Den Norske Bokbyen – Bücherdorf Fjærland

Fjærland…. Ein kleiner Ort im Westen Norwegens, der zur Gemeinde Sogndal (Sogn og Fjordane – Fylke) gehört und ca. 300 Einwohner hat. Also nichts Besonderes eigentlich, aber Fjærland ist Norwegens Bücherdorf (Den norske bokbyen) und bietet nach eigenen Angaben ca. 4 Kilometer lange Regale gefüllt mit antiquarischen Büchern in ca. 10 Antiquariaten. Gefühlt sind es jedoch weit mehr. Ein Besuch im Bücherdorf lohnt aber nicht nur wegen der Bücher, es gibt auch sonst genug zu entdecken.

Ein Regentag in Westnorwegen ist ein idealer Tag zum Stöbern in den Regalen des Bücherdorfes. Es gibt wirklich nichts, das man nicht findet, wenn man die Geduld hat lange und ausgiebig zu suchen. Die Bücher sind jedoch durchaus nach Themenschwerpunkten sortiert und so ist die Suche oft gar nicht so schwierig. Eine ganze Hütte voller Comics, meterlange Regale voller Kinderliteratur, auch deutsch- und englischsprachiges findet man und das Ganze zu manierlichen Preisen. Das Stöbern lohnt sich also. Und hilfsbereite Menschen, die bei der Suche nach einem ganz bestimmten Buch unterstützen findet man in jedem der Antiquariate.

Fjærland - Ob Hytte oder Halle, Bücher gibt es hier (fast) überall

Fjærland – Ob Hytte oder Halle, Bücher gibt es hier (fast) überall

Doch auch bei schönem Wetter bietet der Ort einiges. Fjærland entstand am nördlichen Ende eines ca. 30 Kilometer langen Seitenarmes des Sognefjordes. Es ist heute mit dem am südlichen Ende entstandenen Ort Mundal zusammengewachsen. Die Fahrt mit das Boot von Hella oder Balestrand durch den Fjærlandsfjord nach Fjærland zählt zu den schönsten Bootstouren in Norwegen.

Sehenswert im Ort ist die Kirche und das neben ihr liegende Hotel Mundal, Es wurde im Jahr 1891 erbaut und ist eines der seltenen alten Holzhotels in Norwegen. Es hat 35 Zimmer, die fast alle in den letzten Jahren renoviert wurden. Eine Übernachtung ist nicht ganz billig, die Atmosphäre des Hotels lohnt einen Besuch.

Seit 1891 im Betrieb - Das Hotel Mundal

Seit 1891 im Betrieb – Das Hotel Mundal

Rundherum gibt es „Natur pur“, denn Fjærland liegt am Südende des Gletschers Jostedalsbreen und zwei seiner Gletscherarme ragen bis ins Tal hinunter, und zwar der Bøyabreen und der Supphellebreen.  Der tiefste Punkt des Bøyabreen liegt nur ca.150 m über dem Meeresspiegel. Das Eis im Gletscherfall bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 2 m pro Tag. Der Supphellebreen ist mit 60 m über dem Meer der am niedrigsten gelegene Gletscher Südnorwegens. Der Gletscher wird durch Eisabbrüche vom Gletscher Flatbreen, etwa 800 m weiter oberhalb mit Eismassen versorgt. Jedes Jahr stürzen hier ca. 2 Mio. Tonnen Eis hinab. Und nirgendwo sonst am Jostedalsbreen kann man die Gletscher so leicht mit dem Auto und Bus erreichen wie in Fjærland.

Auch das obligatorische Museum fehlt hier nicht: Das Norwegische Gletschermuseum (Norsk Bremuseum) ist ein interaktives Erlebnismuseum für die ganze Familie, das auf eine spannende und anschauliche Weise viel Wissenswertes über Eis, Schnee, Klima und die Landschaft vermittelt. Das Museum wurde vom berühmten Architekten Sverre Fehn entworfen und wurde von Königin Sonja von Norwegen im Jahr 1991 eröffnet.

 

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  1. Volker Claus sagt:

    Hej,
    kan man söka bestämda böcker pa den här
    digitala vägen?
    Jag söker

    John Grepstad

    Building A Large Format Camera

    Oslo 2000

    Jag hoppas pa svar fran Er.

    Med vänlig hälsning
    Volker Claus

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Rohkunborri-Nationalpark (Troms)

Rohkunborri Nationalpark

Foto: www.nasjonalparkstyre.no

Der Rohkunborri-Nationalpark ist geprägt von der samischen Kultur und der Rentierhaltung, die überall ihre Spuren hinterlassen haben. Fischreiche Seen, hohe Berge mit Gletscher, die tiefe Schlucht im Sørdalen, das Bergmassiv Rohkunborri und eine faszinierende Vogelwelt zeichnen den Park aus und laden zu Outdoor- Aktivitäten sowohl im Sommer als auch im Winter ein.

Der Rohkunborri-Nationalpark wurde 2011 eröffnet und hat eine Fläche von 556 km². Ihr findet ihn in der Kommune Bardu (Troms) direkt an der Grenze zu Schweden. Im Park gibt es Anzeichen für eine Besiedlung, die ins jüngere Steinzeitalter zurückreicht. Das Areal ist eine samische Kulturlandschaft und auch heute noch Wiedefläche für norwegische und schwedische Rentierherden.

Der Nationalpark ist eines der Gebiete in Troms, das durch die Wildnis beherrscht wird. Im Westen befindet sich das Sørdalen mit der Schlucht Boldnoávži, die sich tief ins kaledonische Grundgebirge schneidet. Sie entstand durch das Abschmelzen der Gletscher in den letzten uns bekannten Eiszeiten. Auf beiden Seiten der Schlucht ragen Berge bis zu 1.500 m in die Höhe. Richtung Osten wechseln sich mit Birken bewaldete Täler, Moore und Berge ab. Über allen thront das Massiv Rohkunborri, welches dem Park seinen Namen gab.

Das kalkhaltige Gestein bildet die Grundlage für eine reichhaltige Vegetation. Insbesondere im Sørdalen und um den See Geavdnjajávri hat sich eine wertvolle Flora mit vielen seltenen Arten angesiedelt. Der Rohkunborri- Nationalpark ist ein Lebensraum für große Raubtiere wie Vielfraß, Luchs und Bären. Steinadler, Bussard und Falke nisten in dem Gebiet. Die Feuchtgebiete bieten Wasservögeln wie Singschwänen, Sterntaucher und mehreren Entenarten Platz für die Aufzucht ihrer Jungen. Die meisten Gewässer sind fischreich. Es gibt aber auch Teiche ohne Fisch, in denen seltene Krebsarten leben.

Ihr erreicht den Rohkunborri-Nationalpark über die E6 bis Setermoen. Im Nationalpark gibt es mehrere gekennzeichnete Wanderwege und die Lappjordhytta, eine unbewirtschaftete DNT-Hütte.

Weitere Infos:
www.nasjonalparkstyre.no/Rohkunborri

 

 

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