Sør-Spitsbergen- Nationalpark (Svalbard)

Sør-Spitsbergen- Nationalpark

Hansbreen, Sør-Spitsbergen- Nationalpark
Foto: www.geograafia.ut.ee

Mit einer Landfläche von 5.030 km² und einem Wasserareal von 8.198 km² ist der Sør-Spitsbergen- Nationalpark der größte in Europa. Er umfasst Spitzbergens Südspitze mit der mächtigen Fjordlandschaft von Hornsund und den Gebieten nördlich davon bis zum Bellsund. Ihr findet hier die für Svalbard so typische, arktische Natur mit großen Gletschern und zerklüfteten Bergspitzen mit einer Höhe von bis zu 1.431 m…

Das Gebiet des Sør-Spitsbergen- Nationalparks wurde 1973 unter Schutz gestellt. Schon seit dem 17. Jahrhundert sind hier Menschen zu finden, die die natürlichen Ressourcen ausnutzen. Überreste einer Walfanganlage mit Tranöfen, Schädeln und Gerippen von Walen zeugen davon. Im Park ist überall das kulturelle Erbe der Winterjagd, des Bergbaus, der Anfänge des Tourismus und der Forschung präsent. Derzeit ist eine polnische Forschungsstation am Ende des Hornsund in Betrieb.

Auf der Westseite des Sør-Spitsbergen- Nationalparks prägen hohe und schroffe Berge die Landschaft, im Osten wird das Areal deutlich flacher und runder. Weitflächige, verzweigte Gletschersysteme dominieren das Binnenland. Teile des Streifens an der Westküste gehören zu den belebtesten Orte Svalbards. Die Ostküste ist kälter und besteht überwiegend aus unfruchtbaren Moränen und Gletschergebieten.

Der Hornsund ist ein wichtiger Bereich für Eisbären. Hier verläuft ihre wichtigste Route zwischen der Ost- und der Westküste Spitzbergens. Seit dem Eisbärenabkommen von 1973 zwischen Russland, Dänemark, Kanada, den USA und Norwegen dürfen die Tiere nicht mehr gejagt werden. Sie stehen unter Schutz, da sie inzwischen eine bedrohte Art sind.
Der Nationalpark verfügt über eine reichhaltige Vogelwelt. Mehrere große Felsformationen mit nistenden Vogelkolonien sind insbesondere an der Ostküste zu finden.

 

Weitere Infos:
www.npolar.no

 

 

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Gardnos Meteoritenpark

Gardnos MeteoritenparkMitten im Hallingdal zwischen Nesbyen und Gol in der Provinz Buskerud ist ein 5-6 km breiter Krater zu finden, der das Ergebnis eines gewaltigen Meteoriteneinschlags vor etwa 550 Mio. Jahren ist. Wissenschaftler schätzten den Durchmesser des Meteoriten auf 300 m.
Der Krater ist einer der leicht zugänglichsten, eine Straße führt direkt in ihn hinein. Hier im Zentrum des Meteoritenkraters findet ihr den Gardnos Meteoritenpark. Geologische Führungen, bei denen der Besucher einen Einblick in die Geschichte des Kraters sowie Fakten rund um das Weltall, die Natur und Geologie erhält, werden stündlich durchgeführt. Durch den Krater führt ein Naturlehrpfad, der auch ohne Guide bewandert werden kann. Im Besucherzentrum ist zudem eine ständige Ausstellung über den Meteoriteneinschlag und seine Auswirkungen zu sehen…

1990 fanden die norwegischen Geologen Johan Naterstad und Johannes A. Dons heraus, dass der Krater mit einem Meteoriteneinschlag in Verbindung zu bringen ist. Das Gebiet fiel zwar schon zuvor wegen der großen Anzahl an Brekzien auf, der Hintergrund dieser Anhäufung konnte aber nicht erklärt werden. Naterstad und Dons entdeckten Schock-Quarz, das nur unter großem Druck entsteht und daher als Nachweis für einen Meteoriteneinschlag gilt.

Der Meteoritenkrater ist keine kreisförmige Grube in der Erde. Die Strukturen und Umrisse des ursprünglichen Einschlaglochs sind zwar noch zu sehen, aber die Eiszeiten haben die Umgebung neu geformt. Zudem bedeckt eine große Waldfläche das Gebiet. Es ist also eher das Gestein, dass Auskunft gibt, was hier vor Millionen von Jahren geschehen ist. Es wird angenommen, dass der Krater eine Tiefe von 700 m hatte. Der Meteorit traf die Erde mit einer Geschwindigkeit von 20-30 km/Sekunde. Die gewaltigen Kräfte, die beim Einschlag auftraten, brachen das Gestein auf und pressten es in jede noch so kleine Ritze der Felsen in der Umgebung. So entstanden Brekzien, die hier auch heute noch überall zu finden sind.

Der Meteoritenkrater ist von großem geologischen Wert und international bekannt. Der Gardnos Meteoritenpark ist nur im Sommer geöffnet (Juni bis August). Neben den täglich mehrmals stattfindenden Gruppenführungen können auch private Führungen gebucht werden. Diese müssen aber vorab angemeldet werden.

 

Weitere Infos unter:
www.gardnos.no
www.facebook.com/Gardnos.Meteorittpark

 

 

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