Krumkake – ein norwegisches Gebäck

KrumkakeKrumkake ist ein traditionelles norwegisches Gebäck, das unter den älteren Norwegern als Weihnachtsgebäck bekannt ist. Heutzutage macht man da keine großen Unterschiede, und es wird auch zu anderen besonderen Anlässen gereicht. Krumkake gibt es entweder zum Kaffee oder als Dessert – pur, mit einem Klecks Marmelade oder mit einer Füllung wie zum Beispiel Schlagsahne, Beerenobst, Trollkrem oder Moltekrem…

Um Krumkake zu backen, braucht man eigentlich ein spezielles Eisen, das wie ein kleines, rundes Waffeleisen aussieht. Mit diesem Eisen backt man hauchdünne „Pfannkuchen“ mit einem hübschen Ornament. Man kann Krumkake aber auch auf einem Blech im Ofen backen, dann werden diese aber dicker.
Mit einer sogenannten „Krumkakepinne“ oder „Krumme“ formt man die noch weichen und heißen Kake, die unmittelbar danach hart und knusprig werden. Hat man keine Krumme zur Hand, kann man die weichen Teigfladen auch in einer kleinen Tasse oder einem Glas formen bis sie hart werden. So erhält man hübsche, zum Füllen geeignete Schälchen.

Rezept für Krumkake

4 Eier
250 g Zucker
250 g geschmolzene Butter
150 g Mehl
½ TL Kardamon

Krumkakepinne

Krumkakepinne, Foto: bakeshop.no

Eier und Zucker schaumig schlagen. Butter, Mehl und Kardamon unterrühren. Den Teig eine Stunde stehen lassen.
Einen großen Teelöffel Teig in die Mitte des Krumkakeeisen legen oder kreisförmig auf ein mit Backpapier bedecktes Blech streichen und goldbraun backen. Achtung, das geht sehr schnell!
Mit einer Krumkakepinne oder in einer Tasse die Teigfladen formen, solange sie noch heiß und weich sind.
Trocken aufbewahrt halten sie sich wochenlang.

 

(Autorin: Ellen Maja)

 

 

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Kirsten Flagstad

Bereits an der E6 auf dem Weg nach Hamar gibt es die ersten Hinweistafeln auf das Kirsten Flagstad Museum in Hamar. Wer aber ist diese Frau, was hat sie besonderes geleistet, dass man ihr ein Museum widmet. In Deutschland ist sie eher unbekannt, in Norwegen jedoch sehr berühmt.

Kirsten Målfrid Flagstad – wie sie mit vollem Namen heißt – wurde am 12. Juli 1895 in Hamar in einer „Musikerfamilie“ geboren. Der Vater war Dirigent und spielte Geige, die Mutter war Pianistin. So war es kein Wunder, dass sie bald ihre Neigung und Liebe zur Musik entdeckte.

Bereits mit 18 Jahren gab sie ihr Debüt auf der Bühne und sang im Osloer Nationaltheater die Rolle der Nuri in der Oper „Tiefland“, dem meistgespieltem Werk des Komponisten Eugen d’Albert. Es folgte ein Studium in Stockholm und daran anschließend Engagements in Oslo und Göteborg.

Nach einer kurzen „Familienpause“ kehrte sie 1932 auf die Bühne zurück und sang im folgenden Jahr bei den Wagner – Festspielen in Bayreuth die Ortlinde (Die Walküre) und die dritte Norne in der „Götterdämmerung“.  1934 sang sie dort ebenfalls und gab die Sieglinde und die Gutrune.

Der internationale Durchbruch erfolgte im Jahr 1935, als sie in einer Rundfunkübertragung der Metropolitan Oper in New York – ebenfalls als Sieglinde – auftrat. Es folgten weitere Auftritte in den USA, meist in Werken von Wagner.  Ab 1936 sang sie im Royal Opera House in London unter der Leitung von Fritz Reiner und Wilhelm Furtwängler die Isolde (Tristan und Isolde), diese Interpretation der Isolde gilt noch heute bei Kennern als unerreicht und brachte ihr den Ruf eine der größten Wagnerinterpretinnen überhaupt zu sein. Hier als „Hörprobe“ der Link zu einer Aufnahme des Liebestodes aus Tristan und Isolde: http://www.youtube.com/watch?v=4tgn511ceNQ

Vor den Kriegswirren flüchtete sie 1941 zurück nach Norwegen, wo sie bis zum Ende des Krieges blieb.  Erst nach dem Ende des Krieges setzte sie ihre Karriere fort und trat hauptsächlich in den USA und in England auf. Im Jahr 1957 kehrte sie der Bühne den Rücken und arbeitete seitdem (1958 bis 1960) als künstlerische Leitung der Norwegischen Oper in Oslo.  Am 7. Dezember 1962 verstarb sie in Oslo.

Norwegen ehrt seine große Künstlerin mit einer Abbildung auf dem 100 – Kronen Schein und mit dem Kirsten-Flagstad-Museum in ihrem Geburtsort Hamar in der Kirkegata 11. .

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