Feiertage in Norwegen

flagge-norwegenIn diesem Artikel findet Ihr eine Auflistung der gesetzlichen Feier- und offiziellen Flaggtage in Norwegen. An den Feiertagen haben die meisten Geschäfte, Behörden, Sehenswürdigkeiten usw. nur eingeschränkt geöffnet oder bleiben ganz geschlossen.

Neben den gesetzlichen Feiertagen gibt es auch noch die inoffiziellen. Zu nennen wären hier Sankthans oder Jonsok am 23. Juni, die Adventssonntage, der Muttertag im Februar und der Vatertag im November. In einigen Regionen hat sich auch das aus Schweden bekannte Luciafest (13. Dezember) etabliert.
Daneben gibt es noch diverse regional begangene Feiertage wie zum Beispiel der Tag des Regens in Bergen oder der Fårikål-Tag. Die Norweger feiern nun mal gern…
 

Tag Anlass Gesetzlicher
Feiertag
Offizieller
Flaggtag
01. Januar Neujahr (Nyttårsdag) * *
21. Januar Geburtstag der Prinzessin Ingrid Alexandra   *
06. Februar Nationalfeiertag der Samen (Samefolkets dag)   *
21. Februar Geburtstag des Königs Harald   *
beweglich Gründonnerstag (Skjærtorsdag) *  
beweglich Karfreitag (Langfredag) *  
beweglich Ostersonntag (1. påskedag) * *
beweglich Ostermontag (2. påskedag) *  
01. Mai Tag der Arbeit (Offentlig høytidsdag) * *
08. Mai Tag der Befreiung 1945 (Frigjøringsdag)   *
beweglich Christi Himmelfahrt (Kristi himmelfartsdag) *  
17. Mai Nationalfeiertag Norwegens (Grunnlovsdag) * *
beweglich Pfingstsonntag (1. pinsedag) * *
beweglich Pfingstmontag (2. pinsedag) *  
07. Juni Norwegens Unabhängigkeitstag 1905 (Unionsoppløsningen)   *
04. Juli Geburtstag der Königin Sonja   *
20. Juli Geburtstag des Kronprinzen Haakon Magnus   *
29. Juli Sankt-Olavs-Tag (Olsok)   *
19. August Geburtstag der Kronprinzessin Mette-Marit   *
25. Dezember 1. Weihnachtstag (1. juledag) * *
26. Dezember 2. Weihnachtstag (2. juledag) *  

(Quelle: Almanakk for Norge 2013)

 

 

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Die 1-Millionen-Toilette

Gut, streng genommen handelt es sich bei diesem einzigartigen Architekturprojekt nicht nur um eine Toilette, sondern um einen zu einer Touristenattraktion ausgebauten Rastplatz. Die Inselbewohner Senjas lassen sich eben einiges einfallen, um ihre sehr nördlich gelegene Insel für Urlauber anziehend zu gestalten.

Der spärlich besiedelte Norden Norwegens, die Regionen Finnmark, Troms und Nordland kämpfen mit dem Klischee des ewig Kalten und Dunklen, zu allem Überfluss kommt meistens auch noch schlechtes Wetter dazu. Abgesehen vom dem berühmten Nordkap und der komisch geformten Kathedrale in Tromsø (die Eismeerkathedrale) gibt es eigentlich auch keine bekannten Attraktionen im hohen Norden. Kreativität ist also gefragt.

Senja, Heimatinsel des Millionenklos und markant durch seine fingerartigen Landzungen, ist die zweitgrößte Insel Norwegens und liegt nördlich der Inselgruppen „Vesterålen“ und „Lofoten“. Sie gehört offiziell zur Region („Fylke“) Troms und ist durch den Hafenort Finnsnes an die Hurtigrutenlinie angeschlossen. Senja ist eine typische Fischerinsel und hat rund 7800 Einwohner. Senjas Landschaftsrute, eine der „Nasjonale Turistveger“ (Nationale Touristenstrecken), verläuft vom Gryllefjord nach Botnham und führt den Wanderer und Spazierfahrer an der spektakulären Küstenlinie entlang, die aufgrund der scharfkantigen, steilen Felsen auch „Gebiss des Teufels“ genannt wird.

Toilettenhäuschen in Tungeneset, Copyright Hjalmar Steinnes

Diese Aussicht kombinierte ein Fleckchen namens Tungeneset auf einem der „Fingernägel“ der Landzungen mit einem aufsehenerregenden Bauprojekt! Vom Architekturbüro Code Arkitektur und den Landschaftarchitekten von Aurora Landskap wurde ein Rastplatz mit unkonventionell gestaltetem Toilettenhäuschen und einem gezimmerten breiten Gang von der Straße hinunter auf die Schärenfelsen entworfen, von denen man eine unverstellte Sicht auf das Teufelsgebiss der Gebirgskette Okshornan hat. Für Konzeption und Bau dieses einzigartigen Rastplatzes gab man circa 1 Million norwegische Kronen aus. Die norwegischen Kommunen plagen nicht so große finanzielle Sorgen, wie es scheint.

Der Gang ist, gänzlich unnorwegisch, breit angelegt und mit festen Brüstungen versehen. Durch die einheitliche Zimmerung wirkt das ganze wie eine blitzartig geformte Kuchenform, die am unteren Ende in Betonstufen und kleinen Plattformen mündet. Von dort sind Rastsuchende zu einem kleinen Gang auf den Felsen eingeladen.

Ein zweites ungewöhnliches Architekturprojekt findet sich einige Kilometer weiter in Bergsbotn. Dort wurde vom gleichen Architekturbüro eine Aussichtsplattform errichtet, die wie ein Sprungturm im Schwimmbad weit über die Felsen hinauskragt und so eine Panoramasicht über den Bergsfjord ermöglicht. Nicht schwindelfreien oder höhenängstlichen Menschen ist dieser Aussichtspunkt nicht empfohlen, denn eine wellenartige Erhöhung in Mitten des Stegs gibt auch den Blick nach unten frei.

Senja ist also durchaus eine Reise wert, die Insel ist klassisches Norwegen mit viel Natur, wunderschönen Fjorden, Whale Watching und ganz viel Ruhe. Und wer für zuhause was zu erzählen braucht, kann nach einem Abstecher nach Tungeneset behaupten, auf der wohl teuersten Toilette gewesen zu sein, die Norwegen neben dem Königspalästen zu bieten hat.

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