Ormtjernkampen- Nationalpark (Oppland)

Ormtjernkampen

Ormtjernkampen, Foto: nasjonalparkstyre.no

Vor 50 Jahren wurde der Ormtjernkampen- Nationalpark in der Nähe von Lillehammer als einer der ersten Nationalparks Norwegens gegründet. Ziel war es, den natürlichen Waldbestand, der Urwaldcharakter hat, zu bewahren. Der Park war mit gerade einmal 9 km² lange der kleinste des Landes. Mehr als vierzig Jahre später beschloss die Regierung, diesen Park zu erweitern und umzubenennen. 2011 wurde demzufolge der Langsua- Nationalpark etabliert…

Der ehemalige Ormtjernkampen- Nationalpark befindet sich in der Kommune Gausdal in Oppland. Es gibt keine Hütten, aber einen ausgeschilderten Pfad von der Ormtjernseter hinauf zum Gipfel des Ormtjernkampen. Dieser ist mit 1.128 m die höchste Erhebung des Areals und erhebt sich steil westlich des Dokkvatnet, ein langgezogener See, der die östliche Grenze des Parks bildete.

Das Gebiet des ehemaligen Ormtjernkampen- Nationalparks ist ein Urwaldgebiet, wo Pflanzen und Tiere sich frei entfalten konnten. Hier stehen lebende neben toten Bäumen in einem alpinen Klima mit kühlen Sommern, kalten Wintern und moderaten Niederschlagsmengen. Niemand räumt den Wald auf und so verrotten umgefallene Bäume auf ganz natürliche Weise. An geschützten Orten mit hoher Luftfeuchtigkeit gedeihen viele Flechten, Moos- und Pilzarten, die typisch sind für Urwälder. Das ist auch für Norwegen relativ ungewöhnlich und selten.

 

Weitere Infos:

www.dirnat.no

 

 

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Hamar Domkirkeodden

Domkirke im Gebäude aus Glas

Die Hamar Domkirkeodden ist eine kleine Landspitze, angrenzend an dem See Mjøsa, in der knapp 30.000 Einwohnerstadt Hamar. Auf der Landspitze befindet sich eine Ruine, von einer aus dem Mittelalter stammenden Domkirche. Der Bau der Kirche begann etwa 1152 und wurde 1200 fertig gestellt. 1567 wurde der Dom zu Hamar allerdings im Krieg von den Schweden zerstört.

Da diese Ruinen zu den wichtigsten und prachtvollsten Norwegens gehören, wollte man sie für die Nachwelt erhalten und vor dem Verfall retten. 1987 wurde der Beschluss gefasst ein Gebäude aus Stahl und Glas zum Schutze dieser Ruinen zu bauen, um das Klima um die Ruinen herum zu kontrollieren. Das Projekt zum Bau des Gebäudes wurde ausgeschrieben und der Architekt Kjell Lund bekam den Zuschlag. 1998 fand nach Ausgrabungen rund um die Ruinen und dem Bau des Gebäudes, die feierliche Eröffnung statt. Die Anlage trägt den Namen Hamardomen. Die Ruinen mit ihrem Gebäude zum Schutze sind ein Bestandteil des Hedmarksmuseum, welches sich wenige nur wenige Meter entfernt liegt.

Lageplan des Hedmarkmuseums

Lageplan des Hedmarkmuseums

Die Domkirkeodden und Umgebung ist aber mehr als nur die Ruhestätte einer alten Kirche. Das Hedmarkmuseum – Hedmark ist eine Region, ähnlich eines deutschen Bundeslandes, in Norwegen – bietet seinen Besuchern kostenlosen Eintritt in seine „Freiluftabteilung“. Das Freiluftmuseum liegt ebenfalls idyllisch am Mjøsa. Im Umkreis der Domkirkeodden liegen insgesamt 65 antiquarische Gebäude, die vom Lande rund um Hamar, hierher verlegt wurden. Das Freiluftmuseum verschafft einen guten Eindruck des damaligen Baustils, vom großen Hof bis zur kleinen Hütte.

Freiluftmuseum

Freiluftmuseum

Dieser Teil von Mjøsas „Strand“ lockt aber auch zu jeder Jahreszeit viele Norweger der Umgebung an. Sie packen sich Getränke und etwas zu essen ein, um etwas Zeit am Wasser zu verbringen. Besonders im Winter hat dieser Ort etwas ganz besonderes: Das Wasser vom See hat sich zurückgezogen und legt Stellen frei, die im Sommer im verborgenen liegen, Mjøsa ist zum Teil gefroren und Nebelschwaden schweben über dem See. In der Adventszeit werden einige Wege der Häuser von Kerzen beleuchtet und weihnachtlich geschmückt.

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