Die Vesterålen
Die Vesterålen sind eine Inselgruppe vor der Küste Norwegens. Sie zeichnen sich durch ihre Lage in der Nähe der Lofoten aus, die bekannter sind.
Die ersten Siedlungen auf den Vesterålen reichen bis zu 6.000 Jahre zurück. Ähnlich wie bei den Lofoten siedelten zur Anfangszeit vor allem Fischer auf den Inselgruppen. Dort mit Zunahme der Macht der norwegischen Stadt Bergen vergrößerte sich auch der Druck auf die Vesterålen. Der Stockfischhandel wurde nämlich von der Handelsstadt Bergen voran getrieben. Dies führte wiederum dazu, dass sich mehr und mehr Fischer auf den Vesterålen niederließen.
Ebenfalls einen Boom erlebten die Vesterålen um 1860. Zu dieser Zeit zogen große Heringsschwärme an den Küsten Norwegens vorbei und bescherten der Fischerei einen erneuten Aufschwung.
Während Ende des 19. Jahrhunderts die Inseln von der Vesteraalske Dampskipsselskap Reederei angefahren wurde, fahren heutzutage auch die Schiffe der Hurtigruten an dieser Inselgruppe vorbei. Vor der malerischen Landschaft, den teils altbacken wirkenden kleinen Holzhütten erleben mittlerweile die Touristen die Vesterålen auf ihre ganz persönliche Art und Weise. Der Tourismus bildet damit den zweiten wichtigen Wirtschaftszweig neben dem immer noch hoch angesehenen Fischfang.
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Die norwegische Seemannskirche
Die Geschichte der norwegischen Seemannskirche begann am 31. August 1864 in Bergen. Zehn Männer gründeten auf Initiative von Johan Cord Harmes Storjohann einen evangelischen Verein für skandinavische Seemänner in fremden Häfen.
Während eines Studienaufenthaltes in Schottland, ist Storjohann in Leith mit einigen norwegischen Seeleuten in Kontakt gekommen, und hat festgestellt, dass diese Menschen während ihrer Reisen Unterstützung ihrer heimischen Kirche benötigen.
Im Sommer 1864 ist er zurück nach Bergen gekommen und legte die Angelegenheit der Generalversammlung der norwegischen Missionsgesellschaft vor. Die Verantwortlichen winkten sein Vorhaben jedoch direkt ab. Aus diesem Grund suchte sich Storjohann gleichgesinnte und gründete zusammen mit ihnen die Organisation am 31. August in der Øvregaten in Bergen.
Im Herbst 1865 eröffnete in Leith die erste Station der Seemannsmission. Noch im selben Jahr sind Stationen in North Shields und Antwerpen hinzugekommen. Kurz danach folgten weitere Stationen und die Seemannspriester bekamen den vollen Status einer Kirche, unter der Aufsicht des Bischofs von Bjørgvin, zugesprochen.
Neben den regulären Gottesdiensten und anderen kirchlichen Aufgaben, hat die norwegische Seemannskirche von Anfang an viel Wert darauf gelegt Schiffsbesuche, Hausbesuche und Krankenbesuche abzuhalten. In Verbindung mit dem Kirchenraum, wurden Lesesäle etabliert, in denen es möglich ist Feste zu feiern, Bücher zu lesen oder Briefe nachhause zu schreiben. Es folgte die Tradition, zusammen mit dem Verein der Seemannsmission in Norwegen, Weihnachtsgeschenke an die Seeleute zu versenden, welche sich bis heute durchgesetzt hat. Jedes Jahr versendet die norwegische Seemannskirche rund 30.000 Weihnachtsgeschenke mit Briefen.
Die Zwischenkriegszeit wurde vor allem dadurch geprägt, dass nur wenige Kirchen gegründet wurden. Während des zweiten Weltkrieges erntete die Seemannskirche viel Anerkennung für ihren Mut, ihr Durchhaltevermögen und dem Beistand für in den Krieg involvierte Norweger. Da mit der Zeit immer mehr Norweger verreisten, nahm auch die Arbeit für die Seemannskirchen immer mehr zu. 1970 wurde die Kirche zunächst von Norwegens Bischöfen dazu aufgefordert, deren kirchliche Dienste auszuweiten, um auch den Norwegern beizustehen, die sich im Ausland aufhalten, allerdings nicht zur See fahren. 1990 weitete die Organisation schließlich ihre Dienste und ihren Namen aus. Seit dem trägt die Kirche den Zusatz „Norsk kirke i utlandet“, „Norwegische Kirche im Ausland“. 2003 änderte die Kirche ihren Namen von Sjømannsmisjon/Norsk kirke i utlandet zu Sjømannskirken – Norsk kirke i utlandet.
Die Kirche ist heute nicht mehr nur ein Anlaufpunkt für Seeleute, sondern auch für Urlauber, Studenten, Au Pairs und viele mehr. Es finden über das Jahr verteilt regelmäßig Veranstaltungen statt. Der Höhepunkt ist jedes Jahr der norwegische Nationalfeiertag am 17. Mai. In Deutschland gibt es in Berlin und Hamburg eine Kirche und es sind neben Norwegern auch immer Norwegen-Freunde herzlich willkommen.