Fußball in Norwegen – Die Tippeligaen und Adeccoligaen

Ähnlich wie die deutsche Fußballbundesliga hat auch die norwegische Fußballliga einen hohen Stellenwert. Die sogenannte Tippeligaen bildet dabei in Norwegen die höchste Spielklasse und ist das Äquivalent zur 1. Fußballbundesliga.

Der Name der Tippeligaen leitet sich dabei vom Sponsor der Liga „Norsk Tipping“ ab. Der frühere Name 1. Divisjon wurde 1990 nur noch für die zweite Liga verwendet. Doch auch hier musste der Name dem Sponsor „Adeccoligaen“ weichen.

In der Tippeligaen treten insgesamt 16 Mannschaften gegeneinander an. Nach 30 Spielen steht dann der norwegische Meister fest. Rosenborg Trondheim gilt dabei unangefochten als der norwegische Rekordmeister mit 22 Titeln seit der ersten Meisterschaft 1938. 2012 wurde jedoch nicht Rosenborg Trondheim norwegischer Meister, sondern der Molde FK. Besonders ist auch, dass Vereine aus Nord-Norwegen erst seit 1972 in der Tippeligaen mitspielen dürfen.

Am Ende einer Saison gibt es zusätzlich ein Relegationsspiel ähnlich wie in der Bundesliga. Dabei spielt der Drittplatzierte der Tippeligaen gegen den Verein an erster Stelle in der Adeccoligaen.

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Weihnachtsbräuche in Norwegen

Die Vorbereitungen für das Weihnachtsfest beginnen auch in Norwegen schon einige Wochen vor dem Fest. Wie bei uns muss man gut aufpassen, um nicht zu sehr in vorweihnachtliche Hektik zu verfallen. Einiges ist ähnlich wie bei uns… oder doch ganz anders?

Auf jeden Fall gibt es wie in Deutschland auch die Weihnachtsbäckerei. Die gute norwegische Hausfrau backt zu Weihnachten småkaker, also Kekse, und zwar mindestens sieben Sorten. Es gibt auch ein spezielles „julebrød“ (Weihnachtsbrot) mit Rosinen, Kardamom, Orangeat und Zitronat. Die Brauereien brauen ein Weihnachtsbier (juleøl) und in den Geschäften taucht die Weihnachtsbrause (julebrus) auf, ein gar süßes und für unseren Gaumen sehr ungewohntes Getränk.

Einen Weihnachtsbaum gibt es auch, allerdings wurde dieser erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts  durch deutsche Einwanderer nach Norwegen gebracht, zunächst gab es Weihnachtsbäume auch nur in den Städten, inzwischen hat sich der Baum jedoch im ganzen Land etabliert und leuchtet am Weihnachtsabend in fast allen Stuben.

Am Nachmittag des Weihnachtsabends läuten die Kirchenglocken die Weihnacht ein. In vielen Familien beginnen die Feiern mit der Lesung des Weihnachtsevangeliums. Danach geht es zu Tisch und es gibt traditionelle Speisen wie zum Beispiel „Ribbe“,  ein Braten von der Schweinerippe der mit Kartoffeln, Sauerkraut, Dörrpflaumen und / oder Preiselbeeren gegessen wird. Auch Lutefisk wird aufgetragen oder ganz schlicht „pølser”, also Würstchen.

Nach dem Essen wird um den Baum getanzt, alle fassen sich an den Händen, gehen rund um den Baum und man singt dazu Weihnachtslieder. Danach gibt es die Bescherung und der Rest des Abends wird mit gemeinsamen Spiel und reichlich Süßigkeiten genossen.

Juleneket - Getreidegarben für die Vögel  Foto: Kirsten Henckel

Juleneket – Getreidegarben für die Vögel
Foto: Kirsten Henckel

Auf den Höfen bekommt am Weihnachtsabend auch der Nisse sein Essen, er bekommt als Beschützer des Hofes eine Schüssel mit Grütze (julegrøt) in die Scheune gestellt, damit er zufrieden ist und den Hof weiter schützt.  Für die Vögel werden „juleneket“ herausgehängt, Bündel von Kornähren werden nach draußen gehangen, damit es auch die Vögel zu Weihnachten gut haben.

God jul – Frohe Weihnachten

 

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