Senja – die Märcheninsel Norwegens

SenjaSenjas durch Fjorde tief zerklüftete West- und Nordküste mit ihren bis zu 1.000 m hohen, spitzen Felswänden, die steil aus der Brandung ragen, gehört zu den wildesten und kuriosesten Landschaften Norwegens. Der Süden der Insel ist im Gegenteil eher durch sanfte, grüne Landstriche geprägt. Diese unterschiedlichen Landschaftstypen, die hier vorzufinden sind, gaben der Insel auch den Beinamen Norge i miniatyr

Senja ist mit 1586 km² Norwegens zweitgrößte Festlandsinsel. Sie liegt etwa 350 km nördlich des Polarkreises in der Provinz Troms und ist in vier Kommunen aufgeteilt – Berg, Tranøy, Torsken und Lenvik. Knapp 9.000 Einwohner leben hier. Alle Siedlungen sind durch Straßen erreichbar (RV 860 und RV 861). Zwischen der Insel und dem Festland besteht eine Brückenverbindung von Silsand nach Finnsnes (RV 86).

Senja: Storelva

Storelva

Senja wird umschlossen vom Fjord Malangen im Nordosten, dem schmalen Gisundet im Osten, Solbergfjorden und Vågsfjorden im Süden und vom offenen Meer. Zwischen den hohen Felsen liegen schmale, tiefe, abgeschlossene Täler. Der höchste Berg ist mit 985 m der Breitinden im Norden der Insel.
Die gesamte Gegend ist sehr wasserreich, und so sind auch weitläufige Sumpfflächen zu finden.
Im südwestlichen Teil der Insel liegt der Nationalpark Ånderdalen, der zuletzt im Jahre 2004 auf 125 km² vergrößert wurde. In diesem könnt ihr eine Menge fischreicher Seen, Wasserfälle, dichte, unberührte Wälder und bis zu 500 Jahre alte Nadelbaumriesen entdecken. Über 90 Vogelarten wurden beobachtet, Elche durchstreifen das Gebiet, Rotfuchs, Hasen, Hermelin und Otter sind hier zu hause.

Senja: Hulder- og Trollparken

Hulder- og Trollparken

Sehr beliebt bei Jung und Alt ist ein Besuch im Hulder og trollparken, eins der meist besuchtesten Touristenziele in der Provinz Troms. Seine Existenz verdankt der Park den alten Legenden und Märchen, die von den Trollen und Geistern erzählen, die die Insel bevölkern. Mit 17,96 m steht hier der größte Troll der Welt – der Senjatrollet.

Sehenswert ist auch der alte Fischerort Hamn i Senja mit seiner wunderschönen Umgebung und den historischen Kaianlagen. Das fand auch Innovation Norway, die den Ort zu einem der attraktivsten Reiseziele Norwegens kürte. Seine Blütezeit hatte der Ort im 19. Jahrhundert, heute lebt er vom Tourismus.

Senja: Djevelens tanngard

Djevelens tanngard – “Die Zähne des Teufels”

Bekannt ist auch der Aussichtspunkt Tungeneset mit der 1-Millionen-Toilette und Blick auf “Die Zähne des Teufels” (Djevelens tanngard), eine sehr einprägsame Felsformation.

 

Weitere Infos unter:
www.destinasjonsenja.no
turliv.no/senja
www.senjatrollet.no

 

(Fotos: M. Jürgensen)

 

 

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Nyksund - Das einst vergessene Fischerdorf

NyksundNur wenige Orte an Norwegens Küste sind so sagenumwoben wie Nyksund. Einst war der Ort eine blühende Gemeinde, aber die neuen Zeiten zwangen die Menschen, auch dieses alte Fischerdorf aufzugeben und zu verlassen. Heute ist der Ort eine Touristenattraktion und in jedem Reiseführer zu finden…

Nyksund befindet sich in der Kommune Øksnes an der Nordspitze von Langøya (Vesterålen). Der Ort liegt auf den beiden Inseln Nyksundøya und Ungsmaløya, die durch eine um 1870 gebaute Mole verbunden sind. Zwischen diesen befindet sich der Hafen mit seinen zweistöckigen Kaianlagen und Bryggen. Die Wellen, die sich an der Mole brechen, sind die des Atlantiks.

Im 19. Jahrhundert war der Ort einer der größten und lebhaftesten auf den Vesterålen. Die Nähe zu den Fischgründen machte ihn zu einem beliebten Platz sowohl für die Fischer und ihre Familien aus der Umgebung als auch für vorbeireisende. Trotz der kargen Erde, des Mangels an Holz und Süßwasser und des rauen Klimas direkt am Atlantik ließen sich Handwerker und Kaufleute nieder. Der Ort hatte eine eigene Schule und ein gut besuchtes Wirtshaus.
Nach dem 2. Weltkrieg sorgten größere und mit Motoren ausgestattete Boote dafür, dass die ständige Nähe zu den Fischgründen nicht mehr nötig war. Nyksunds Hafen wurde zu klein für die neuen Boote und die Fischer wichen in das 10 km südlich gelegene Myre aus, dessen Hafen bald zum wichtigsten der Gegend wurde und auch heute noch zu den größten in Nordnorwegen zählt. 1970 verließen die letzten Einwohner das Fischerdorf. Nyksund wurde zu einer Geisterstadt.

Nyksund-1985

Nyksund 1985 – 15 Jahre unbewohnt

1985 wurde der Ort von Stefan Schneider und anderen Studenten der Sozialpädagogik an der Technischen Universität Berlin wiederentdeckt, und im Rahmen eines Theorie-Praxis-Seminars begann der Wiederaufbau. Ihnen folgten weitere junge Leute aus Deutschland und später ganz Europa. Das Leben kehrte nach Nyksund zurück.

Nähere Infos hierzu:
Das Nyksund-Projekt

Durch das Engagement der Deutschen wurde ein Teil der ehemaligen Bewohner Nyksunds wieder auf die alte Heimat aufmerksam und motiviert, am Wideraufbau teilzunehmen. Sie nutzen ihre zu neuem Glanz erstrahlten Häuser als Wochenend- und Feriendomizil.

Heute ist Nyksund ganzjährig bewohnt und bietet ebenfalls das ganze Jahr über touristischen Service an. Es gibt inzwischen 5 kleine Hotels und eine erstklassige Gastronomie.
Konzerte und Festivals locken Besucher an. Das Dorf ist ein beliebter Treffpunkt für Fotografen und Künstler. Zwei Filme wurden teilweise hier gedreht – Etter Rubicon und Insomnia.

Nyksund-Gjestehus-2013-05

Neben der einzigartigen Architektur hat Nyksund seine fantastische Lage und eine wunderschöne Umgebung zu bieten. Im Sommer erlebt man die Mitternachtssonne, im Winter Polarlichter. Zwischen Nyksund und Stø verläuft die Dronningruta, der berühmteste Wanderweg der Vesterålen. Die kleinen Inseln und Schären nördlich von Nyksund und Stø sind Naturschutzgebiet, da sie ein wichtiger Lebensraum für Seevögel und Robben sind. Angeltouren von Land aus oder auf dem Meer versprechen, erfolgreich zu sein. Wer möchte, kann von Stø aus auf Walsafari gehen.
Oder man genießt einfach nur die Ruhe…
 

 
 

Weitere Infos unter:
www.nyksund.com
www.nyksund-info.com
www.nyksund.org

 

(Fotos: M. Jürgensen)

 

 

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