Flakstad kirke

Flakstad kirke

Foto: M. Jürgensen

Die Kirche von Flakstad (Flakstad kirke) ist die zweitälteste auf den Lofoten. Sie zieht Jahr für Jahr Hunderte von Touristen an und ist ein beliebtes Fotomotiv. Ihr findet sie an einem Seitenweg des Kong Olavs vei (E10) etwa 4 km östlich von Ramberg auf der Nordseite der Lofoten-Insel Flakstadøy.
Nicht nur der gut erhaltene Kirchenbau ist sehenswert, auch im Inneren findet ihr viel Interessantes. Die Kommune Flakstad ist nicht umsonst stolz auf ihre Kirche…

Die Flakstad kirke ist die zweite Kirche an diesem Platz. Die erste wurde im Jahre 1430 aus Treibholz erbaut und war sehr klein. Da sie von den immer wiederkehrenden Stürmen arg in Mitleidenschaft gezogen wurde, entschied man sich, eine neue zu bauen. Um weiterhin Gottesdienste abhalten zu können, wurde die neue Kirche um die alte herum gebaut. Als diese dann 1780 fertig gestellt war, riss man die alte ab und entsorgte den Schutt durch die Tür der neuen. Einige Gegenstände aus der alten Kirche sind immer noch erhalten.
Es handelt sich um eine Kreuzkirche, die 300 Personen Platz bietet. Da die Kirche selbst ein Kreuz darstellt, findet man keine Kreuze in ihr. Das Holz für den Bau der neuen Kirche kam aus Russland und wurde gegen Stockfisch eingetauscht. Deshalb erinnert der Turm an einen russisch-orthodoxen Zwiebelturm. Nach einem großen Sturm 1938 wurde das Gebäude zuletzt renoviert.

Im Eingangsbereich hängt eine Tafel mit den Namen aller Fischer der Gemeinde, die zwischen 1850 und 1950 auf dem Meer zu Tode kamen. Links neben dem Altar ist das Fensterglas der alten Kirche mit dem Schriftzug Kirken i Vargot 1430 (Kirche von Vargot 1430) bewahrt. Die Brautstühle sind von 1948 und wurden der Kirche von einer ortsansässigen Künstlerin geschenkt. An der Decke hängen zwei Kronleuchter. Einer ist russischen Ursprungs und mit dem Doppeladler, dem Symbol des Zaren, geschmückt. Er stammt aus dem Jahre 1550. Der andere ist aus lokaler Produktion und etwa 350 Jahre alt. Auch ein Fischerboot hängt an der Decke. Zum einen ist es durchaus üblich, dass in norwegischen Kirchen Boote aufgehängt wurden, zum anderen ist es die Bitte an Gott, die Fischer auf ihren Fahrten zu schützen.
Kanzlei und Altar wurden vom Nürnbergischen Kirchenmaler Gottfried Ezechiel 1765 bemalt. Die Kanzlei zeigt die vier Evangelisten. Auf dem Altar sind Moses und sein Bruder Aaron zu sehen. Der obere Teil der Altartafel ist abnehmbar. Auf ihm ist Maria Magdalena dargestellt. Da Frauen früher in der Kirche nicht erwünscht waren, konnte der Teil zum Gottesdienst heruntergenommen werden. Die vom Judentum inspirierten Kerzenleuchter wurden der Flakstad kirke von einem russischen Pfarrer geschenkt als Dank für die Bemühungen, Bibeln in die Sowjetunion zu schmuggeln.

1980 wurde die alte Orgel durch eine moderne ersetzt. Regelmäßig finden Orgelkonzerte in der Kirche statt, deren Besuch sehr zu empfehlen ist. Jeden Sonntag wird ein Gottesdienst abgehalten. Derzeit bekleidet übrigens eine Frau das Pfarramt.

 

Weitere Infos unter:
www.fmkirken.no
www.flakstad.kommune.no

 

 

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Norwegen in New York

New York City

New York City

New York – die Hauptstadt der Welt! Unter all den Kulturen und Ländern, die in dieser Metropole zusammenkommen, ist natürlich auch Norwegen dabei. Das Motto dieses Artikels lautet deshalb „Norwegen in New York“.

Wie auch in Hamburg, bildet die Norwegische Seemannskirche das Herzstück der Kolonie in New York. Dabei handelt es sich nicht nur um einen religiösen Ort, sondern vor allem um einen kulturellen Treffpunkt für alle Norweger und Freunde Norwegens. Die Kirche liegt sehr zentral in der zweiundfünfzigsten Straße in Midtown. Also nur wenige Gehminuten vom Times Square oder 5th Avenue entfernt. Die Norweger pflegen einen sehr guten Kontakt zu Ihrer Nachbarschaft. Zum 17. Mai, Norwegens Nationalfeiertag, ist nicht nur die Kirche in den Farben rot, weiß und blau geschmückt, sondern auch die Nachbarn und naheliegenden Gastronomen zeigen an dem Tag (die norwegische) Flagge.

Norwegische Seemannskirche New  York

Norwegische Seemannskirche New York

Montags ist die Kirche geschlossen, hat an allen anderen Tagen aber zwischen 11 und 17 Uhr (teilweise 18 Uhr) geöffnet und Sonntags in Verbindung mit einem Gottesdienst. Neben den Kontakt zu Norwegern, gibt es auch in einem sehr gut sortierten Kiosk klassische norwegische Produkte, wie z.B. verschiedene Sorten Schokolade, „makrel i tomat“, Flatbrød, die beliebte Seife „grønnsåpe“ und vieles mehr, zu kaufen. Die Kirche bietet, wie die meisten norwegischen Seemannskirchen, Übernachtungsmöglichkeiten an. Zu vermieten ist ein Zimmer im Penthouse des Gebäudes und eine kleine Wohnung. Die Preise pro Nacht liegen deutlich unter denen von Hotels in vergleichbarer Lage.

Im Big Apple ist im Bereich des Tourismus, vor allem ein Norweger sehr erfolgreich. John Kjekstad ist der ungekrönte Helikopter König von Manhattan und bietet Rundflüge an. Kjekstad ist CEO und Miteigentümer des am schnellsten wachsenden „Helikopter Unternehmens“ New Yorks. Er beschäftigt rund 20 Vollzeit Piloten, fünf davon kommen aus Norwegen. Seit Anfang der 1980er lebt er mit seiner Frau in New York. Nichtsdestotrotz fühlen sie sich als Norweger und reisen jedes Jahr zum Sommerurlaub in ihre Heimat. Zu Kjekstads Kunden gehörten unter anderem Persönlichkeiten wie Paul McCartney, Donna Karen und Harrison Ford.

Skandinavisch Kulinarisch wird es bei Morten Sohlberg. Der Koch aus Oslo betreibt zusammen mit seiner Ehefrau vier Restaurants in Manhattan. Drei unter dem Namen „smörgås Chef“ und das „Crêpes Du Nord“.  Die Restaurants bieten nicht nur skandinavische Köstlichkeiten, sondern auch das Design und das Interieur der Restaurants spiegeln Skandinavien, vor allem Norwegen wider.

Sportlich vertritt Mats Zuccarello Aasen das Königreich in New York. Seit 2013 spielt der Osloer für die New York Rangers. Der Eishockeyspieler mit dem Spitznamen Zucca gehört zu den Topscorern des Teams und ist mittlerweile eine sportliche Größe in New York City.

Im Bereich der Mode findet sich Norwegen in der Modemarke „Moods of Norway“ wieder. Die Filiale befindet sich in Lower Manhattan und eine von zwei Filialen in den USA. Ein weiteres Geschäft ist in Los Angeles.

Norwegenreisende, die einen „Abstecher“ nach New York machen möchten, sollten sich unbedingt die Flüge von „Norwegian“ anschauen. Es gibt im Moment keinen günstigeren Anbieter, der Flüge von Oslo nach New York (JFK) anbietet (Angaben ohne Gewähr). Teuer ist leider das Gepäck, welches extra gebucht werden kann (33 EUR pro aufgegebenes Gepäckstück und Strecke). Wem aber sein Handgepäck genügt, kann mit Norwegian günstig  über den Atlantik kommen. Natürlich ist dies auch von der Jahreszeit abhängig. Alle Angaben sind natürlich ohne Gewähr und eventuellen Änderungen vorbehalten.

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