Svalbard

Prins-Karls-Forrland

Prins-Karls-Forland

Svalbard, besser bekannt als Spitzbergen, ist eine Gruppe von Inseln zwischen dem Arktischen Ozean, der Barentssee, der Grönlandsee und dem Europäischen Nordmeer. Die Inseln gehören seit 1920 zu Norwegen und liegen nördlich vom norwegischen Festland.

Alle Siedlungen haben sich auf der größten Insel Spitsbergen niedergelassen. Die anderen Inseln von Svalbard sind völlig unberührt, allesamt Naturschutzgebiete und außer wenigen Ausnahmen nur schwer zugänglich. Svalbard ist der nördlichste Punkt Europas und der nördlichste ständig bewohnte Fleck unseres Planeten. Die Inseln liegen zwischen 74° und 81° nördlicher Breite sowie 10° und 35° östlicher Länge. Die grössten Inseln sind Spitsbergen, Nordaustlandet, Barentsøya, Edgeøya und Prins Karls Forland. Aber auch kleinere Inseln, wie beispielsweise die etwas südlicher gelegene Bäreninsel und Hopen zählen zu der Inselgruppe.

Longyearbyen ist die Hauptstadt von Svalbard. Dort wohnen etwa 1.800 Menschen. Ebenfalls gelegen auf Svalbard ist eine kleines russisch-ukrainische Dorf, mit dem Namen Barentsburg und ca. 900 Einwohnern.

Heute sind der Kohlenbergbau, Forschung und Tourismus wichtigste wirtschaftliche Standbeine. Doch die Kohlevorräte schwinden sowohl in Longyearbyen als auch in den russischen Siedlungen Barentsburg und Pyramiden. Somit wird der künftige Schwerpunkt im Bereich der Forschung und des Tourismus liegen. Der erste Anlaufpunkt für Touristen ist Longyearbyen aufgrund seines Flughafens. Die Hotel- und Gastronomielandschaft ist dort also relativ gut aufgestellt. Die Stadt wird als Ausgangspunkt für Ausflüge und Exkursionen in die Umgebung genutzt, wie z.B. für Wanderungen auf den Hausberg mit Blick über die Stadt und den Fjord, oder für Fahrrad-Touren durch das Adventsdal. Jährlich findet hier im Juni der „Spitzbergen-Marathon“ statt. Aufgrund seiner Lage ist es der nördlichste Marathon der Welt.

Im Spitzbergen-Vertrag steht, dass Norwegen keinerlei Einkünfte aus Svalbard beziehen darf. Das gesamte Steueraufkommen bleibt also auf den Inseln. Dies ist der Grund, weshalb das Steuerniveau in diesem Gebiet Norwegens besonders niedrig ist. Eine Umsatzsteuer existiert auf Svalbard sogar überhaupt nicht.

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Hamar – Olympiastadt am Mjøsasee

Hamar, am Ostufer von Norwegens größtem Binnensee – dem Mjøsasee – gelegen, ist als Austragungsort einiger Wettbewerbe der olympischen Winterspiele 1994 bekannt geworden. Aus dieser Zeit hat Hamar die imposante Veranstaltungshalle „Vikingskipet“ behalten, die in der Formgebung an ein umgekehrtes Wikingerschiff erinnert. Doch Hamar hat weit mehr als Erinnerungen an olympische Winterspiele zu bieten.

Olympiahalle Vikingskipet in Hamar

Olympiahalle Vikingskipet in Hamar

Hamar wurde 1152 gegründet und war im Mittelalter die einzige im Binnenland gelegene Stadt des Landes. Heute ist Hamar die größte der im Binnenland gelegenen Städte Norwegens und hat ca. 30.000 Einwohner. Sehenswert ist die Ruine der Domkirche Hamar, die nach historischen Beschreibungen eine der schönsten Kirchen Norwegens gewesen sein soll. Sie wurde bei einem schwedischen Angriff im Dreikronenkrieg zerstört. Die als Ruine erhaltene Kirche ist Teil des Hedmarksmuseet (Museum Hedmarks). Seit 1998 befindet sie sich unter einer schützenden Glaskonstruktion der Architekten Lund & Slaatto. Die neue Domkirche Hamars wurde von dem deutschen Architekten Schirmer im neoromanischen Stil errichtet und im Jahr 1866 geweiht.

Eine weitere historische Sehenswürdigkeit ist der Raddampfer „Skibladner“, der unter anderem auch Hamar anfährt. Es ist der älteste noch in Betrieb befindliche Raddampfer der Welt. In Norwegen ist das Schiff eine sehr bekannte und beliebte Touristenattraktion. Die Skibladner fährt in den Sommermonaten von Juni bis August.

Winterstimmung am Mjösasee

Winterstimmung am Mjösasee

Für Technikfreunde empfiehlt sich ein Besuch im „Norsk Jernbanemuseum“, dem Eisenbahnmuseum der Stadt am Strandveien 163 gelegen. Das Museum ist eines der ältesten Eisenbahnmuseen der Welt und wurde 1896 errichtet, es bietet eine Ausstellung, die wie ein Stadtbahnhof mit zwei Bahnsteigen und Zügen aufgebaut ist. Das Hauptgebäude zeigt außerdem eine Modellbahnausstellung in der zahlreiche norwegische Bahnlinien dargestellt werden. Ein Kinderspielplatz und eine Bibliothek mit Literatur über das Eisenbahnwesen runden das Angebot ab. Im Museumspark sieht man neben historischen Loks und Wagen auch Norwegens ältestes Bahnhofsgebäude; Kløften stasjon.

Weitere Museen im Stadtgebiet sind das Auswanderungsmuseum (Norsk Utvandringsmuseum), das über die Geschichte der Auswanderung nach Nordamerika informiert, ein der Sängerin Kirsten Flagstad gewidmetes Museum und das Hamar Bispegard Museum, welches auf dem Ausgrabungsgelände eines ehemaligen Bischofssitzes errichtet wurde und auch architektonisch (Architekt Sverre Fehn) sehenswert ist.

Nach so vielen kulturellen Schätzen entspannt man am Besten bei einem Spaziergang am Ufer des Mjøsa und kehrt anschließend noch bei „Tante Gerda“ (Café und Galerie) ein. In der Strandgata 35 betreiben Svein Ørsnes und Kirsti Hougen dieses Café, in dem man einfach wunderbar entspannen kann. Tante Gerda hat täglich von 10 – 19 Uhr geöffnet.

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