Trollkirka

Trollkirka, Foto: Frode Inge Helland

Trollkirka, Foto: Frode Inge Helland

Die Trollkirka (Trollkirche) liegt in der Fræna Kommune und besteht aus drei Kalkgrotten mit unterirdischen Becken und Wasserfällen. Von ursprünglich vier Grotten, sind nur noch drei zugänglich. Die vierte stürzte vor hundert Jahren in sich zusammen. Dennoch fließt der Strom mit Wasserfällen, welche in der ersten und zweiten Grotte zu finden sind, durch das Grottensystem und an einigen Stellen fällt sogar Tageslicht in die Höhlen.

Molde und Romsdals Touristenvereinigung haben die Trollkirka 1890 bekannt und zugänglich gemacht. Die Vereinigung war ebenfalls für die Erhaltung zuständig, bis die Kommune Fræna Ende der 1980er die Verantwortung dafür übernommen hat.

Die Trollkirka liegen etwa 500 Meter über dem Meeresspiegel und sind durch die Kraft des Wassers entstanden. Die Haupthöhle ist nur ca. 70 m lang und ca. 2 – 3 m breit, an den niedrigsten Stellen ist es gerade mal 1,5 m hoch. Am Höhlenende erblickt man den schönsten Teil der Trollkirche, die „Altartafel“. Ein Tageslicht durchflutetes Marmorgewölbe mit einem 14 m hohen Wasserfall. Die zweite Höhle ist durch einen gesicherten Abstieg über eine Metallleiter zu erreichen. Wie auch in der ersten Höhle findet man einen hohen Hohlraum in den sich ein Wasserfall ergießt. Man steht vor der “Altartafel”, die sich ganz aus Marmor über dem kleinen Wasserfall mehrere Meter hoch erhebt. Sehr ähnlich wie die Apsis einer Kirche, daher wohl auch der Name. Durch Spalten fällt rötlich leuchtend Tageslicht in die Grotte. Die dritte Höhle dagegen bietet keine so spektakuläre Sehenswürdigkeit, weißt dafür unterschiedliche Gangsysteme auf. Sie ist durch ein mitunter nicht zu leicht findendes Loch erreichbar. Der Eingang ist in der Erde auf dem Plateau. Zum Frühjahr hin verdeckt häufig Schnee den Eingang. Diese Höhle bietet zum größten Teil keine Standhöhe, verfügt aber über lange Gänge zu den Seiten hin.

Für den Wanderweg und den Besuch der Trollkirka sind gute, möglichst wasserdichte Wanderstiefel empfehlenswert. Für den Besuch der ersten und dritten Grotte benötigt man eine starke Taschenlampe. Fackeln sind in den Höhlen nicht erlaubt, da durch sie die hellen Marmorwände und -decken der Höhlen verrußen.

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Wie überleben die Norweger den Winter? Teil 2

Nach Teil 1 folgt nun “Wie überleben die Norweger den Winter? Teil 2”. Während sich Teil 1 noch damit beschäftigt hat, wie man sich auf die dunklen Wintertage vorbereiten kann, handelt Teil 2 von „Wie überleben die Norweger den Winter?“ davon, welche Maßnahmen man direkt im Winter treffen kann, um die dunklen Tage zu überstehen. Auch wenn die Tage langsam wieder länger werden, so sind sie in Norwegen noch immer recht kurz, sogar kürzer als bei uns in Deutschland.

Überlebenstipps für den Winter

Sport treiben

Norweger sind besonders gut darin Sport zu treiben. Vor allem während des Winters ist Sport eine hilfreiche Aktivität. Der Körper wird gewärmt, die Durchblutung angetrieben und Glückshormone ausgeschüttet. Norweger verwenden für ihren Sport den Schnee und gehen Skilaufen oder Skifahren und Snowboarden usw., sie gehen aber natürlich auch in ein Fitness Studio. Wie auch immer, Norweger sind bewusst viel draußen, machen einen Spaziergang und wissen, dass das nur gut sein kann.

Frische Luft

Während des Winters ist die Luft normalerweise Frisch. Es ist wichtig jeden Tag aus dem Haus raus zu kommen um die frische Winterluft zu genießen. In der Winterzeit sind alle Türen und Fenster im Haus geschlossen und die Heizung läuft auf Hochtouren. Die Atmosphäre kann einen traurig und träge machen. Die frische Luft hilft beim regenerieren und der Körper fühlt sich glücklich. Die meisten Norweger lassen bei Nacht ihr Schlafzimmerfenster geöffnet. Egal wie kalt es ist. Die frische Luft lässt einen besser und länger schlafen. Eltern nehmen ihre Kinder immer mit raus – selbst Babys werden warm eingepackt und in ihrem Kinderwagen bei einem Spaziergang mitgenommen.

Weitermachen

Ein weiterer wichtiger Punkt, der beim überleben des dunklen Winters hilft ist der, alle Aktivitäten fortzusetzen. Wenn die Dunkelheit und der Schnee kommt, geht das Leben trotzdem weiter. Es ist sehr einfach sich dazu zu entscheiden lieber drinnen zu bleiben weil es schneit, regnet oder es schon dunkel ist. Den Aufwand zu betreiben, seine Schnee- oder Regensachen anzuziehen und Fahrrad zu fahren, zum Bus, ins Kino, Café oder Bücherei zur gehen, ist es wert. Eine seltsame Frisur aufgrund der Mütze, Nasse Kleidung vom Schnee oder Regen, matschige Schuhe, rote Nasen, kalte Hände oder Schnee in der Jacke ist völlig egal. All das wird in Norwegen akzeptiert und es gibt keinen Grund sich zu entschuldigen. Es ist ein Teil von Norwegen. Schulkinder und auch die Kindergartenkinder sind im Winter stets im Freien zum spielen.

Die Einstellung

Zugegebenermaßen muss die Einstellung zum Teil gegeben sein, aber sie ist sehr wichtig um die Dunkelheit zu überstehen. Die Menschen, die sagen, dass sie ohne die Sonne nicht leben können liegen komplett richtig. Wir brauchen die Sonne. Doch diejenigen, die den Winter als Abenteuer sehen, haben eine wunderschöne Winterzeit. Norweger genießen die dunkle Zeit sehr. Es ist die Zeit des Advents, von Santa Lucia, Weihnachten und Silvester. Ohne die Dunkelheit wäre es nicht einmal möglich die Nordlichter zu sehen.

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