Mela Festival in Oslo

Seit 2001 findet jedes Jahr im Sommer auf dem Osloer Rathausplatz das Mela Festival statt. Es hat seine Wurzeln in Asien und ist das größte seiner Art außerhalb Asiens. „Mela“ ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet Treffpunkt. So versteht sich dieses Festival auch als Treffpunkt unterschiedlicher Kulturen und Stilrichtungen.

Aus aller Welt kommen die Künstler, die sich auf dem Rathausplatz präsentieren und es gibt sowohl Musik als auch Tanz, Theater und Film zu sehen und zu hören. Ein vielseitiges Angebot an Speisen aus den verschiedenen Kulturen rundet das Angebot ab und auch an ein Kinderprogramm wurde gedacht. So ist das Festival mittlerweile ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt geworden. Und das Beste dabei: Der Eintritt zum Mela Festival ist frei.

Ziel der Festivalmacher (Veranstalter ist die Kulturstiftung „Horisont“) ist es verschiedenste Kunstrichtungen der Welt die anderswo schon lange exisitieren in Norwegen bekannt zu machen und so – passend zum Stiftungsnamen – den Horizont zu erweitern.  Ca., 300.000 Besucher nutzen dies inzwischen jedes Jahr und lassen sich vom bunten Treiben des Festivals inspirieren.

Oslo Rathausplatz Foto: Kirsten Henckel

Oslo Rathausplatz
Foto: Kirsten Henckel

Natürlich hat auch die Politik inzwischen das Festival entdeckt. Die neue Regierungschefin Staatsministerin Erna Solberg ließ es sich nicht nehme in diesem Jahr ein paar Worte an die Menschenmenge zu richten.

Lust auf einen Besuch des Mela Festival bekommen? Das nächste Festival findet vom 14. Bis 16. August 2015 statt. Nähere Infos zum Festival und zum Programm gibt es hier: http://mela.no/

 

 

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Røros - die alte Minenstadt

Røros

Die berühmte Kirche “Bergstadens Ziir” wurde 1784 erbaut.

333 Jahre lang lebte Røros vom Bergbau. Neben dem hochwertigen Kupfer, der die Stadt berühmt gemacht hat, wurde auch Zink abgebaut. Inzwischen sind die Gruben erschöpft, aber aus dieser Zeit sind die alten Holzhäuser erhalten geblieben. Die UNESCO hat deren Einmaligkeit erkannt und den ganzen Ort in ihr Weltkulturerbe aufgenommen…

Der Ort wurde 1646, zwei Jahre nach dem ersten Erzfund und der Anlage des Røros Kobberverk (Kupferwerk), erbaut und diente den Minenarbeitern als Wohnstätte.
Deutsche Bergbautechnik führte zum Erfolg. Der erste Direktor der Erzgruben – Oskar Schwatz – kam aus dem Schwarzwald. Schnell wurden die Gruben von Røros zu den bedeutendsten der Region. Deutsche, holländische und schwedische Einwanderer ließen sich nieder. Direkt vor den Toren der Bergbaustadt liegen mehrere bekannte Gruben: Kongens gruve und Sextus gruve im Norden, Storwartz gruve und Olavsgruva im Nordosten. Goldene Zeiten für Røros, die dank der steigenden Kupfererträge, dem Bau der Røros-Eisenbahn, der Erfindung des Dynamits und der industriellen Bohrmaschine über viele Jahre anhielten. 1977 schloss nach mehreren verlustreichen Jahren die letzte Grube. Die Erzadern waren soweit ausgebeutet, dass ein weiterer Abbau sich nicht mehr lohnte.

Røros

Die alten Holzfassaden der über 2.000 Häuser gehören heute zum UNESCO Weltkulturerbe.

Røros hat viel von seinem alten Charakter beibehalten. Seit den 1920er Jahren bemüht sich das Riksantikvaren, die zentralen Teile des Ortes zu bewahren. Der komplette Stadtkern mit der barocken Kirche Bergstadens Ziir steht seitdem unter Schutz.
Die Kirche ist eines der wenigen Gebäude aus Stein und gehört mit 1.800 Sitzplätzen zu den größten in Norwegen.
1981 wurde die Bergbaustadt Røros von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. 2010 wurde das Gebiet erweitert. Zum Weltkulturerbe gehören jetzt auch die Umgebung von Røros, die Transportstrecke von Røros nach Falun und die Siedlung Femundshytta in Engerdal.

Heutzutage sind der Tourismus und die holzverarbeitende Industrie die wichtigsten Einnahmequellen der Stadt. Sehenswert sind neben den alten Holzhäusern das Bergbaumuseum und die Olavsgruva, in der neben Führungen durch die Mine auch Konzerte gegeben werden. Entlang der Bergmannsgata, die zentral durch die Stadt führt, liegen der Bergskrivergården, der Proviantskrivergården und das Rathaus, das früher das Wohnhaus des Erzgrubendirektors war.

 

Weitere Infos:
www.roros.no
www.verdensarvenroros.no

 

(Fotos: M. Jürgensen)

 

 

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