streift auch mal ein Wolf das Gebiet. Die Wölfe sind aber jenseits der Grenze beheimatet. Etwa 2.500 Rentiere haben im Park ihre Winterweide. Die größten Säugetiere sind Elche. Raubvögel wie der Steinadler, Falken und Bussarde sind genauso präsent wie einige seltene Sing- und Wattvogelarten.

Der Nationalpark liegt etwa 100 km südlich von Kirkenes. Es gibt mehrere Wege unterschiedlicher Qualität in den Park. Der beste ist der von Vaggetem zum Sortbrysttjern. Im Park selbst gibt es keine markierten Wege. GPS wird empfohlen. Einige einfache, unverschlossene Holzhütten sind vorhanden. Die am häufigsten benutzten sind Ødevannskoia und Ellenvannskoia.

Der Park liegt zum Teil im Grenzgebiet zu Russland. Beachtet die Informationen diesbezüglich. Es kann auch sein, dass ihr auf Militär trefft.

 

Weitere Infos:

www.nasjonalparkstyre.no

 

 

© 2002 - 2020 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved