Tima, Armin: Südnorwegen

suednorwegen_200Wer nicht gleich zur großen Norwegen-Tour aufbrechen will, startet mit dem Süden, der meistbesuchten Urlaubsregion des Landes. Los geht’s in der heimeligen Hauptstadt Oslo, die ganz ohne das übliche Metropolen-Getöse auskommt. Am beeindruckenden Oslofjord vorbei erreicht man schnell die »norwegische Riviera«, die zerklüftete Schärenküste mit ihren blitzblanken Badeorten, in denen wie anno dazumal Holzhäuser den architektonischen Ton angeben. Das Hinterland ist geprägt von urwüchsigen Tallandschaften mit tiefen Wäldern und unzähligen glasklaren Seen. Und an der Westküste beginnt Norwegens Fjordland mit den charakteristischen Meeresarmen, die sich weit bis ins Landesinnere schieben und sogar bis zu Europas größtem Hochplateau reichen, dem Trekker-Eldorado Hardangervidda.

Armin Timas Reiseführer “Norwegen” und “Südnorwegen” erschienen im Jahr 2010.
Jetzt in 2. Auflage beim Michael Müller Verlag. 432 Seiten

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Risør - die weiße Stadt am Skagerrak

Risør

Foto: vg.no

Risør ist eine der ältesten Städte Südnorwegens, die im 15. und 16. Jahrhundert dank der großen Holznachfrage entstand und immer mehr Menschen anzog, um sich hier niederzulassen. Heute leben knapp 7.000 Einwohner im Ort. Im Sommer vervielfacht sich die Bevölkerung durch Urlauber und Besucher, die das Stadtbild in ein buntes, heiteres Gewimmel verwandeln. Geboten werden renommierte Festivals, Filme, Theater und andere kulturelle Veranstaltungen…

Risør ist eine Stadtkommune in der Provinz Aust-Adger, die direkt an der Küste der Ostsee liegt und die Umgebung des Søndeledfjords und des Sandnesfjords sowie die vorgelagerten Inseln umfasst. Das entspricht einem Landareal von 193 km².

Gegründet wurde die Siedlung von Holländern, die eine Verladestelle in der Nähe von Skien brauchten, um das Holz auf ihre Schiffe zu bekommen. Als Kristiansand entstand, sollten die Bewohner Risørs dorthin umziehen, folgten der Anweisung aber nicht. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts waren die Zolleinnahmen Risørs höher als die von Kristiansand, was der Ortschaft ihr Überleben sicherte. 1723 erhielt sie sogar das Stadtrecht. Im 19. Jahrhundert war der Hafen Heimat für eine beträchtliche Anzahl an Segelschiffen.

Im Jahre 1861 zerstörte ein großer Brand 3/4 der Stadt, unter anderem das Rathaus. Da die Schiffahrt aber gerade am Blühen war, hatten die Bürger Risørs genug Mittel, um ihre herunter gebrannten Häuser neu aufzubauen. Die Ortschaft wurde neu geplant und grundlegend anders angelegt, ohne dass sie ihren unverwechselbaren Charakter und Charme verlor. Die schmalen Gassen wurden durch breitere Straßen ersetzt, so wie sie heute noch zu sehen sind. Die Häuser wurden mit weißer Farbe bemalt, was Risør den Beinamen Den hvite by ved Skagerrak (die weiße Stadt am Skagerrak) einbrachte.

Ein besonderes Highlight in Risør ist das Unterwasserpostamt, das aber nur im Sommer betrieben wird. Es liegt 4 m tief vor der Dampskipsbrygga und hat einen eigenen Poststempel.

 

Weitere Infos:

www.risor.kommune.no
 

 

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