Stad Skipstunnel

Stad Skipstunnel (Quelle: Kystverket)

Stad Skipstunnel
(Quelle: Kystverket)

Der Stad Skipstunnel – der weltweit erste Schiffstunnel

Es ist ein großes Bauprojekt, welches die Norweger da angehen. Ein Schiffstunnel, der große Passagier- und Containerschiffe sicher durch ein schwieriges Gewässer bringen soll. Ein Projekt, das es in diesen Dimensionen noch nicht gegeben hat.

Das Gewässer um die Halbinsel Stad in Westnorwegen ist bei vielen Seefahrern gefürchtet. Bis zu 30 Meter hohe Wellen können einem dort entgegenschlagen. Seit dem Zweiten Weltkrieg haben schon mehr als 30 Menschen ihr Leben dort gelassen. Und dabei ist genau diese Stelle Teil der Hurtigruten und auch für viele Containerschiffe ein wichtiger Weg.

Diese stürmische See soll nun mit einem Schiffstunnel umgangen werden. Im Jahr 2013 gaben der norwegische Ministerpräsident und das Storting ihr Okay für den Bau eines Schiffstunnels – den Stad Skipstunnel. Dieser soll die Schiffe durch die Halbinsel hindurch führen, von einem Fjord zum anderen, so dass das offene Gewässer umschifft werden kann. Für Seefahrer und Touristen bedeutet das mehr Sicherheit auf ihren Überfahrten. Und auch die Umwelt profitiert von diesem Bauvorhaben. Schließlich wurde der Seeweg entlang der Stad Halbinsel bisher aufgrund des hohen Risikos oft von Transportunternehmen gemieden und der Landweg für die Fahrten genutzt. Dabei würde, so steht es auf der Website des Projekts, ein Containerschiff 150 LKWs auf den norwegischen Straßen ersetzen.

Die Norweger sind übrigens Profis auf diesem Gebiet und kennen sich mit Tunneln aus. In Norwegen befindet sich auch der längste Straßentunnel, der Lærdaltunnel mit knapp 25 km, und der längste Unterwassertunnel, der Eiksundtunnel, mit einer Tiefe von 280m und einer Länge von fast 8 km. Und trotzdem stellt das Projekt natürlich eine große Herausforderung dar, an die mit äußerster Vorsicht herangegangen werden muss. Dabei soll so vorgegangen werden, dass man den Tunnel sozusagen von innen her aushöhlt. Der Tunnel soll also von oben aus erschlossen und dann durch Explosionen erweitert werden, wobei die beiden Enden, die den Tunnel mit dem Gewässer verbinden, erst ganz zum Schluss des Vorhaben geöffnet werden soll.

Den Stad Skipstunnel sollen Schiffe mit einer Beladung von bis zu 16.000 t passieren können und auch Schiffe, die so groß sind, wie das größte Hurtigrutenpassagierschiff. So können etwa 84 % des aktuellen norwegischen Schiffverkehrs diesen Tunnel nutzen. Kosten soll das ganze übrigens etwa 2 Milliarden Euro.

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Dyna Fyr

Dyna Fyr

Dyna Fyr

Am Ende des Oslofjordes, kurz vor Oslo, ragt ein winziges Riff aus dem Wasser. Es heißt Dyna Fyr und trägt den langen Spitznamen “Oslofjordens hyggeligste fyr”, das “behaglichste Feuer der Stadt”. Dabei handelt es sich um  eine bekannte Leuchtturminsel im Fjord von Norwegens Hauptstadt. Sie liegt etwa 300 Meter von der Halbinsel Bygdøy und 3 km vom Osloer Hafen entfernt.

12 Meter ist das aus Holz gebaute Gebäude hoch und beherbergte neben dem Leuchtfeuer ebenfalls Platz zum wohnen für den Leuchtturmwärter und seiner Familie. 1873 hat der norwegische Staat den kleinen Fleck im Fjord an die Hafenverwaltung von Christiania, so hieß Oslo bis 1924, überschrieben, mit dem Ziel dort ein Leuchtturm zu errichten. Bereits ein Jahr später wurde das Gebäude fertiggestellt. 1928 wurde die Technik im Turm elektrifiziert und die Nebelglocke gegen ein Nebelhorn ausgetauscht, bis letztendlich 1956 die gesamte Anlage automatisiert werden konnte und sogar die Stelle des Leuchtturmwärters gestrichen wurde. Anschließend bekamen die Kampfschwimmer für einige Jahre die Aufgabe das Gebäude aufrechtzuerhalten. Seit 1992 dient der einzigartige Ort als Lokalität und Restaurant und zählt aufgrund seiner seltenen Lage zu den exklusivsten seiner Art. Dieses Restaurant verbindet Nostalgie mit Genuss. Neben lokalen Fischspezialitäten wie Sild (eingelegter Hering), Lutefisk (“Laugenfisch”, weiterverarbeiteter Trockenfisch – Kabeljau) sowie norwegischem Hummer kommt auch die Gemütlichkeit nicht zu kurz. In diesem Restaurant sind die Gäste unter sich und werden in gediegener Zurückgezogenheit umsorgt.

Das Dyna Fyr hat von Ostern bis Weihnachten geöffnet, aber nur auf Vorbestellung, für eine geschlossene Gesellschaft und nur ab 20 bis 40 Personen. Der zum Restaurant gehörende Shuttleservice bringt die Gäste mit einem Boot direkt auf die kleine Leuchtturminsel und wieder zurück. Bei gutem Wetter kommen die Gäste zusätzlich in den Genuss einen der traumhaften norwegischen Sonnenuntergängen zu erleben.

Wer sich und seine Gesellschaft einmal auf der Restaurantinsel beköstigen lassen möchte, muss lange vorher anfangen zu planen und rechtzeitig einen Termin reservieren. Denn die Nachfrage nach diesem besonderen Restaurant ist erwartungsgemäß hoch.

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